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Themen

Hier findet sich eine Zusammenfassung unserer vielfältigen politischen bzw. aktionistischen Tierschutz-Tätigkeiten und Petitionen. Es werden jeweils die aktuellen Themen aus unseren Newslettern hinzugefügt, sodaß die Bereiche immer am neuesten Stand bleiben.

 

Sie können hier die chronologische Liste nach verschiedenen Themen, Titeln oder auch Daten filtern.

 

Hierzu zählen z.B. unsere alljährlichen Kampagnen bezüglich der Fohlenmärkte bzw. unsere diesbezüglichen Freikauf- und Vermittlungsaktionen, allgemeine (politische) Tierschutz-Themen, unsere Beteiligung an internationalen Tiertransport- oder Anti-Schächt-Kampagnen, unsere Arbeit für die Verbesserung der Tierschutz-Gesetzgebung für Schweine, Geflügeltiere, Kaninchen und andere Tierarten oder für ein/e Einschränkung/Verbot tierquälerischer Jagdpraktiken. Weiters finden Sie hier Berichte über unsere Auslandsprojekte, wie Streunerhunde in Sri Lanka und Eselhilfe in Ägypten, aber bisweilen auch andere Hilfsaktionen bzw. Petitionen, an denen wir uns beteiligen (z.B. gegen das alljährliche brutale Robben-Massaker in Kanada oder die grausamen Schächtpraktiken beim jährlichen Kurban Bayrami-Opferfest). Zudem bringen wir u.a. alternative Sichtweisen über die von WHO oder anderen "Gesundheits"-Behörden ausgerufene "Seuchen" und Zwangsimpfkampagnen. Darüber hinaus auch kritische Beiträge zu Gentechnik, Patentierung von Leben, EU und Tierschutz sowie allgemein zur EU und der daraus resultierenden - oft absurden - verpflichtenden Gesetzgebung für Österreich.

z.B. 24/09/2021
19.09.2021

Heuer schon 23 Fohlen gerettet

Letzten Freitag war ANIMAL SPIRIT wieder – als einzige Tierschutzorganisation - bei einer Fohlenauktion, nämlich im Salzburger Abtenau: 43 Norikerfohlen wurden dort zur Versteigerung angeboten und auch die meisten der sattsam bekannten Viehhändler waren wieder vor Ort. Pferde-Leberkäse und Bier wurden also in großen Mengen konsumiert. Nach der Vorführung der einzelnen Tiere begann um 11 Uhr die Auktion und trotz der heuer wieder stark gestiegenen Preise konnten wir immerhin 7 davon – also 16,5 % der angebotenen Fohlen – freikaufen! Für alle hatten wir bereits im Vorfeld gute private Plätze organisiert, sechs gingen mit unserem bewährten kleinen Transportunternehmen nach Deutschland, das siebente brachte Dr. Plank selber auf seinen neuen Platz in die Steiermark. Dort darf "Garfield", das erst 5 Monate junge Fuchsfohlen, nun die nächsten Jahre mit etlichen Altersgenossen auf der Fohlenweide verbringen (siehe Fotos).

Die anderen sechs Fohlen waren durchwegs Rappen – 3 Stuten und 3 Hengste – und sind allesamt gut auf ihren neuen Lebensplätzen in Deutschland gelandet. U.a. konnten wir auch die beiden Hengstfohlen am oberen Foto freikaufen, wobei der linke noch dazu eine Transportverletzung beim linken Auge hatte. Mehr zu den Hintergründen der jährlichen „Schlacht“-Fohlen bzw. wie es denen vom letzten Jahr auf ihren neuen Plätzen geht, sehen Sie in unserem aktuellen Folder „1000 Pferdeleben könnten es bald sein“.

Und bereits am kommenden Dienstag (21. September) werden wir wieder auf der Noriker-Hengstfohlen-Versteigerung in Maishofen (Sbg.) sein, und gleich danach nochmals in Tirol für weitere vier Haflinger. Wer noch einen guten Lebensplatz für das eine oder andere Fohlen anzubieten hat oder jemanden weiß, der eines oder zwei per Schutzvertrag übernehmen kann, bitte bald bei tanja@animal-spirit.at oder unter (+43) 02774-29330 melden. Vielen Dank auch allen, die uns bereits bei dieser aufwendigen Rettungsaktion unterstützt haben, aber auch für weitere Spenden sind wir sehr dankbar!


19.09.2021

Delfine-Massaker auf den Färöer-Inseln

sueddeutsche.de: Bei einer traditionellen Jagd auf den zu Dänemark gehörende Färöer-Inseln sind letzten Sonntag mehr als 1400 Delfine in eine Bucht getrieben und getötet worden. Tierschützer sind entsetzt. Nach Angaben des färöischen Rundfunksenders KVF wurden 1482 der Tiere am Sonntagabend im Skálafjord erlegt.

Wie der dänische Rundfunk am Dienstag berichtete, hat die Aktion die lokale Debatte über die traditionsreiche Waljagd erneut in Gang gebracht. Diese Jagd wird als "Grindadrap" bezeichnet und seit Jahrhunderten auf den zum dänischen Königreich zählenden, aber weitgehend autonomen Inseln im Nordatlantik betrieben. Selbst der ehemalige Vorsitzende der färöischen Vereinigung für den Grindwalfang sagte demnach zu KVF, die Tötung einer solch großen Anzahl an Delfinen sei überzogen. Der heutige Leiter der Vereinigung fürchtete um den Ruf der Färöer-Inseln. Es sei an der Zeit, ernsthaft darüber zu diskutieren, ob die Jagd von Delfinen weiterhin zugelassen bleiben sollte.

