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Themen

Hier findet sich eine Zusammenfassung unserer vielfältigen politischen bzw. aktionistischen Tierschutz-Tätigkeiten und Petitionen. Es werden jeweils die aktuellen Themen aus unseren Newslettern hinzugefügt, sodaß die Bereiche immer am neuesten Stand bleiben.

 

Sie können hier die chronologische Liste nach verschiedenen Themen, Titeln oder auch Daten filtern.

 

Hierzu zählen z.B. unsere alljährlichen Kampagnen bezüglich der Fohlenmärkte bzw. unsere diesbezüglichen Freikauf- und Vermittlungsaktionen, allgemeine (politische) Tierschutz-Themen, unsere Beteiligung an internationalen Tiertransport- oder Anti-Schächt-Kampagnen, unsere Arbeit für die Verbesserung der Tierschutz-Gesetzgebung für Schweine, Geflügeltiere, Kaninchen und andere Tierarten oder für ein/e Einschränkung/Verbot tierquälerischer Jagdpraktiken. Weiters finden Sie hier Berichte über unsere Auslandsprojekte, wie Streunerhunde in Sri Lanka und Eselhilfe in Ägypten, aber bisweilen auch andere Hilfsaktionen bzw. Petitionen, an denen wir uns beteiligen (z.B. gegen das alljährliche brutale Robben-Massaker in Kanada oder die grausamen Schächtpraktiken beim jährlichen Kurban Bayrami-Opferfest). Zudem bringen wir u.a. alternative Sichtweisen über die von WHO oder anderen "Gesundheits"-Behörden ausgerufene "Seuchen" und Zwangsimpfkampagnen. Darüber hinaus auch kritische Beiträge zu Gentechnik, Patentierung von Leben, EU und Tierschutz sowie allgemein zur EU und der daraus resultierenden - oft absurden - verpflichtenden Gesetzgebung für Österreich.

z.B. 06/07/2022
30.06.2022

Hündin in Not am Gnadenhof Hendlberg aufgenommen

Obwohl wir ein Gnadenhof für Nutztiere sind, hat diesmal (wieder einmal) eine Hündin zu uns auf den Hendlberg gefunden, sie wurde einfach angebunden zurückgelassen: Stella, so haben wir sie getauft, ist hochträchtig, ihr Gesäuge hat schon Milch, es kann sich also nur mehr um Tage handeln, bis sie Welpen bekommt. Da wir über ihre Vorgeschichte gar nichts wissen, können wir nur hoffen, daß die Geburt gut verlaufen wird. Von unserer Seite wird jedenfalls alles dazu getan, damit sie ihre Babies in Ruhe und geschützt auf die Welt bringen kann. Hoftechniker Peter hat sich also gleich daran gemacht, eine Wurfkiste für sie zu zimmern, und die Tierpflegerinnen haben die sommerbedingt leerstehenden Ponyboxen zur Welpenstube umfunktioniert.

Einen Wermutstropfen gibt es allerdings: Stella leidet an einer Ataxie (einer Störung des peripheren Nervensystems), ob angeboren oder durch einen Unfall verursacht, wird sich erst einige Wochen nach der Geburt sagen lassen, wenn der Tierarzt Röntgenaufnahmen der Wirbelsäule machen kann. Jedenfalls halten wir sämtliche Daumen gedrückt, daß alle Hundekinder gesund sein werden.

Apropos: wir beginnen jetzt schon mit der Suche nach guten Plätzen für die Welpen, die dann mit 12 Wochen in ihr neues Zuhause ziehen dürfen. Wer also Interesse an so einem „Überraschungsei“ hat, meldet sich bitte bei unseren Tierpflegerinnen unter 0676/705 93 63 oder per email an eva@animal-spirit.at. Wir werden dann in den nächsten Newslettern über die Entwicklung der Welpen berichten. Wer die liebe Stella bei sich aufnehmen möchte und evt. schon Erfahrung mit Ataxie bei Hunden hat, ist eingeladen, sie kennenzulernen. Soviel können wir jetzt schon sagen: sie ist eine sehr zutrauliche Hündin, die sich über Streicheleinheiten und Zuwendung unheimlich freut.

Wer uns bei dieser unvorhergesehenen Aktion unterstützen möchte, kann dies gerne mit einer Spende tun, vielen Dank!


30.06.2022

Gedanken zum bevorstehenden Islamischen Schächt-Opferfest vom 9. – 13.07.2022

fellbeisser.net: Keine Religion fordert, daß Tiere vor dem Schächtschnitt unbetäubt sein müssen!

Als die Religionsschriften entstanden, kannte man noch keine Betäubung, weshalb sie auch nicht verboten sein kann. Dies wird von islamischen Stellen und religiösen Autoritäten bestätigt! Eine religiöse Begründung ist somit nicht gegeben!

Trotzdem geschieht es in den allermeisten Fällen, entgegen unserem TierSchG, daß Tiere ohne qualmindernde Betäubung bei vollem Bewußtsein und Schmerzempfinden geschächtet werden. Das ist illegales Schächten, da Ausnahmegenehmigungen (in Deutschland) nicht erteilt werden dürfen! Und in Österreich gibt es klare gesetzliche Regelungen für „rituelle Schlachtungen“ (§ 32 TSchG), die aber ebenfalls in vielen – auch nachgewiesenen - Fällen nicht eingehalten werden!
Sogenannte „zwingenden Vorschriften“, die das TierSchG fordert und die Ausnahmegenehmigungen rechtfertigen sollen, gibt es nicht!
Betäubungsloses Schächten ist grausame Tierquälerei und ethisch nicht vertretbar.

Es gibt die Alternativen von Geld-Opfern oder unblutigen Lebensmittel-Geschenken.

