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Themen

Hier findet sich eine Zusammenfassung unserer vielfältigen politischen bzw. aktionistischen Tierschutz-Tätigkeiten und Petitionen. Es werden jeweils die aktuellen Themen aus unseren Newslettern hinzugefügt, sodaß die Bereiche immer am neuesten Stand bleiben.

 

Sie können hier die chronologische Liste nach verschiedenen Themen, Titeln oder auch Daten filtern.

 

Hierzu zählen z.B. unsere alljährlichen Kampagnen bezüglich der Fohlenmärkte bzw. unsere diesbezüglichen Freikauf- und Vermittlungsaktionen, allgemeine (politische) Tierschutz-Themen, unsere Beteiligung an internationalen Tiertransport- oder Anti-Schächt-Kampagnen, unsere Arbeit für die Verbesserung der Tierschutz-Gesetzgebung für Schweine, Geflügeltiere, Kaninchen und andere Tierarten oder für ein/e Einschränkung/Verbot tierquälerischer Jagdpraktiken. Weiters finden Sie hier Berichte über unsere Auslandsprojekte, wie Streunerhunde in Sri Lanka und Eselhilfe in Ägypten, aber bisweilen auch andere Hilfsaktionen bzw. Petitionen, an denen wir uns beteiligen (z.B. gegen das alljährliche brutale Robben-Massaker in Kanada oder die grausamen Schächtpraktiken beim jährlichen Kurban Bayrami-Opferfest). Zudem bringen wir u.a. alternative Sichtweisen über die von WHO oder anderen "Gesundheits"-Behörden ausgerufene "Seuchen" und Zwangsimpfkampagnen. Darüber hinaus auch kritische Beiträge zu Gentechnik, Patentierung von Leben, EU und Tierschutz sowie allgemein zur EU und der daraus resultierenden - oft absurden - verpflichtenden Gesetzgebung für Österreich.

z.B. 28/01/2022
26.01.2022

EU: Lahmer Abschlußbericht zu Tiertransporten

provieh.de: Das EU-Parlament hat am 20.1.22 den Abschlußbericht des Untersuchungsausschusses zu den Gesetzesverstößen bei Tiertransporten angenommen. In der zugehörigen Aufforderung des Parlamentes an die Kommission fehlen allerdings zentrale Aspekte zum Schutz der Tiere bei Transporten: So dürfen weiterhin Lebendtierexporte in Hochrisikostaaten stattfinden, auch eine generelle zeitliche Beschränkung von Transporten wurde nicht angenommen. Ein Mindesttransportalter von 28 Tagen für Kälber sowie eine Beschränkung von Transporten hochträchtiger Tiere auf vier Stunden sind nur winzige Schritte für den Tierschutz. 

„Der Bericht des Untersuchungsausschusses zeigt deutlich: Lebendtierexporte werden zum Teil illegal durchgeführt, tierschonend sind sie jedoch selbst bei Einhaltung aller aktuellen Gesetze nicht. Die Forderungen aus dem Ausschuß waren zwar nicht weitreichend genug, gingen grundsätzlich aber in die richtige Richtung. Was das Parlament jetzt jedoch daraus gemacht hat, ist wirklich bitter!“ so Patrick Müller PROVIEH. 

18 Monate lang hatte der „Untersuchungsausschuß im Zusammenhang mit dem Schutz von Tieren beim Transport“ des Europäischen Parlamentes getagt, dabei ExpertInnen aus Behörden, von NGOs und der Wirtschaft aus vielen Ländern gehört und Berichte ausgewertet sowie Reisen zu verschiedenen neuralgischen Punkten im Zusammenhang mit Lebendtierexporten unternommen. Der Bericht liefert zunächst eine sehr gute Analyse der bestehenden Probleme. So wird darin von „systematischen Gesetzesverstößen“ beim Transport lebender Tiere gesprochen. In dem Bericht wird weiterhin festgestellt, daß bestehende Gesetze in verschiedenen EU-Staaten sehr unterschiedlich und dabei häufig völlig unzureichend umgesetzt werden. Heute hat das Parlament über den Ausschußbericht sowie eine daraus hervorgehende Empfehlung an die Kommission abgestimmt. 