Tradition aus den Wikingerzeiten

Die Umweltschutzorganisation Sea Shepherd veröffentlichte ein langes Video auf Facebook, auf dem zu sehen war, wie Männer die Tiere aus blutrotem Wasser an einen Strand zogen. Die Organisation sprach von der größten Herde Meeressäuger, die auf den Färöer-Inseln jemals bei einer einzigen Aktion getötet worden sei. Eine Delfinschule sei etwas Schönes, das man bewundern und nicht auf einen blutgetränkten Strand ziehen sollte, schrieb ein Nutzer dazu.

"Die Jagd ist sinnlos und verursachte gemäß Augenzeugenberichten großes Tierleid. Hier wurde eine Grenze überschritten und eine neue Dimension der Jagd erreicht", kritisierte auch die Meeresschutzorganisation OceanCare. Der Walfang geht auf den Färöer-Inseln bis zu den Wikingerzeiten zurück. Die Tiere werden von Schiffen und Booten in eine Bucht getrieben, dort geschlachtet und das Fleisch im Anschluß an die Teilnehmer verteilt. Hauptsächlich werden Grindwale erlegt, aber manchmal auch Delfine. Laut färöischen Zählungen wurden 2020 insgesamt 576 Grindwale sowie 35 Weißseitendelfine getötet. Die Zahl von über 1400 getöteten Delfinen ist also außergewöhnlich hoch.

Proteste gegen die Wal- und Delfin-Massaker können an die Dänische Botschaft in Wien geschickt werden unter vieamb@um.dk.


19.09.2021

Historischer Erfolg für die Tiere!

aerzte-gegen-tierversuche.de: Europäisches Parlament stimmt für einen umfassenden Ausstiegsplan aus dem Tierversuch

Am 15. 9. 2021 hat das EU-Parlament (EP) eine Resolution verabschiedet, die die EU-Kommission auffordert, einen Aktionsplan vorzulegen, um aus dem Tierversuch auszusteigen. Der Plan soll Meilensteine und Zielvorgaben enthalten, um Anreize für Fortschritte beim Ersatz von Tierversuchen durch tierversuchsfreie Methoden zu schaffen. Die Resolution wurde mit der überwältigenden Mehrheit von 667 Stimmen angenommen bei 4 Gegenstimmen und 16 Enthaltungen. Der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche zeigt sich hocherfreut.

Die Verantwortung für den Aktionsplan soll nicht in der Hand weniger liegen, sondern es soll eine hochrangige Taskforce gebildet werden, die verschiedene Generaldirektionen der Kommission und EU-Agenturen an einen Tisch bringt sowie die Mitgliedstaaten und relevanten Interessenvertreter einbezieht. Eine gezielte Förderung tierversuchsfreier Methoden und die Schulung an diesen sind ebenfalls Bestandteil der Forderung.

Fast zehn Millionen Tiere werden jedes Jahr in den Laboratorien der EU in Tierversuchen „verbraucht“ – Affen, Hunde, Katzen, Kaninchen, Ratten, Mäuse und Tiere vieler anderer Arten. Hinzu kommen rund 12 Millionen Tiere, die als „Überschuß“ getötet werden, meist, weil sie nicht die gewünschte gentechnische Veränderung aufweisen. Diese enorm hohe Zahl hat sich in den letzten zehn Jahren kaum geändert.

Das EP erkennt zwar an, daß die EU sich bemüht, Tierversuche zu reduzieren und zu „verfeinern“, aber ein aktiver, koordinierter Ansatz zur Reduzierung und letztendlich vollständigen Abschaffung von Tierversuchen fehlt bisher. Mit der Forderung nach einem EU-weiten Aktionsplan mit ehrgeizigem Zeitplan und einer Liste von Meilensteinen, will das EP den Ausstieg aus dem Tierversuch aktiv vorantreiben.

Umfragen zeigen, daß die Mehrheit der europäischen Bürger ein Ende der Tierversuche wollen. Fast drei Viertel (72%) stimmten zu, daß die Europäische Kommission verbindliche Ziele und Fristen für einen Ausstieg aus dem Tierversuch setzen soll. Dies zeigt auch die aktuelle Europäische Bürgerinitiative „Save Cruelty Free Cosmetics – Für ein Europa ohne Tierversuche“, die innerhalb von nur drei Wochen bereits über 120.000 Unterschriften gesammelt hat.

„Die Abstimmung ist ein historischer Moment für die Tierversuchsgegnerbewegung“, freut sich Dr. med. vet. Corina Gericke, Vize-Vorsitzende von Ärzte gegen Tierversuche. „Die Forderung der europäischen Bürger nach einem Ausstieg aus Tierversuchen und einem Übergang zu humanrelevanter Forschung wurde gehört. Neue fortschrittliche Forschungssysteme dienen nicht nur dem Schutz der Tiere, sondern sind vor allem auch von grundlegender Bedeutung, um die Ziele der Union in Bezug auf den Umweltschutz und die menschliche Gesundheit zu erreichen. Mit der heutigen Abstimmung des Parlaments kommen wir an allen drei Fronten voran“.

 


12.09.2021

Bereits 14 Haflingerfohlen freigekauft

Die heurigen Fohlenfreikäufe haben für ANIMAL SPIRIT letzten Freitag wieder begonnen: In Kitzbühel, wo wir bereits die letzten Jahre sehr gut mit dem dortigen Zuchtverband zusammengearbeitet haben, konnten wir die ersten 14 der bereits von der Zucht ausselektierten Fohlen freikaufen und an ausgesuchte Plätze in Österreich und Deutschland vermitteln. Mittlerweile sind alle – trotz mühsamer Corona-Grenzkontrollen - gut an ihren neuen Lebensplätzen angekommen. Mehr zu den Hintergründen der jährlichen „Schlacht“-Fohlen bzw. wie es ihnen auf deren neuen Plätzen geht in unserem aktuellen Folder.