Wir ersuchen Politiker und Behörden, dafür Sorge zu tragen, daß keine Ausnahmegenehmigungen für barbarisches betäubungsloses Schächten der Tiere erteilt werden, und daß die geltenden gesetzlichen Tierschutzbestimmungen – besonders während der kommenden Tage des „Kurban Bayrami“ - lückenlos kontrolliert und nötigenfalls streng geahndet werden!
Weiterhin bitten wir den Innenminister und die Landes-Veterinärbehörden, rechtzeitig verstärkte Polizeikontrollen zu veranlassen, damit illegales Schächten unterbunden bzw. verhindert werden kann!

Siehe dazu auch das vor 2 Jahren aufgenommene Video einer gesetzwidrigen Schächtung bei einem türkischen "Landwirt" in Laaben (NÖ), das allerdings - wie üblich trotz Anzeige - ohne Folgen geblieben ist...


30.06.2022

Positive Nachrichten für Blau- und Pottwale!

OceanCare.org: Mehr als 60.000 Handelsschiffe durchqueren die Meere und transportieren mehr als 80 Prozent der weltweit gehandelten Güter. Dabei kreuzen die mächtigen Stahlriesen oft auch den Lebensraum großer Walarten, u.a. auch Paarungs- und Nahrungsgebiete. Hinzu kommen immer schneller werdende Passagierfähren, die ungebremst durch die Wohnzimmer der Wale rasen. Das Auftauchen wird für die Meeresgiganten zur Todesfalle.

Schiffskollisionen zählen zu den größten Gefahren für Wale

Besonders betroffen von tödlichen Zusammenstößen sind z.B. die Pottwale im östlichen Mittelmeer, wo jährlich Tausende Schiffe ihr Zuhause - den Hellenischen Graben - durchqueren. Auch für Blauwale südlich von Sri Lanka sind Schiffskollisionen die häufigste Todesursache.

Wir alle dürsten nach Erfolgsnachrichten! Hier sind sie:

Nun hat der Verband Deutscher Reedereien (VDR) seine Mitglieder – etwa 200 Schifffahrtsunternehmen mit der zweitgrößten Containerschiffflotte der Welt – aufgerufen, die Fahrtrouten südlich von Sri Lanka und im Hellenischen Graben aus den Walgebieten zu verlegen. „Das Echo auf den Vorschlag der NGOs innerhalb des Verbands ist eindeutig. Zum Schutz der Wale sind wir alle gern bereit, dort einen kleinen Umweg zu fahren“, sagte Dr. Martin Kröger, Hauptgeschäftsführer des VDR. 

OceanCare freut sich mächtig über die Empfehlung des VDR. Bereits im Januar hat das weltgrößte Schifffahrtsunternehmen, MSC, bekanntgegeben, das Pottwalgebiet vor Griechenland zu umfahren. Der VDR und MSC reagieren mit Ihrem Entscheid auf Gespräche mit und Empfehlungen von OceanCare und unseren Partnern, dem IFAW, Pelagos Cetacean Research Institute und WWF Griechenland.

Wir hoffen, daß weitere Unternehmen und Verbände dem Beispiel folgen und sind bereits in direkten Gesprächen. Gleichzeitig intensiveren wir unsere Bemühungen, die Schiffskollisionen von Finnwalen und Pottwalen im nordwestlichen Mittelmeer zu reduzieren.


30.06.2022

fellbeisser.net/news: Sollten wir weniger Fleisch essen?

Das sagt die Wissenschaft | Quarks TabulaRasa“ auf YouTube:

Sehr gutes (nicht brutales) Animations-Aufklärungsvideo!

(Mehr dazu in unserem Beitrag "Vegetarisch leben")


23.06.2022

Greenpeace Blitz-Umfrage zeigt: BILLA, HOFER, LIDL und SPAR sind für Kennzeichnung der Haltungsform auf Fleisch

ots.at: Morgiges Gipfel-Treffen von Tierschutzminister Rauch und österreichischen Supermärkten muß Weichen für rasche Einführung von Fleisch-Kennzeichnung stellen

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat die vier größten Supermarkt-Ketten Österreichs BILLA, HOFER, LIDL und SPAR direkt auf Social Media befragt, ob sie für eine Kennzeichnung der Haltungsform auf Fleisch sind. Alle vier Supermärkte beantworteten diese Frage mit einem klaren “Ja”. Greenpeace fordert von Tierschutzminister Johannes Rauch und den vier größten Supermarkt-Ketten Österreichs beim morgigen Gipfeltreffen jetzt eine rasche Umsetzung auf den Weg zu bringen.

“Eine Kennzeichnung der Haltungsform auf Fleisch wäre ein echter Meilenstein! Denn bisher ist für Kundinnen und Kunden von österreichischen Supermärkten nicht erkennbar, wie die Tiere gelebt haben. Mit einer Fleisch-Kennzeichnung gäbe es endlich Transparenz im Fleisch-Regal”, sagt Sebastian Theissing-Matei, Landwirtschaftsexperte bei Greenpeace in Österreich. So könnten KundInnen etwa auf einen Blick erkennen ob Schweine auf tierquälerischen Vollspaltenböden leiden mußten oder doch in Stroh spielen durften. Ob sie nie die Sonne gesehen haben oder doch Zugang zu Frischluft haben.

Greenpeace wird vor dem morgigen Gipfel-Treffen von Tierschutzminister Rauch und den vier größten Supermarkt-Ketten Österreichs friedlich für eine rasche Einführung einer Kennzeichnung der Haltungsform auf Fleisch protestieren. “Es ist sehr gut, daß sich BILLA, HOFER, LIDL und SPAR zu einer Haltungskennzeichnung auf Fleisch bekennen. Jetzt müssen den Worten Taten folgen. Tierschutzminister Rauch und die Supermärkte müssen rasch eine Fleisch-Kennzeichnung auf den Weg bringen”.