Die nun vom Parlament in Teilen angenommene Ausschußempfehlung sieht vor, die Transportzeit für Schlachttiere auf acht Stunden zu begrenzen. Diese Einschränkung ist jedoch für die meisten transportierten Tiere unwirksam, da sie als „Zuchttiere“ deklariert werden. Für diese wird es auch keine weiteren zeitlichen Beschränkungen geben, sie dürfen weiterhin bis zu 29 Stunden ohne Abladen und damit ohne echte Ruhepause transportiert werden. Der Ausschuß forderte darüber hinaus, Kälber erst ab einem Alter von 35 Tagen und hochträchtige Kühe gar nicht mehr zu transportieren. Hier hat sich das Parlament nicht zu einer Zustimmung im Sinne des Tierschutzes durchringen können, sondern die fachliche Ausarbeitung des Ausschusses abgeschwächt. So sollen hochträchtige Kühe weiterhin bis zu vier Stunden transportiert werden, Kälber bereits ab dem 28. Lebenstag. 

„Der Beschluß des EU-Parlaments ist leider sehr dürftig. Acht Stunden beim Transport müssen für alle Tiere das absolute Maximum sein, tragende oder nicht abgesetzte Tiere dürfen überhaupt nicht transportiert werden. Selbst die grausamen Lebendtierexporte in Hochrisikostaaten werden nicht gestoppt. Statt lebender Tiere sollten primär Fleisch, Sperma oder Embryonen transportiert werden. Und diese Regeln müssen endlich auch in allen Mitgliedsstaaten der EU wirksam umgesetzt werden!“ so Patrick Müller abschließend. 


26.01.2022

PETITION: Ocean Care fordert Ende der Delphin-Massaker auf den Färöer-Inseln

oceancare.org: Stoppt die Tötung von Walen und Delphinen auf den Färöer-Inseln!

Am 12. September 2021 verloren auf den Färöer-Inseln mehr als 1.428 Weißseitendelphine und Dutzende Jungtiere in einer einzigen Massentötung ihr Leben. Es war dies die größte Delphinjagd in der Geschichte des Archipels und vielleicht sogar weltweit die größte Zahl an Delphinen, die jemals in einer einzigen Jagd getötet wurden. Dies geschah in europäischen Gewässern, vor den Toren der Europäischen Union, wo diese Meeressäuger den höchsten Schutzstatus haben und vorsätzliche Tötungen verboten sind. Damit haben die Färöerer eine Grenze überschritten, die wir nicht akzeptieren können.

Gemeinsam fordern wir ein Ende der Treibjagd!

Adressat: EU-Kommission und Regierungen der EU-Mitgliedstaaten

Ich bin erschüttert über die Massentötung von Delphinen auf den Färöern am 12. September dieses Jahres und über die immer noch stattfindenden Treibjagden in europäischen Gewässern. Ich rufe die Europäische Kommission und die Regierungen der EU-Mitgliedstaaten dazu auf, in Gespräche mit der autonomen Region Färöer und mit dem EU-Mitglied Dänemark einzutreten und darauf zu drängen, daß die Treibjagden, auch bekannt als „grindadrap“, beendet werden. Diese Jagden untergraben alle Bemühungen um den Schutz von Walen und Delphinen in europäischen Gewässern und können nicht einfach im Namen der „Tradition“ gerechtfertigt werden.

OceanCare fordert

* Offizielle Verurteilung dieser Jagd und Aufnahme bilateraler und internationaler Verhandlungen mit dem Ziel, die Wal- und Delphinjagd ein für allemal zu beenden.

* Gemeinsame diplomatische Note von EU-Regierungen für ein sofortiges Ende der Treibjagden.

* Positive Anreize und nötigenfalls Druck durch Dänemark, damit die Färöer die Tötung von Walen und Delphinen einstellen, die ansonsten die Agenda 2030 und die EU-Biodiversitätsstrategie unterminieren würden.

* Initiative der EU-Staaten, die Mitglieder der Internationalen Walfangkommission sind, für ein Moratorium auf die Wal- und Delphinjagd in europäischen Gewässern bei der kommenden Vertragsstaatenkonferenz IWC68.

HIER gehts zur Petition


26.01.2022

Zwei berührend/lustige Tier-Videos zum Abschluß:

1. eine berührende, lebenslange Hunde-Wildschweinferkel-Freundschaft

2. ein Video von einem Boxerhund zum Schmunzeln


20.01.2022

Tierschutz – Überarbeitung der EU-Vorschriften: Ihre Meinung zu Tierschutz ist gefragt!

ec.europa.eu/info: Die aktuelle Tierschutzgesetzgebung wird derzeit von der Europäischen Kommission gründlich überprüft und soll bis 2023 überarbeitet werden. Um die öffentliche Meinung zu den verschiedenen Themen zu eruieren, wurde eine öffentliche Befragung gestartet.