Den Haflingerfohlen aus dem Bezirk Kitzbühel, geleitet von der langjährigen Obfrau Elisabeth Leitner, geht es jedenfalls den gesamten Sommer über auf der riesengroßen Alm bestens, wie sich Dr. Plank selbst überzeugen konnte und in diesem kurzen Video zu sehen ist. Auf der Sintersbachalm bei Jochberg in Tirol dürfen jeden Sommer bis Mitte September – je nach Wetterlage - auf sagenhaften 600 ha Fläche und ca. 2000 m Höhe gut 100 Haflinger (inklusive ca. 30 Fohlen) in schier unendlicher Freiheit und Unbeschwertheit verbringen. ANIMAL SPIRIT bemüht sich daher jedes Jahr, für möglichst alle dieser wunderschönen Tiere einen guten Platz zu finden. Die beiden Hafifohlen am Bild links (Stenjo und Sternenglanz) sind bereits auf ihrem neuen Traumplatz im Salzburger Land, wo Dr. Plank sie am Freitag hingebracht hat.

In den nächsten Wochen werden wir dann auf den verschiedenen Norikerfohlen-Versteigerungen im Salzburgerland sein – u.a. in Abtenau und Maishofen - und auch nochmals in Tirol für weitere Haflinger. Wer noch einen guten Lebensplatz für das eine oder andere Fohlen anzubieten hat und jemanden weiß, der eines oder zwei per Schutzvertrag übernehmen kann, bitte bald bei tanja@animal-spirit.at oder unter (+43) 02774-29330 melden. Vielen Dank auch allen, die uns bereits bei dieser aufwendigen Rettungsaktion unterstützt haben, aber auch für weitere Spenden sind wir sehr dankbar!


12.09.2021

100 Gründe, 100 Forderungen – Animals‘ Angels liefert Fakten zur Überarbeitung der Tierschutztransportverordnung der EU

OTS: Die Tierschutzorganisation Animals‘ Angels veröffentlicht in dieser Woche ihren Bericht „100 Reasons to Revise Council Regulation EC 1/2005 on the Protection of Animals during Transport“. Der Bericht verbindet die über 20-jährige Erfahrung von Animals‘ Angels bei Tiertransportkontrollen in der EU und weltweit mit den Ergebnissen wissenschaftlicher Studien. In „100 Reasons“ deckt Animals‘ Angels gezielt die Schwächen der EU-Verordnung (EG) Nr. 1/2005 zum Schutz der Tiere während des Transportes auf und stellt über 100 konkrete Forderungen an die derzeit stattfindende Überarbeitung der Verordnung.

Die bestehenden EU-Gesetze sind nicht in der Lage, die transportierten Tiere ausreichend zu schützen. Der größte Mangel der Verordnung: sie schreibt keine absolute Beschränkung der Transportzeit vor. Ihre Umsetzung scheitert auf vielen Ebenen. Trotz positiver Ansätze kann sie das Leiden der Tiere auf den Transporten nicht eindämmen.

In 22 Kapiteln kritisiert Animals' Angels Teile der Verordnung zu Themen wie Transportdauer, Ladedichte, Transportfähigkeit, Temperaturgrenzwerte, amtliche Kontrollen, das Sanktionssystem und vielem mehr. Neben wissenschaftlichen Erkenntnissen greift der Bericht zurück auf unzählige empirische Beispiele und auf Informationen von Akteuren aus erster Hand, wie Veterinär- und Polizeibeamten, Transporteuren, Tierhaltern und Fahrern.

Animals' Angels fordert eine detaillierte Überarbeitung der Verordnung (EG) Nr. 1/2005 mit dem Ziel, den bestmöglichen Schutz der transportierten Tiere zu gewährleisten. Aber die Tierschutzorganisation geht noch weiter: „Wir brauchen ein Umdenken. Die EU-Verträge erkennen Tiere als fühlende Wesen an. Die überarbeitete Verordnung über den Schutz von Tieren beim Transport muß eine moralisch vertretbare Umgangsweise mit Tieren widerspiegeln, die ihr Leben und ihr Leiden als fühlende Wesen respektiert. Das Leben und das Wohl der Tiere muß immer Vorrang haben vor allen wirtschaftlichen Interessen,“ stellt Julia Havenstein, Vorsitzende des Vereins, klar.

Der Bericht zum Herunterladen: www.animals-angels.de/100reasons-pdf


12.09.2021

1. Retten wir die letzten Okapis im Kongo vor den Goldsuchern

regenwald.org: Das Okapi Wildtierreservat ist Lebensraum einer beachtlichen Population bedrohter Okapis. Die Demokratischen Republik Kongo ist das einzige Land, in dem es diese Tierart noch gibt. Doch grassierender Goldbergbau im Unesco-Welterbegebiet – namentlich durch die chinesische Firma Kimia – bereitet größte Sorge.