Die Antworten von Billa, Hofer, Lidl und SPAR im Detail finden Sie hier: https://act.gp/Fleischkennzeichnung_JA


23.06.2022

IN ASIEN WERDEN NOCH IMMER MILLIONEN HUNDE UND KATZEN FÜR IHR FLEISCH GETÖTET.

hsi-europe.org: Yulin Festival, das grausamste Fest Chinas

Das „Yulin Festival”, das zur Sommersonnenwende in China stattfindet, ist ein grausames Spektakel, bei dem Tausende Tiere leiden müssen. Tausende Hunde und Katzen werden von den Straßen und aus Gärten entführt, in winzige Metallkäfige gesperrt und auf Lastwagen gestapelt, wo sie Tage ohne ausreichend Futter, Wasser und Schutz verbringen. Viele sterben an Krankheiten, Dehydrierung, Erstickung oder Hitzschlag, lange bevor sie die Schlachthäuser oder Märkte erreichen – ihre letzte Destination, wo sie grausam getötet werden.

Der Hundefleischhandel in Südkorea

Südkorea ist das einzige Land auf der Welt, in dem es noch kommerzielle Hundefleischfarmen gibt. An diesen schrecklichen Orten leben Hunde unter elenden Bedingungen, in kargen Metallkäfigen, die kaum Schutz bieten, bis sie eines Tages geschlachtet werden. Obwohl die meisten Menschen in Südkorea nicht regelmäßig Hundefleisch essen, tun es viele zu besonderen Feiertagen. Während Bok Nal, den heißesten Tagen des Sommers, essen viele eine traditionelle Suppe, die aus Hundefleisch zubereitet wird. Sie gilt als regenerierend und heilend und soll helfen, die Sommerhitze zu überstehen.

Gemeinsam können wir diese Grausamkeit beenden.

UPDATE: Die Polizei und lokale Aktivisten in Shaanxi, China haben einen Lastwagen voller Hunde abfangen, der auf dem Weg zu einem Schlachthaus in Yulin war. 386 Hunde wurden beschlagnahmt, nur wenige Tage vor dem Start des jährlichen „Fests“, auf dem Katzen- und Hundefleisch verzehrt wird. Die Hunde waren in kleine Gitterkäfige gezwängt und der Hitze schutzlos ausgesetzt. Sie waren in schrecklichem Zustand, ausgehungert, dehydriert und brauchten dringend tierärztliche Versorgung!

Für viele Menschen gelten Hunde als treue Freunde, doch in einigen Teilen Asiens müssen sie schrecklich leiden. HSI setzt sich in vielen Ländern Asiens dafür ein, daß diese grausame Praxis ein Ende findet.


23.06.2022

Tierschutz Austria: Große Enttäuschung über weiter anhaltendes Leid der Fiakerpferde

ots.at: Statt Fiaker Verbot ab 30 Grad, Studie zum Leiden der Pferde für nächstes Jahr geplant

Die von Tierschutzminister Johannes Rauch angekündigten Gespräche zwischen Stadt und Bund blieben erfolglos. Statt einem Fahrverbot ab 30 Grad soll nun eine Studie, im nächsten Sommer, das Leid der Fiakerpferde klären. „Unsere vorsichtig positive Stimmung ist wieder einmal bitterere Ernüchterung gewichen. Wir haben auf einen entschlossenen Anlauf des Gesundheitsministers gehofft, doch leider sind die entscheidenden Punkte, um so eine Initiative zum Erflog zu führen, wieder mißachtet und verabsäumt worden,“ sagt MMag. Dr. Madeleine Petrovic Präsidentin des Wiener Tierschutzvereins (Tierschutz Austria).

Es gibt genügend Erkenntnisse, daß die Umgebung in der Stadt mit unebenem Kopfsteinpflaster, viel Lärm und hektischem Personen- und Autoverkehr für sensible Tiere wie Pferde nicht artgemäß ist. In Kombination mit extremer Hitze bedeutet dies zusätzliche Qualen und Leid für die Tiere. „Wir werden nicht aufgeben, doch ohne eine Kooperation von politischen Entscheidungsträgern, den in dem Bereich tätigen NGOs und der Branche wird es nicht funktionieren. Es braucht eine Zusammenarbeit,“ konstatiert Petrovic. Der Wiener Tierschutzverein (Tierschutz Austria) fordert schon lange ein viel sinnvolleres Fahrverbot ab 30 Grad sowie eine generelle Verlegung von Fiaker-Strecken fern der Wiener Innenstadt. In diesem Zusammenhang wurde ebenfalls eine Petition gestartet, bei der nun jede und jeder den Fiakerpferden eine Stimme geben kann und eine sinnvolle Lösung für alle Beteiligten unterstützt.

Hier gehts zur Petition


15.06.2022

Sudan: 16.000 Schafe ertrinken, als komplett überladenes Frachtschiff kentert

20min.ch: Weil es stark überladen war und die fast 16.000 Schafe an Bord eine Instabilität auslösten, ist im sudanesischen Hafen Suakin ein Frachter gekentert. Die Crew wurde gerettet, doch die Tiere an Bord ertranken.

Bei einem Schiffsunglück im Roten Meer sind Tausende Schafe ertrunken. Nach Angaben der Hafenverwaltung im sudanesischen Suakin kenterte der völlig überladene Frachter namens Al Badri 1 am Sonntagmorgen mit 15.800 Schafen an Bord. Die Besatzung konnte demnach gerettet werden.