Seit über einem Jahrzehnt hat es in der EU keine nennenswerten Fortschritte in Sachen Tierwohl gegeben, die über die Regelungen hinausgehen, die um die Jahrtausendwende beschlossen wurden. Die Tierschutzvorschriften sind inzwischen stark veraltet sowie unvollständig und werden den Bedürfnissen von Milliarden empfindungsfähiger Lebewesen, die in der EU zur Lebensmittelgewinnung gehalten, ausgebeutet und getötet werden, nicht gerecht.

Die Europäische Kommission hat sich nun kürzlich dazu verpflichtet, die existierenden Gesetze zum Tierwohl im Jahr 2022 zu prüfen und bis 2023 zu überarbeiten. Die Kommission hat nun eine öffentliche Anhörung gestartet und fragt die Bevölkerung, was sie über das Tierwohl denkt und welche Gesetze überarbeitet werden müssen. Als jemand, der sich um Tiere sorgt, haben Sie die Chance, mit Ihrer Stimme einen Beitrag zur Zukunft des Tierwohls zu leisten. Der Fragebogen der Kommission selbst ist recht komplex und kann etwas verwirrend sein.

Wenn Sie nicht sicher sind, wie Sie antworten sollen, hilft ein Leitfaden der HSI, der auch unsere Vision für die Zukunft der sogenannten “Nutztiere” in Europa darstellt. Und HIER noch ein Erklärungs-Video von AnimalEquality.

Die öffentliche Konsultation wird nur bis zum 21. Januar 2022 (also morgen!) geöffnet sein. Bitte machen Sie mit! Vielen Dank.

HIER geht es zu Befragung


20.01.2022

Perverser geht’s bald nimmer: Kühe in der Türkei tragen jetzt VR-Brillen

wildbeimwild.com: Ein türkischer Landwirt schickt seine Kühe auf die virtuelle Weide. Die danken es ihm angeblich mit mehr Milch. Tierschützer sehen die VR-Brillen dennoch kritisch.

Was einst als lustiger Werbespot in der Schweiz begann, ist nun offenbar Realität geworden: Kühe bekommen in umgeschnallten Virtual-Reality-Brillen saftige grüne Wiesen vorgespielt und sollen damit zu einer besseren Milchproduktion angeregt werden. Die Dystopie der Appenzeller Werbung aus dem Jahr 2017 wurde zwei Jahre später zunächst in Rußland in die Tat umgesetzt. Aktuell experimentiert aber offenbar auch ein türkischer Bauer damit.

Weiden, die niemals leergefressen sind, immer grün, immer saftig. Das ist eine Welt, die Izzet Kocak seinen Kühen bietet – allerdings als Simulation. Denn der türkische Landwirt trickst seine Kühe aus. Mit Virtual-Reality-Brillen gaukelt er ihnen vor, daß sie nicht in der Tierfabrik stehen, sondern unter freiem Himmel. Dazu gibt es Musik von Beethoven und Mozart auf die Ohren. Den Tieren scheint das zu gefallen – sie geben angeblich literweise mehr Milch. [...]

Keine Alternative zur echten Wiese

In Rußland hatte das Landwirtschaftsministerium VR-Brillen schon vor rund zwei Jahren an Kühen getestet. Das Ministerium berief sich damals auf Studien, die gezeigt hätten, daß Kühe, wenn sie sich wohl fühlen, die Atmosphäre ruhig und positiv ist, mehr und auch bessere Milch produzieren. Und tatsächlich berichtete das russische Ministerium, daß die emotionale Stimmung der Herde in den Test-Betrieben angestiegen sei. Auch die VR-Brillen, die Kocak nutzt, stammen aus Rußland.

Tierschützer stehen dem Konzept aber kritisch gegenüber. Die Methode dürfe nicht bedeuten, daß man Tiere in Käfige einsperre, warnte der Chef der türkischen Tierrechtsgruppe Haytap, Ahmet Kemal Senpolat. Das sei „Folter“ und eine Verletzung der Tierrechte.