Appell an den Präsident und Ministerpräsident der Demokratischen Republik Kongo: „Stoppen Sie illegalen Goldbergbau im Okapi Wildtierreservat“:

Lediglich 30.000 Okapis leben noch in freier Wildbahn – und ihr Habitat schrumpft unaufhaltsam. 5.000 der verbliebenen Tiere sind in der Okapi Wildlife Reserve daheim, wo man viele weitere bedrohte Arten wie etwa Schimpansen und 376 Vogelarten beobachten kann. Die Demokratische Republik Kongo ist eines der Länder mit der höchsten Artenvielfalt und trägt daher eine besondere Verantwortung, seine Wälder zu schützen, die im Kampf gegen die Klimakrise von essentieller Bedeutung sind.

Lesen Sie den ganzen Appell HIER

2. Unterstützen Sie die EU-Bürgerinitiative „Stop finning“ (Abtrennen und Handel von Haiflossen)

Obwohl das Abtrennen von Flossen an Bord von EU-Schiffen und in EU-Gewässern verboten ist und Haie mit natürlichen Flossen angelandet werden müssen, gehört die EU zu den größten Exporteuren von Flossen und ist ein bedeutender Transitknotenpunkt für den weltweiten Handel mit Flossen.

Die EU ist ein wichtiger Akteur beim Haifischfang, und da auf See nur wenige Inspektionen stattfinden, werden Flossen weiterhin illegal zurückbehalten, umgeladen oder in der EU angelandet.
Wir wollen den Handel mit Flossen in der EU beenden, einschließlich der Ein-, Aus- und Durchfuhr von Flossen, die sich nicht natürlich am Körper des Tiers befinden.
Da das Abtrennen der Flossen („Finning“) wirksame Erhaltungsmaßnahmen für Haie verhindert, beantragen wir, die Verordnung (EU) Nr. 605/2013 auch auf den Handel mit Flossen auszudehnen und fordern die Kommission daher auf, eine neue Verordnung zu erarbeiten, mit der das Kriterium der „natürlich am Körper vorhandenen Flossen“ auf den gesamten Handel mit Haien und Rochen in der EU ausgeweitet wird.


12.09.2021

Zum Abschluß ein sehr berührendes kurzes Video mit wunderschönen liebevollen Mensch-Tier-Szenen und Musik (ohne Text):

„I´ll never eat animals again…“ (Ich werde niemals mehr Tiere essen)


01.09.2021

Unsere Fohlenrettungen beginnen nächste Woche

Bereits nächste Woche fahren wir erstmals wieder nach Tirol, um die ersten 14 Haflingerfohlen freizukaufen. Sie wurden bereits im Vorfeld von der Zucht ausselektiert und somit wäre ihr weiteres Schicksal mehr als ungewiß – eben schlimmstenfalls einer der Viehhändler und/oder der italienische Schlachthof. Für alle 14 haben wir bereits gute private Plätze in Österreich und Deutschland organisiert, wohin sie gleich direkt – per Schutzvertrag – gebracht werden. Siehe dazu auch nochmals unsere OTS-Presseaussendung. Untertitel: „Wir versuchen heuer, das 1000. Fohlen freizukaufen!“

So hoffen wir – mithilfe vieler ÜbernehmerInnen und SpenderInnen – heuer das eintausendste freikaufen zu können! Mehr dazu in unserer aktuellen Aussendung „Tausend Pferdeleben könnten es bald sein“.

Wenn also auch Sie einen guten Lebensplatz (gegen Schutzvertrag) für ein oder mehrere Haflinger- oder Norikerfohlen anbieten können, melden Sie sich bitte umgehend bei uns im Büro unter (+43) 02774-29330 oder unter tanja@animal-spirit.at dafür an. Herzlichen Dank im Namen der Fohlen!

Und auch über jede finanzielle Hilfe für die Fohlenfreikäufe sind wir sehr dankbar!


01.09.2021

Fleisch zu 97 % aus Massentierhaltung

tierschutzbuero.de: Ob vom Discounter, Supermarkt, dem “Metzger des Vertrauens” oder im Restaurant serviert – Fleisch kommt in der Regel aus Massentierhaltung. Oft wird das Fleisch in dem Glauben gekauft, das Tier habe es schon besser gehabt. Dort wisse man ja, wo es herkomme. Doch der Marktanteil der Massentierhaltung liegt bei rund 97 %.

Somit stammt das Fleisch – egal, wo es gekauft wurde – mit unglaublich hoher Wahrscheinlichkeit von einem Tier, das in Massentierhaltung gelebt hat. Dort haben Tiere keinen Zugang zur frischen Luft und sie sind mit vielen Artgenossen auf engstem Raum eingesperrt – bei Hühnern in der Mast sind Ställe mit zehntausenden Tieren üblich. Das führt dazu, daß sie sich kaum bewegen können. Die wenigen Schritte, die sie machen können, gehen sie auf hartem Boden. Schweine und Rinder leben meist auf Spaltenböden aus Beton. Bei Hühnern und Puten wird zwar eine dünne Einstreu zu Beginn der Mast aufgetragen, die sich aber im Laufe der Zeit mit den Exkrementen mischt und naß wird. Dann reizt das Ammoniak die Atemwege und Augen der Vögel.

Die Folgen der Haltung

Diese grausamen Bedingungen hindern die Tiere an ihren vielfältigen Bedürfnissen, etwa nach Rückzugsorten, Bewegung, Beschäftigung, Nahrungssuche, der Pflege von Freundschaften und Familie und vieles mehr. Streß und Frust sind die Folgen, wodurch die Tiere sich gegenseitig verletzen. Immer wieder zeigen Recherchen Schweine mit angebissenen Ohren und Ringelschwänzen sowie Hühner, Puten und Enten, die kaum noch Federn am Körper haben und blutig gepickte Wunden aufweisen. Doch auch die Haltung selbst verursacht Verletzungen und damit schreckliche Schmerzen für die Tiere: Sie rutschen auf dem Spaltenboden aus und verletzen sich, bekommen Abszesse und Wunden entzünden sich. Durch die schnelle Gewichtszunahme kommt es zu weiteren Verletzungen. Tiere sind für ein solch lebensfeindliches System nicht gemacht.