Laut Hafenverwaltung war das Schiff nur für den Transport von 9000 Schafen zugelassen und ging unter, nachdem Tausende weitere Tiere an Bord gebracht wurden. Wie die Polizei mitteilte, hatte die ungleiche Verteilung der lebenden Ladung das Schiff aus der Balance gebracht, worauf es auf die rechte Seite kippte und mit Wasser volllief. Die 1973 in Deutschland erbaute, 80 Meter lange Al Badri 1 fährt unter der Flagge Tansanias.

Die Tiere waren für die Schlachtung bestimmt und hätten nach Saudi-Arabien verschifft werden sollen. Der materielle Schaden des Unglücks werde auf umgerechnet rund 3,8 Millionen Euro geschätzt. Der Hafen Suakin ist wichtig für den Transport von Lebendvieh nach Saudi-Arabien. Der Sudan hat eine der größten Vieh-Populationen Afrikas. Die größten Abnehmer sind Ägypten und Saudi-Arabien.

Der historische Hafen von Suakin war lange Zeit der wichtigste Warenumschlagshafen des Landes. Diese Position hat heute der 60 Kilometer entfernte Hafen von Port Sudan inne. Erst im vergangenen Monat war im Hafen von Suakin ein verheerender Brand ausgebrochen, der hohen Sachschaden verursachte. 


15.06.2022

Trophäenjagd ist kein Artenschutz: Fakten entlarven Jägerlatein

wildbeimwild.com: Jedes Jahr werden auf der Dortmunder Jagdmesse Reisen zum Abschuß bedrohter und geschützter Tiere angeboten. Dabei versucht die Jagdlobby der Trophäenjagd ein ökologisch und ökonomisch nachhaltiges Image zu verleihen. Ein von 15 Tier- und Artenschutzorganisationen veröffentlichtes Faktenpapier entlarvt dies als Greenwashing und räumt mit den 14 gängigsten Trophäenjagd-Fake News auf.

Die alljährlich stattfindende Jagd & Hund in Dortmund ist die größte Jagdmesse Europas und gleichzeitig eine wichtige Werbefläche für die Trophäenjagd auch auf bedrohte und international geschützte Tierarten, wie Löwen, Elefanten, Nashörner, Leoparden und Eisbären. Dagegen regt sich seit langem Widerstand in der Bevölkerung. Eine aktuelle Umfrage von HSI legt offen, daß knapp 90 % der befragten Bundesbürger die Einfuhr von Jagdtrophäen nach Deutschland ablehnen. Darüber hinaus fordern über 120.000 Menschen in einer Petition Dortmunds OB Westphal auf, das Angebot von Trophäenjagdreisen auf der Jagd & Hund zu unterbinden. Auch 19 Tier- und Artenschutzorganisationen fordern dies in einer gemeinsamen Stellungnahme.

Während die Vertreter der Trophäenjagdindustrie behaupten, Trophäenjagd sei ein Beitrag zum Artenschutz und zur Armutsbekämpfung, entlarvt das aktuelle Faktenpapier diese zentralen Mythen. Gerade im Rahmen der viel diskutierten Wirtschaftlichkeit, zeigt sich, daß die ökonomische Relevanz der Trophäenjagd äußerst gering ist. Zudem profitieren von den erwirtschafteten Gewinnen größtenteils Jagdreiseanbieter und GroßgrundbesitzerInnen. Eine Studie zeigt, in Namibia – Ziel der meisten deutschen JagdtouristInnen – werden über 97 % der Tiere auf privaten Farmen geschossen. Auch aktuelle Medienberichte aus Botswana belegen, wie sich wohlhabende Unternehmer an der Jagd auf die letzten großen Elefantenbullen Afrikas bereichern und gleichzeitig Naturschutzerfolge aufs Spiel setzen. „Daß die Jagdlobby immer noch behauptet, die Trophäenjagd sei eine existentielle Einnahmequelle für die Menschen in lokalen Gemeinden, während sich Jagdreiseanbieter, Farmbesitzer und lokale Eliten die Taschen füllen, ist eine Farce. Vielmehr zementiert die Trophäenjagd als Teil des kolonialen Erbes, Abhängigkeiten und strukturelle Ungerechtigkeiten und macht ebenso wie früher die Bereicherung Einzelner auf Kosten aller möglich“, so Dr. Mona Schweizer von Pro Wildlife.

In Zeiten, in denen durch menschliche Einflüsse mehr Arten vom Aussterben bedroht sind als jemals zuvor, sind diese Gefahren besonders gravierend. Die Ausrottung ganzer Tierarten geht uns alle an. Wie problematisch Trophäenjagd tatsächlich ist, betont auch Sylvie Kremerskothen Gleason von HSI: „Trophäenjagd ist kein Artenschutz! Ganz im Gegenteil: Sie reduziert Bestände bedrohter und geschützter Arten. TrophäenjägerInnen töten besonders imposante Tiere und eliminieren damit genau die Schlüsselindividuen, die für gesunde Bestände besonders wichtig sind. Gerade bei bereits in ihren Beständen dezimierten und bedrohten Arten ist diese selektive Bejagung für Trophäen fatal.”

"Vor dem Hintergrund der Tatsachen ist schwer nachvollziehbar, daß es in Deutschland noch immer erlaubt ist, Jagden auf bedrohte und geschützte Tierarten anzubieten und deren Trophäen zu importieren. Das Faktenpapier bekräftigt die dringende Notwendigkeit zu handeln – wir fordern die Politik auf, die Einfuhr von Jagdtrophäen bedrohter und geschützter Arten und entsprechende Jagdreiseangebote zu verbieten," James Brückner, Leiter des Artenschutzreferats des Deutschen Tierschutzbunds.