Tierleid beenden

Tiere leiden und sterben für Fleisch – egal, von wo es gekauft wurde. Der Kauf aus besser geglaubter Haltung macht für das Tier keinen Unterschied. Selbst für die wenigen Tiere, die tatsächlich in Bio-Betrieben gehalten werden, endet das Leben viel zu früh im Schlachthof. Statt dessen gibt es nur einen Weg, der die im System der Tierindustrie einkalkulierten Qualen für die Tiere zu beenden: Indem Menschen aufhören, sie zu essen und sie zu nutzen. Dazu kann jede Person beitragen…

Mehr zum Thema auch in unserer (leider immer noch aktuellen) ANIMAL SPIRIT-Broschüre „Nimm bitte das Tier vom Tisch“


01.09.2021

Afghanische TS-Orga versuchte gerettete Haustiere aus Kabul zu evakuieren - erfolglos!

nypost.com: (Übersetzung aus dem Englischen): Eine in Kabul ansässige Tierrettungs-Orga versuchte, Dutzende von Hunden und Katzen aus dem von den Taliban kontrollierten Gebiet zu holen, bevor die amerikanischen Truppen abreisten, aber sie durften nicht in Militärflugzeuge, schrieb die „Society for the Prevention of Cruelty to Animals International“ in einer Pressemitteilung .

Die Kleintierrettung Kabul, eine Tierklinik und Rettungs-Orga in der afghanischen Hauptstadt, hatte mindestens 130 Hunde und eine zusätzliche Anzahl Katzen in ihrer Obhut, konnte sie jedoch nicht aus dem Land bringen, als zahlreiche private Charterflugzeuge keinen Zugang zum Flughafen erhalten haben. „Die meisten KSAR-Hunde mußten am 30. August auf dem Flughafen freigelassen werden, als der Flughafen evakuiert wurde – einst gerettete Tierheimhunde wurden so zu obdachlosen Streunern“, schrieb SPCAI in der Pressemitteilung.

„Sie erhielten keinen Zugang zu dem Flug, den wir gesichert hatten, um sie aus dem Land zu transportieren. Sie befinden sich innerhalb des Flughafens in einem Bereich, der für die Unterbringung von Mitarbeitern am anderen Ende der Fluglinie genutzt wird. Wir konnten die Zahl der freigelassenen Hunde nicht bestätigen“, fuhr die Organisation fort.

So wurden Dutzende Hunde und Katzen nicht auf einen der letzten Militärflüge aus Kabul zugelassen – ihr weiteres Schicksal ist nun völlig ungewiß….

Lesen Sie den ganzen (englischen) Artikel HIER


24.08.2021

Unsere Fohlenrettungen starten demnächst wieder

Wie jedes Jahr um diese Zeit – gegen Ende des Sommers – bereiten wir uns auch heuer wieder intensiv auf die Fohlenrettungs-Aktion vor. Wir haben dazu gerade eine OTS-Presseaussendung versandt – siehe HIER. Untertitel: „Wir versuchen heuer, das 1000. Fohlen freizukaufen!“ Will heißen, wir haben in den letzten 18 Jahren bereits über 950 Fohlen retten können und hoffen heuer – auch durch Ihre Hilfe – das eintausendste freikaufen zu können! 1000 gerettete Fohlen! Eine riesige Pferdeherde! Siehe auch unsere aktuelle Aussendung „Tausend Pferdeleben könnten es bald sein“.

Aber es zählt jedes einzelne Fohlenleben und wir haben es in der Hand. Wenn ich manchmal zu hören bekomme, „nett gemeint, aber es ändert sich ja doch nichts“, dann kann ich nur den Kopf schütteln und sagen: für jedes freigekaufte Fohlen ändert sich alles. Denn es darf weiterleben! Es wird nicht gemästet und nicht am Schlachthof umgebracht. Es kommt zu lieben Menschen und darf glücklich sein.

Unsere Arbeit zeigt Wirkung. Durch Öffentlichkeitsarbeit wissen heute mehr Menschen über das Schicksal der „überzähligen“ Noriker- und Haflingerfohlen Bescheid. Auch die Situation auf den Märkten ist tierfreundlicher geworden, weil viele TierschützerInnen da sind. Wir machen Druck und bereits Anfang September fahren wir los – zuerst nach Tirol, dann nach Salzburg.

Wenn auch Sie einen guten Lebensplatz (gegen Schutzvertrag) für ein oder mehrere Haflinger- oder Norikerfohlen anbieten können, melden Sie sich bitte umgehend bei uns im Büro unter (+43) 02774-29330 oder unter tanja@animal-spirit.at dafür an. Herzlichen Dank im Namen der Fohlen!

Und bitte unterstützen Sie die Fohlenfreikäufe wieder mit einer Spende. Herzlichen Dank!


24.08.2021

Beitrag auf facebook: Passend zum Thema Pferde-Ausbeutung: Tierquälerische Eisentrense!