15.06.2022

Windenergie und Vögel: "Die Opferzahlen sind viel höher als gedacht"

www.geo.de/natur: Für die Befürworter der Energiewende ist es eine unbequeme Tatsache: Windkraft fordert immer mehr Opfer unter Vögeln, Fledermäusen und Insekten. "Gut fürs Klima, schlecht für die Natur?" heißt darum die Titelgeschichte des aktuellen GEO Magazins. Wir sprachen mit der Autorin Johanna Romberg über das Dilemma

GEO.de: Lange dachten wir, Windkraft würde niemandem schaden und allen nützen. Jetzt lesen wir, jedes Jahr würden Tausende Vögel und andere Tiere an den Rotoren zerschellen. Wie groß ist das Problem wirklich?

Johanna Romberg: Das wußte man lange nicht genau, weil es sehr viel Aufwand bedeutet, die tatsächlichen Opferzahlen zu ermitteln. Man muß dazu die Flächen unter vielen Anlagen über sehr lange Zeit systematisch absuchen. Die wenigen Studien, die es dazu bislang gibt, legen aber nahe, daß die Opferzahlen höher sind als gedacht. Und daß bestimmte Vogelarten besonders verwundbar sind.

Zum Beispiel?

Allein in den vier norddeutschen Bundesländern sterben jedes Jahr mehr als 8500 Mäusebussarde an Windkraftanlagen. Das entspricht fast acht Prozent der gesamten Population in diesen Ländern. Außerdem wissen wir, daß jedes Jahr in Deutschland 250.000 Fledermäuse an Rotoren umkommen. Auch das ist bedenklich, denn Fledermäuse haben eine niedrige Fortpflanzungsrate und können Bestandsverluste daher nur langsam ausgleichen - wenn überhaupt.

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09.06.2022

Rindfleisch müßte eigentlich fünfmal so teuer sein!

zeit.de: Um die steigenden Preise für Lebensmittel in Griff zu bekommen, müssen die Fleischpreise steigen. Klingt verrückt – aber nur so entsteht vollständige Kostentransparenz.

Der starke Anstieg der Nahrungsmittelpreise trifft den Nerv vieler Menschen. Die teurer werdenden Lebensmittel bedeuten eine höchst unsoziale Inflation: Sie trifft vor allem Menschen mit geringen Einkommen, die einen deutlich höheren Anteil ihres monatlichen Einkommens für Lebensmittel ausgeben müssen als Menschen mit hohen Einkommen. Immer mehr Menschen müssen sich daher einschränken oder suchen die Tafeln auf.

Zur Ehrlichkeit der Debatte gehört jedoch auch: Der Konsum und die Produktion von Lebensmitteln in Deutschland und weltweit sind nicht nachhaltig. Die Preise für Lebensmittel spiegeln bei Weitem nicht die enormen Kosten für Umwelt, Klima und Gesundheit wider, die vor allem der exzessive Konsum von Fleisch verursacht. Die Preise für Fleisch und Milchprodukte werden daher unweigerlich deutlich steigen, und Menschen werden ihre Ernährung grundlegend umstellen müssen. Die gute Nachricht ist jedoch: Eine solche Transformation der Ernährung würde nicht nur Klima, Umwelt und Gesundheit schützen, sondern auch die Preise für die Grundversorgung wieder reduzieren und sozialer gestalten helfen – wenn Politik und Wirtschaft die richtigen Lehren ziehen.

CO2-intensive Landwirtschaft

Die Produktion von tierischen Lebensmitteln erfordert im Vergleich zu pflanzlichen Lebensmitteln eine sehr viel höhere Intensität von Land und anderen Rohstoffen wie Wasser. Die Hälfte der nutzbaren Landfläche unseres Planeten wird für die Landwirtschaft genutzt. Davon benötigt allein die Fleischproduktion wiederum 77 Prozent, obwohl diese für nur 18 Prozent der Kalorien, also der von Menschen über Lebensmittel aufgenommenen Energie, steht. Die Nahrungsmittelproduktion verursacht weltweit ein Viertel aller Treibhausgase – das ist so viel wie der gesamte Verkehr von Autos, Flugzeugen und Zügen.

Durch eine wachsende Weltbevölkerung, gerade in den Schwellenländern, wird die Belastung für Klima und Gesundheit weiter stark zunehmen. Bei diesem Trend sollte es uns nicht überraschen, daß Fleisch und Milchprodukte deutlich teurer werden müssen. Denn was wir heute für das Kilo Fleisch oder den Liter Milch im Supermarkt zahlen, reflektiert bei Weitem nicht deren monetären wie nicht monetären Kosten für Klima, Umwelt und Gesundheit. Unser Verhalten geht zu Lasten der Generation unserer Kinder und Enkelkinder.

Fleischproduktion verursacht 100 Milliarden Euro Kosten im Jahr

Eine Studie der Boston Consulting Group zeigt, daß die Landwirtschaft in Deutschland jedes Jahr eine Wertschöpfung von 21 Milliarden Euro generiert, das entspricht 0,7 Prozent der Wirtschaftsleistung. Gleichzeitig verursacht sie sogenannte externe Kosten, die sich nicht in den Preisen widerspiegeln, von knapp 100 Milliarden Euro pro Jahr. Dazu gehören etwa Umwelt- und Klimabelastungen und der Verlust von Biodiversität.

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Siehe dazu auch den bereits 1987 (!) im ARD ausgestrahlten Film "Fleisch frißt Menschen" von Wolfgang Korruhn, der leider auf erschütternde Weise noch immer hochaktuell ist!


09.06.2022

In Japan hat die Walfang-Saison begonnen. Zwei Schiffe sollen ab Montag Dutzende der Meeressäuger jagen – aus kommerziellem Interesse.

swr3.de: In Japan sind die Walfänger in die Saison gestartet. Die „Yushin Maru No.3“ hat im Hafen der Stadt Onomichi in der Präfektur Hiroshima abgelegt, schreibt die Zeitung Kyoto Shimbun. Am Mittwoch soll auch das Mutterschiff „Nisshin Maru“ in See stechen.

Die Nisshin Maru verarbeitet und transportiert harpunierte Wale. Beide Schiffe sollen am kommenden Montag mit der Jagd vor der Küste Japans beginnen. Auf der Abschußliste stehen 150 Brydewale und 25 Seiwale. Mitte November kehren die Walfänger nach Hiroshima zurück.

Für was werden kommerziell gefangene Wale gebraucht?

Das Fleisch kommerziell gejagter Wale galt in Japan lange Zeit als Delikatesse. Die amerikanischen Besatzer drängten die hungernden Japaner nach dem zweiten Weltkrieg dazu, Walfleisch zu essen – um genügend Proteine zu bekommen. Heute findet das Fleisch der Wale allerdings kaum noch Abnehmer. Japan behauptet auch, die Bestände der Meeressäuger durch die kommerzielle Jagd nicht in Gefahr geraten zu lassen.

Ein zweites Argument für den Walfang waren lange Zeit „wissenschaftliche Zwecke“. Dafür jagten die japanischen Walfänger in der Antarktis. Nach offiziellen Angaben ist dieser Zweig des Walfangs aber mittlerweile eingestellt.


09.06.2022

Hunderte Millionen kleine Küken werden in Europa jährlich am ersten Tag ihres Lebens getötet – Email-Petition

Männliche Hühnerküken haben aus Sicht der Eierindustrie keinen „Produktionswert“. Und mehrere zehn Millionen weibliche Entenküken gelten in der Foie-Gras-Industrie als „Beiprodukte“, die keinen Profit generieren. Die Tötungen sind vollkommen unnötig, zumal es heute Methoden gibt, mit denen das Geschlecht lange vor dem Schlüpfen der Jungtiere bestimmt werden kann.

Deshalb fordern wir unseren Agrarminister Cem Özdemir dazu auf, sich für ein EU-weites Verbot der grausamen Praxis einzusetzen. Denn aktuell wird die Europäische Tierschutzgesetzgebung überarbeitet. Dadurch ergibt sich eine einmalige Chance für die gesamte EU, das grausame und unethische Kükentöten europaweit endlich zu beenden.

Sie können die Kampagne unterstützen, indem Sie Cem Özdemir direkt zum Handeln auffordern – per Tweet, Email, oder Facebook-Kommentar. Investieren Sie wenige Minuten, um das grausame Kükentöten in Europa endlich zu beenden!

JETZT AKTIV WERDEN (siehe auch das Video im link): www.stopgrindingandgassing.eu


01.06.2022

web.de/magazine: Schauspieler und Tierschützer Hannes Jaenicke appelliert: „Jedem Fleischverzehr geht ein Tötungsakt voraus“

• Hannes Jaenicke setzt seine erfolgreiche Doku-Reihe „Im Einsatz für …“ fort. Jetzt setzt er sich für Schweine ein.
• Im Interview mit unserer Redaktion kritisiert der Schauspieler und Tierschützer insbesondere die Massentierhaltung.
• Er erläutert aber auch, warum Schock-Bilder in Dokus seiner Ansicht nach keine Lösung sind.

Herr Jaenicke, Sie sind in der neuesten Ausgabe Ihrer Doku-Reihe im Einsatz für das Schwein unterwegs. Was hat es damit auf sich?

Hannes Jaeni gibt es seit 2006. Begonnen hatten wir mit eher exotischen Themen wie Regenwald-Vernichtung, Polkappen-Schmelze, Überfischung, Meeresverschmutzung, Wilderei, Elfenbein- und Nashornhandel. In den vergangenen Jahren wollten wir eher Themen mit Deutschland-Bezug in den Vordergrund stellen, etwa das Aussterben deutscher Singvögel, Fischkonsum und Lachsfarmen, die Rückkehr der Wölfe. Es gibt eine wütende Diskussion, ob wir Wölfe abschießen sollten oder nicht. Ob Wölfe unsere Kinder nun fressen oder nicht. Jetzt haben wir einen Film über Massentierhaltung gemacht. Nach all den Skandalen mit Gammelfleisch, Vogelgrippe, Pferde-Lasagne, Tiertransporten und Tönnies fand ich das Thema brisant, und unsere Redaktion hat uns von Anfang an voll unterstützt.

Sie verzichten auf die klassischen Schock-Bilder. Warum?

Weil wir zuallererst mal zeigen wollten, was für ein intelligentes, soziales, lustiges, neugieriges Tier so ein Schweinchen ist. Und wie wenig wir über es wissen, obwohl wir es täglich an der Fleischtheke oder auf unserem Teller sehen.

Lesen Sie den ganzen Artikel HIER


01.06.2022

Erfolg für Tierschützer: Richter stoppt alle Stierkämpfe in der größten Arena der Welt

stern.de: In Spanien und Mexiko gelten sie als Sport und sind nach wie vor sehr beliebt. Jetzt hat ein Richter Stierkampfvorführungen komplett stoppen lassen – ausgerechnet in der größten Arena der Welt.

Zum ersten Mal hat ein Gericht in Mexiko eine Aussetzung eines Stierkampfes angeordnet, nachdem zivile Organisationen jahrelang auf ein Verbot geklagt hatten. Ausgerechnet in der größten Stierkampfarena der Welt dürfen damit vorläufig keine Stierkämpfe mehr stattfinden.