Beim genauen Hinsehen sieht man auf diesem Bild eine Eisentrense – quasi ein Folterwerkzeug - im Maul des Pferdes. Sie scheint aber dem überheblich lächelnden Mann nicht zu genügen, sein Pferd unter Kontrolle zu halten. Die zusätzliche Möglichkeit zur Schmerzeinwirkung durch die eiserne Führkette über der Nase – an einem zusätzlichen Stallhalfter angebracht – reicht scheinbar immer noch nicht. Und jetzt beginnt eine Tierquälerei in höchstem Maße: Ein Seil in der Verbindung eines Flaschenzuges, mit dem der Druck verdoppelt werden kann, preßt gegen das Zahnfleisch des Oberkiefers, eine neue Variante, um die schmerzstummen Tiere zu unterjochen. Der Gipfel der Tierquälerei ist noch das Festbinden der Zunge am Unterkiefer, damit dem Pferd die allerletzte Möglichkeit genommen wird, dem Schmerz auszuweichen…

Das sind die hochmotivierten Leute, ihre Tiere zu Sportgeräten degradieren und die sich noch nie mit der Psyche und Verhaltensweise der Pferde beschäftigt haben, wie es z.B. beim gewaltfreien RAI-Reiten (www.rai-reiten.de) praktiziert wird.


24.08.2021

Eselrettung in Pakistan

Abschließend noch ein berührendes Video einer - vielleicht etwas „ver-rückten“ - Amerikanerin über eine Eselrettung in Pakistan, wo - wie in vielen islamischen Ländern - nicht nur Frauen, sondern v.a. auch Tiere keinen Wert haben. Esel werden dort einfach ausgesetzt, wenn sie keine Leistung mehr bringen. Die Hufpflege wird ebenfalls vernachlässigt, und das ist keine Frage von arm oder reich. ANIMAL SPIRIT kennt das von seinem Eselprojekt in Ägypten...

 Es ist erschütternd, daß gerade diese duldsamen, freundlichen und klugen Esel so schlecht behandelt werden. Aber dieser eine hier hatte großes Glück…:

https://youtu.be/qi2yKf0bxFI


18.08.2021

Nächste Fohlenauktionen starten demnächst wieder

Während sich ANIMAL SPIRIT bereits wieder auf die kommenden Fohlen-Auktionen vorbereitet, die schon Anfang September starten werden (siehe auch unser neues mailing „Tausend Pferdeleben könnten es bald sein“), nimmt die Pferdezüchterei immer perversere Formen an. So war kürzlich in der „Pferderevue“ folgendes zu lesen: „Deutschlands erste reine Embryonen-Auktion startet“ . Das Westfälische Pferdestammbuch ist der erste deutsche Zuchtverband, der bei seiner aktuellen Auktion nur Embryonen anbietet.

Noch bis 26. Juli kann auf die teils momentan tiefgefrorenen Embryonen geboten werden. Aber welche Technologien stecken überhaupt hinter diesen modernen Zuchtmethoden? Am 26. Juli geht in Deutschland eine züchterische Premiere über die Bühne: Das Westfälische Pferdestammbuch veranstaltet eine Auktion, bei der ausschließlich Embryonen versteigert werden. Zwölf ungeborene Fohlen, die die Genetik von Spitzenhengsten und sportlich geprüften Mutterstuten in sich tragen, sollen dabei ihre zukünftigen BesitzerInnen finden. Sechs davon sind bereits in Empfängerstuten, Leihmüttern, implantiert, zwei werden durch ihre biologischen Mütter ausgetragen und vier stehen tiefgefroren zum Verkauf. Wer einen der Springpferde-Embryos ersteigern möchte, kann ab sofort sein Gebot online auf der Website des Westfälischen Pferdestammbuchs abgeben.

Embryonentransfer – Wie funktioniert das eigentlich?
Lesen Sie den ganzen Artikel HIER

PS: Wer noch gute Lebensplätze für unsere freigekauften Haflinger- und Norikerfohlen anbieten kann, bitte gleich bei tanja@animal-spirit.at oder unter (+43) 02774-29330 melden!


18.08.2021

Fleischkonsum zerstört Regenwälder

wildbeimwild.com: Jedes Jahr werden durchschnittlich 10 Millionen Hektar Wald zerstört, hauptsächlich durch die Landwirtschaft.

Die Rinderproduktion verdrängt mit Abstand am meisten Wald.

Gemäß einem im Juli 2021 veröffentlichten WWF-Bericht reichen die heutigen Maßnahmen der Unternehmen nicht aus, um die Zerstörung der wertvollsten Ökosysteme der Welt aufzuhalten. Wälder, Savannen und Grasland verschwinden weiterhin in rasendem Tempo.

Während das zunehmende öffentliche Bewußtsein die Unternehmen zum Handeln gedrängt hat – und diese viele freiwillige Verpflichtungen eingegangen sind – stellt der Bericht fest, daß dieser Fortschritt nicht die gewünschte Wirkung zeigt: Nur 41-46 % der Unternehmen berichten über den Fortschritt bei der Erfüllung ihrer Verpflichtungen und nur 55 % haben die Ziele erreicht, was die Umsetzungslücke verdeutlicht. Darüber hinaus sind Verarbeiter und Händler, also die Teile der Lieferkette, die den größten Einfluß auf positive Veränderungen haben, bisher die wenigsten Verpflichtungen eingegangen.

Zwischen 2001 und 2015 trug die Produktion von Agrarrohstoffen zu 39 % des weltweiten Verlusts von Baumbestand bei. Jedes Jahr werden durchschnittlich 10 Millionen Hektar Wald zerstört, hauptsächlich durch die Landwirtschaft. Der Bericht beleuchtet vier Schlüsselrohstoffe, darunter Soja, Palmöl, Rindfleisch und Holzfaserplantagen, die im Mittelpunkt der CGF-Verpflichtung zur Null-Netto-Waldrodung im Jahr 2010 standen. Der Zusammenhang zwischen diesen Rohstoffen und den führenden Abholzungs- und Umwandlungsfronten ist auffällig. Die Analyse zeigt, daß die Rinderproduktion mit Abstand am meisten Wald verdrängt und zwischen 2001 und 2015 für 37 % der landwirtschaftlich bedingten Entwaldung verantwortlich ist. Sie ist zusammen mit der Sojaproduktion die führende Kraft hinter der Umwandlung von Grasland und Savannen, z.B. in Lateinamerikas Chaco und Cerrado Regionen. Soja ist der Rohstoff, bei dem sich die wenigsten Unternehmen zu einem Verzicht auf Abholzung und Umwandlung verpflichtet haben. Der WWF möchte dies besonders im Vorfeld des Ende Juli stattfindenden Vorgipfels des UN Food Systems Summit hervorheben, der zum Handeln auf allen Ebenen des Nahrungsmittelsystems aufruft, um die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) bis 2030 zu erreichen.

Freiwillige Selbstverpflichtungen von Unternehmen sind zwar entscheidend, reichen aber nicht aus, um den erforderlichen Wandel voranzutreiben. Der Bericht fordert mehr Führung, Transparenz, Rückverfolgbarkeit und Verifizierung durch Unternehmen, Käufer sowie Produzenten. Dies neben einer starken staatlichen Gesetzgebung, um abholzungs- und umwandlungsfreie Lieferketten zu gewährleisten. Weiter braucht es Verpflichtungen von Finanzinstitutionen, um einen systemischen Wandel voranzutreiben.


18.08.2021

England vor Fuchsjagd-Saison: „Blutsport“ oder nützliches Vergnügen?

rnd.de: Wenige Traditionen in Großbritannien sorgen für so leidenschaftlichen Streit wie die Fuchsjagd. Einen „Blutsport” sehen die Gegner darin.

Kläffend jagen Hunde an Hecken vorbei, ein Fuchs läuft durch Wiesen und Felder davon, ihm auf den Fersen eine Horde Reiter in leuchtend roten Jacken. Jahrhundertelang ein vertrautes Bild in britischen Landstrichen. Auch in diesem Jahr werden bald wieder die Jagdclubs ausschwärmen. Doch statt einem Fuchs rast die Meute einer Geruchsspur hinterher - die Hetzjagd auf lebende Tiere ist seit 2005 in England verboten. Tierschützern aber geht das nicht weit genug. Sie fordern schärfere Gesetze: „Die Fuchsjagd ist ein brutaler Blutsport, der in die Geschichtsbücher gehört“, sagt Chris Luffingham von der Organisation League Against Cruel Sports.

Das Problem aus Sicht des „Bunds gegen grausame Sportarten“, wie die deutsche Übersetzung lautet: Indem die abgerichteten Hunde einer künstlichen Fuchsspur folgen, stöbern sie immer wieder echte Füchse auf - und hetzen sie entgegen der Gesetze zu Tode. In jeder Saison würden zahlreiche Fälle gemeldet, so die Jagdgegner und fordern Haftstrafen zur Abschreckung.

Organisation setzt Erlaubnis zum Trail Hunting aus

Doch die Jäger stehen mittlerweile heftig unter Druck. Während der jüngsten Saison enthüllte der Sender ITV, dass bei einem Webinar führende Mitglieder eines Jagdclubs zugegeben hatten, Trail Hunting diene nur dazu, die tatsächliche tödliche Jagd auf Wildtiere zu verschleiern - exakt der Vorwurf, den Tierschützer stets erheben.

Als Konsequenz hat nun unter anderem die Organisation National Trust, die zahlreiche Naturschutzgebiete betreut, die Erlaubnis zum Trail Hunting ausgesetzt. Man wolle in einer „stark polarisierten und leidenschaftlichen Debatte“ alle Positionen in Ruhe abwägen.

Zunächst aber wird weiter zum Halali geblasen. Schon Ende August startet das sogenannte Cubbing, bei dem junge Hunde trainiert wurden. Einst wurden sie dabei auf unerfahrene Jungfüchse gehetzt, nun gilt es auch für sie, Spuren zu folgen. Jagdgegner kritisieren aber auch diese Praxis scharf. Es wird wohl nicht das letzte Mal sein, daß Tierschutz und Tradition in Großbritannien um die Deutungshoheit ringen.


11.08.2021

Pferde zu Sportgeräten degradiert: Olympischer Reitsport als „Gipfel der Tierquälerei“

Nach dem Skandal um den Olympischen Fünfkampf, wo auf ein gestreßtes, sich verweigerndes Pferd von einer deutschen Springreiterin eingeprügelt wurde (siehe u.a. HIER), hier ein Interview mit der PETA-Expertin zum Reitsport generell in der Frankfurter Rundschau:

fr.de: Ob Springreiten, Vielseitigkeit oder Dressur. Professioneller Reitsport ist Tierquälerei – sagt Expertin Jana Hoger von Peta Deutschland.

Tokio – Kaum ein Sport, bei dem Deutschland so erfolgreich ist wie beim Reiten. Auch bei Olympia 2021 feierte das deutsche Team mehrere Medaillen. Doch der Reitsport ist umstritten, der Vorwurf der Tierquälerei gegen die AthletInnen scheint allgegenwärtig.

Ob nun das Glück der Erde auf dem Rücken der Pferde liegt, oder ob dort ein Mensch gar nichts zu suchen hat, darüber spricht die FR mit Jana Hoger, Expertin der Tierrechtsorganisation Peta Deutschland e. V.