Das Urteil ist ein großer Erfolg für die Tierschützer in Mexiko. Mexiko gilt als eine Hochburg des Stierkampfes. Nun müssen die Organisatoren "die Stierkampfvorführungen in der "Plaza de Toros" in Mexiko-Stadt sowie die Erteilung von Genehmigungen sofort aussetzen", wie das mexikanische Bundesgericht am Freitag urteilte.

Stierkampf: In Teilen Mexikos bereits verboten – in anderen weiterhin "Tradition"

Der Stierkampf wird in Mexiko weiterhin als Sport angesehen und ist nach wie vor in Teilen der Bevölkerung sehr beliebt. In einigen Bundesstaaten wandelt sich der Blick auf Stierkämpfe inzwischen, bisher haben allerdings nur eine Handvoll der 32 Bundesstaaten Mexikos Stierkämpfe verboten.


01.06.2022

Petition für einen Importstopp von PMSG:

Das Magazin FREIHEIT FÜR TIERE vom Brennglasverlag berichtet in seiner aktuellen Ausgabe 3/2022 über „Das Leid der Stuten für Schweinefleisch“:

In den sog. Stutenblutfarmen in Island, Argentinien, Uruguay, China und auch in Deutschland auf dem – mit EU-Fördermitteln unterstützten – Haflingergestüt Meura in Thüringen werden schwangeren Stuten auf grausamer Weise regelmäßig mehrere Liter Blut abgezapft und an die Pharmaindustrie verkauft, Diese stellt daraus das Hormon Pregnant Mare Serum Gonadotropin (PMSG) her. Als Wachstums- und Schwangerschafts-Booster und somit zur Profitmaximierung in der industriellen Fleischproduktion wird es bei Muttersauen eingesetzt, damit sie schneller und zum gleichen Zeitpunkt trächtig werden und somit auch gleichzeitig die Ferkel zur Welt bringen können.

Die Animal Welfare Foundation zusammen mit dem Tierschutzbund Zürich sowie auch die ARD haben über diese blutige und grausame Tierquälerei in dem Dokumentarfilm berichtet, u.z. auf youtube „Island – Land der 5.000 Blutstuten“ und in der ARD Plusminus Reportage vom 1.2.2022 „Warum Islandponys für unser billiges Schnitzel bluten müssen“.

HIER gehts zur Petition für einen Importstopp von PMSG


20.05.2022

Greenpeace warnt: Jede sechste Säugetierart in Europa vom Aussterben bedroht

ots.at: Zum Tag der Artenvielfalt warnt Greenpeace vor rasantem Artensterben: fordert Umsetzung der CBD-Konferenz und starke Artenschutzmaßnahmen bis 2030

Anläßlich des internationalen Tages der biologischen Vielfalt am 22. Mai warnt die Umweltschutzorganisation Greenpeace vor einem Massensterben der Arten in Europa. Jede sechste Säugetierart in Europa ist laut der Weltnaturschutzunion (IUCN) vom Aussterben bedroht, bei mehr als einem Viertel der Säugetiere gehen die Populationen zurück. Auch bei Vögeln sind die Zahlen dramatisch: In den letzten 40 Jahren hat sich die Anzahl von Vögeln in Europa laut einer Studie der Royal Society for the Protection of Birds um 600 Millionen verringert. In Österreich sind 39 Prozent aller Tierarten gefährdet. Greenpeace fordert europäische PolitikerInnen auf, angesichts der Artenkrise endlich zu handeln. Unter anderem müssen mindestens 30 Prozent der Landflächen bis 2030 unter strengem Schutz stehen, so die Umweltschutzorganisation.

„Die Artenkrise hat Europa fest im Griff - und bedeutet weit mehr als das Verschwinden einzelner Tiere. Nimmt die Biodiversität ab, wirkt sich das auf ganze Ökosysteme aus und bedroht letztendlich unmittelbar unsere Lebensgrundlage. Wir müssen jetzt endlich handeln, um die Artenkrise aufzuhalten,” erklärt Lukas Meus, Biodiversitätsexperte bei Greenpeace in Österreich. Laut der Weltnaturschutzunion IUCN sind 1.677 Tier- und Pflanzenarten von insgesamt 15.066 bewerteten Arten in Europa vom Aussterben bedroht. Der Polarfuchs, der Europäische Nerz, die Mittelmeer-Mönchsrobbe, der Nordatlantische Glattwal und der Eisbär gehören zu den am stärksten gefährdeten Säugetieren in Europa. Die Gründe für den Artenverlust sind vielfältig, allerdings hauptsächlich von Menschen verursacht. Dazu gehören die industrielle Landwirtschaft, Waldzerstörung, Verschmutzung der Natur und die Auswirkungen der Klimakrise auf Arten und deren Lebensräume. In Österreich ist jedes zweite Wirbeltier bedroht. 59 Prozent der Lebensraumtypen in Österreich sind von vollständiger Vernichtung bedroht, stark gefährdet oder gefährdet.

Lesen Sie die ganze Presseaussendung HIER


20.05.2022

Tierquälerei wegen Hitze-Streß: Werden Fiaker-Pferde in Wien bald verboten?

rtl.de: Tierquälerei oder nicht wegzudenkender Teil der Wiener Stadtkultur? Seit 2016 bekommen die Pferde ab 35 Grad Hitzefrei. Eine Absenkung auf 30 Grad wird zwar seit Jahren diskutiert, wurde aber noch nie umgesetzt. Geht es nach dem österreichischen Tierschutzminister Johannes Rauch (Grüne), soll es bald gar keine Fiaker mehr in der Stadt geben.