Frau Hoger, sollte man überhaupt auf Pferden reiten?

Der Körper eines Pferdes ist nicht dafür gemacht, Menschen oder andere große Lasten zu tragen. Reiten bedeutet, daß ein Mensch entscheidet, sich auf den Rücken eines Pferdes oder Ponys zu setzen. Durch Reiten im falschen Sitz, großes Gewicht oder unnatürliche Bewegungen können bei den Tieren beispielsweise Rückenerkrankungen wie „Kissing Spines“ hervorgerufen werden.

Also am besten gar kein Reitsport?

Peta steht dem Pferdesport allgemein kritisch gegenüber, weil die Bedürfnisse der Tiere meist unberücksichtigt bleiben. Wenn also überhaupt geritten wird, dann sollten die natürlichen Bewegungsabläufe des Pferdes berücksichtigt werden und auf „Hilfsmittel“ wie scharfe Gebisse, Peitschen und Gerten gänzlich verzichtet werden. Wer sein Pferd liebt, sollte versuchen, den engen Kontakt zu dem Tier nicht über Reiten aufzubauen, sondern durch zahlreiche andere Möglichkeiten: Bodenarbeit, Spaziergänge oder spielerische Übungen.

Sie würden aber zustimmen, daß der Reitsport positive Effekte auf das Verhältnis zwischen Mensch und Tier haben kann?

Ja, wenn der Kontakt auf Augenhöhe geschieht. Pferde sind sensitive und sehr intelligente Tiere. Sie befreunden sich „mit ihrem Menschen“ eng, und sind auch für uns sehr gute Lehrmeister für Körpersprache. Gerade Kinder können so ein gesundes Mensch-Tier-Verhältnis aufbauen. Indem sie die Tiere von der Weide holen, sie putzen und pflegen. Aber auch dafür muß kein Pferd geritten werden.


03.08.2021

Liebe TierfreundInnen,

erstmals möchten wir Sie auf ein Streunerkatzenprojekt in Brasilien aufmerksam machen, von dem wir – v.a. wegen der Corona-Krise – dringend um Hilfe gebeten wurden. Denn es hat sich offenbar mittlerweile bis nach Brasilien herumgesprochen, daß die UnterstützerInnen von ANIMAL SPIRIT ein Herz für Tiere in Not haben. Von dort, genau aus Salvador da Bahia, hat uns kürzlich ein dramatischer Hilferuf erreicht. Es geht um immer mehr Straßenkatzen. Die Menschen in den ärmeren Stadtvierteln werden mit der Streunerpopulation nicht mehr fertig, die als Folge der Corona-Krise in rasendem Tempo gewachsen ist.

Wir haben uns genau angehört, was die TierschützerInnen vom Verein Bichanada berichtet haben (eine Mitarbeiterin unseres fundraising-Teams kennt diese engagierten Menschen persönlich). Sie sind mit vollem Engagement dabei und haben schon eine gute Basis geschaffen, den Katzen und Menschen zu helfen. Es fehlt aber wie oft leider am Geld.

Bitte lesen Sie in unserem neuen Folder "Immer mehr Katzen in Salvador da Bahia", warum die Situation so schlimm geworden ist und unterstützen Sie uns mit einer Spende. Die Zahl der Katzen muß durch Kastrationen wieder kleiner werden, Impfungen sollen sie auch wieder gesünder erhalten. Es ist wichtig, das sofort anzugehen, damit die Stimmung in der Bevölkerung nicht weiter gegen die Katzen kippt. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Mit freundlichen Grüßen,
Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann


03.08.2021

Heftige Proteste beim heurigen Schächt-Opferfest in Laaben:

Beim vergangenen islamischen Schächt-Opferfest gab es wieder heftige und lautstarke Proteste, u.a. in Laaben, der Heimatgemeinde von ANIMAL SPIRIT (wir haben im Vorfeld mehrfach darüber berichtet). Über unsere Aktionen berichteten u.a. die NÖN in verschiedenen Ausgaben (zB. HIER bzw. HIER) sowie die Zeitung ÖSTERREICH.

ANIMAL SPIRIT war 3 Tage lang mit 2 Transparenten vor Ort (siehe Fotos). Bei der größeren Kundgebung am 22.7.2021, direkt vor dem Schächt-Hof des türkischstämmigen Nihat Özay, war auch der Verein RespekTiere vertreten. Bereits im letzten Jahr wurden auf diesem Hof massive Tierschutzverstöße festgestellt und angezeigt (siehe HIER), u.a. durch ein anonym zugespieltes Video (siehe https://youtu.be/K876GNoPG1k) von einem illegal durchgeführten Schächtvorgang an einem Rind, ohne Tierarzt und vorgeschriebener Betäubung nach dem Schächtschnitt.

Solange diese bestialische und völlig sinnlose Tierquälerei anhält und weiterhin (teilweise) erlaubt ist, werden wir nicht lockerlassen, und auch die nächsten Jahre immer wieder mit Protesten und Presseaussendungen darauf aufmerksam machen, bis die Politik endlich ein ausnahmsloses Verbot dieser Barbarei erläßt. Immerhin ist das ja explizit in der EU möglich (siehe https://www.ots.at/redirect/dw) und haben es auch europäische Länder wie Norwegen, Schweden, Dänemark, Schweiz, Holland, Polen, Island und Liechtenstein vorgemacht, wo betäubungsloses Schächten bereits verboten ist!


03.08.2021

Zum Abschluß noch ein sehr erquickendes Video über die unbändige Freude der Ferkel beim Geduschtwerden!

https://youtu.be/qVlY-8VLU_o