Fiaker-Pferde „aus der Zeit gefallen“

Seit Jahren kämpfen Tierschützer in Wien für bessere Bedingungen für Fiakerpferde. Nun will Tierschutzminister Johannes Rauch von den Grünen durchgreifen. Er äußerte sich öffentlich für ein Verbot von Fiakern in den Innenstädten. Wie der ORF berichtet, findet Rauch – als Gesundheitsminister auch zuständig für Tierschutz – Fiakerpferde "aus der Zeit gefallen". In der ORF-Sendung Wien heute vom Montag antwortete er: "Man sollte sich Gedanken darüber machen, nämlich wirklich aus Gründen des Tierschutzes, ob man ein Pferd diesem Streß aussetzen sollte."

Stadt und Bund schieben sich Verantwortung gegenseitig zu

Ob Rauch ein Verbot der Fiaker-Pferde in Wien durchsetzen könnte, bringt die Frage nach der politischen Zuständigkeit mit sich. Die Stadt Wien hält den Bund für zuständig. Doch der österreichische Verfassungsgerichtshof sieht die Zuständigkeit eher beim Stadtrat Wiens. Denn es gehe "nicht um die bloße Haltung von Pferden", sondern "um eine bestimmte Art des Einsatzes von Pferden", wie es heißt. Und dieser "Einsatz" in Form der Personenbeförderung falle in die Kompetenz der Länder. Anfang Juni wollen sich Bund und Stadt in der Causa nun zusammensetzen.


20.05.2022

Ejiao: Esel für chinesisches „Heilmittel“ getötet – jetzt helfen!

PETA-Petition: Die Grausamkeiten dieser Augenzeugen-Aufnahmen schockieren: Auf chinesischen Farmen schlagen Arbeiter Eseln mit einem Vorschlaghammer auf den Kopf. Einige der Tiere sind zu diesem Zeitpunkt erst 5 Monate alt. Danach wird ihnen die Kehle durchgeschnitten und man läßt sie zum Sterben liegen. Manche Tiere müssen vor diesem schmerzvollen Tod noch eine lange Fahrt zum Schlachthof über sich ergehen lassen.

Die sanftmütigen Esel werden aus einem bestimmten Grund getötet: Ihre Haut wird an führende chinesische Pharmaunternehmen verkauft. Sie wird zu Gelatine verkocht, um daraus „Ejiao” herzustellen – eine traditionelle chinesische „Medizin“, die angeblich die Blutzirkulation verbessern soll.

Bitten Sie den Premierminister von Australien, Scott Morrison, den Export von lebenden Eseln nach China ohne Aufschub zu verbieten!

Petition: Australien soll die grausame Ejiao-Industrie nicht unterstützen.


13.05.2022

WWF: Weniger Fleisch hilft Artenvielfalt

n-tv.de: Fliegen und Autofahren sind selbstverständlich umweltschädlich, aber auch was wir essen, wirkt sich auf unzählige Arten aus. Neue Studiendaten zeigen, wie groß der Einfluß unserer Ernährungsgewohnheiten ist - und welches Potential in einem veränderten Bewußtsein liegt.

Ob umstrittenes Palmöl oder Billigfleisch mit fragwürdiger Klimabilanz - daß bestimmte Lebensmittel nicht gut für den CO₂-Fußabdruck sind, ist weithin bekannt. Wie aber wirkt sich die Durchschnittsernährung der Deutschen auf die biologische Vielfalt aus? Eine neue Studie der Umweltorganisation WWF beleuchtet, welchen Fußabdruck wir mit unserem Speiseplan in Sachen Vielfalt allen Lebens auf dem Land hinterlassen. Das Ergebnis: Was wir essen, hat großen Einfluß auf die Biodiversität - und das nicht nur hierzulande, sondern auch in weit entfernten Regionen.

Der sogenannte Biodiversitäts-Fußabdruck als Wert in der WWF-Erhebung wird relativ komplex berechnet. Grob gesagt geht es darum, wie stark unsere Ernährung dazu führt, daß in Deutschland und rund um den Globus Naturräume mit ihren Tieren und Pflanzen beeinträchtigt werden. In Zahlen stellen sich die konkreten Auswirkungen des Konsums verschiedener Lebensmittel den Daten nach so dar: Mit Abstand den größten Anteil am Fußabdruck haben mit 77 Prozent tierische Erzeugnisse wie Fleisch, Wurst, Eier oder Käse. Nur 23 Prozent resultieren hingegen aus dem Verbrauch pflanzlicher Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Getreide oder Nüsse.

Bei den tierischen Erzeugnissen ist es vor allem der große Flächenbedarf für Futtermittel, der negativ zu Buche schlägt. "Alles, was wir auf dem Teller liegen haben oder einkaufen, wird ja irgendwo produziert und braucht dementsprechend Fläche", sagte Tanja Dräger, Ernährungsexpertin beim WWF Deutschland. Einerseits sei man abhängig von den Leistungen einer intakten Natur, andererseits gefährde man sie aber auch selbst. Daraus, so faßt die Studie zusammen, resultiert: Je höher der Anteil an pflanzlichen Lebensmitteln in der Ernährung, desto kleiner der Biodiversitäts-Fußabdruck, der weltweit verursacht wird.

Verlust an biologischer Vielfalt

Die biologische Vielfalt sehen Experten schon seit längerem im Abwärtstrend: So warnt der Weltbiodiversitätsrat (IPBES), daß etwa eine Million Tier- und Pflanzenarten in wenigen Jahrzehnten aussterben könnten….

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Siehe auch: Pflanzliche Proteine erobern Fleischwirtschaftsmesse IFFA