20.01.2022

Petition: Tierbordelle gehören verboten!

change.org: Die größte Anzahl an Zoophilen kommt aus Deutschland, Schweden, Großbritannien und den Niederlanden in organisierten Reisegruppen nach Serbien. In Indonesien werden Orang-Utan-Mütter getötet, um ihre Kinder in Tierbordellen zu mißbrauchen. Mir fehlen die Worte, so etwas Krankes darf nicht als selbstverständlich angesehen werden! Bitte helft mir gemeinsam gegen diese Tierquälerei/sexuellen Mißbrauch zu kämpfen, schaut nicht weg, ich hoffe es existieren noch "menschliche" Menschen da draußen, die eine Stimme für die Tiere haben, um sie zu beschützen, weil sie sich selber nicht wehren können! Bitte teilt diese Petition!

Alle Tiere auf dieser Welt haben das gleiche Recht wie du und ich, hier in Frieden zu leben.

„Es ist die Anonymität der Tieropfer die uns taub macht für ihre Schreie.“ (Luise Rinser)


12.01.2022

Schweine als Ersatzteillager für Menschen - BVT kritisiert neue Dimension tierischer Ausbeutung

Bundesverband Tierschutz e.V., Berlin, 12.01.2022: Medienberichten zufolge ist es in den USA erstmalig gelungen, ein genetisch modifiziertes Schweineherz einem Menschen zu implantieren. Das Herz habe, so die Klinik in Baltimore, seit drei Tagen die Arbeit aufgenommen und sei bisher vom Immunsystem nicht abgestoßen worden. Dem Patienten gehe es gut. „Durch die Bereitstellung genetisch manipulierter Spenderorgane von Tieren ist die Tür zur gezielten Ausbeutung von Tieren noch weiter aufgestoßen worden“, sorgt sich Dr. Jörg Styrie, Geschäftsführer des Bundesverband Tierschutz e.V. (BVT).

Bisher scheiterten Experimente zur Übertragung von tierischen Organen auf den Menschen vor allem daran, daß sie vom humanen Organismus abgestoßen wurden. Der Körper wehrt sich heftig gegen derartige Implantate und verweigert die Annahme des fremden Gewebes. Mit der gentechnischen Veränderung des Schweineherzens scheint es nunmehr erstmalig gelungen zu sein, diese natürlich vorgegebene Schranke zu durchbrechen. Ob tatsächlich eine Heilung des Patienten möglich ist, wird die Zeit zeigen.

Der BVT kritisiert grundsätzlich die genetische Manipulation des Erbgutes von Tieren. „Jetzt besteht zudem die Gefahr, daß Tiere zukünftig in großem Stil zu lebenden Organbanken mißbraucht werden“, befürchtet der BVT-Geschäftsführer.

„Wir sollten akzeptieren, daß es naturgegebene, physiologische Unterschiede zwischen den Spezies gibt. Und wir sollten nicht Schöpfer spielen, indem wir diese Grenzen einzig zu unseren augenscheinlichen Vorteilen verschieben. Die bisherige Ausbeutung von Tieren ist bereits unverantwortlich. Nun auch noch Tiere als Organbanken für den Mensch zu mißbrauchen, ist ethisch verwerflich“, sagt Dr. Jörg Styrie.

Bereits in den 80er Jahren war die Xenotransplantation der Hoffnungsträger der Humanmedizin. Mehrfach wurden Herzen, Lungen und Nieren von Tieren auf den Menschen übertragen. Die Ergebnisse waren niederschmetternd; die Patienten überlebten nur wenige Tage.   


12.01.2022

Schaffen wir die Jagd auf Füchse in Wien ab!

Tierschutz Austria unterstützt Initiative des Naturfotografen Leopold Kanzler, Behandlung im Wiener Petitionsausschuß am 17. Jänner 2022

(OTS) - Die Jagd auf Füchse bringt sinnloses Tierleid. Der mehrfach ausgezeichnete Floridsdorfer Naturfotograf Leopold Kanzler möchte diesem Leid ein Ende setzen und startete eine Petition zur Abschaffung der Jagd auf Füchse in Wien. Tierschutz Austria unterstützt nun die Initiative. Am 17. Jänner 2022 wird das Thema nun im Wiener Petitionsausschuß behandelt. Der Abschuß einer Fuchsfamilie in Wien Strebersdorf im Sommer 2021 sorgte für Empörung in der Bevölkerung und auf Facebook: „Geboren am 15. März 2021 am Marchfeldkanal in Wien – Gemeinsam mit seiner Mutter gestorben am 22. Juni 2021 – grundlos abgeschossen von einem Jäger auf Wiener Stadtgebiet“, schrieb Leopold Kanzler.

Am 17. Jänner 2022 wird nun sein Anliegen zur Abschaffung der Jagd auf Füchse in Wien im Wiener Gemeinderatsausschuß für Petitionen und Bürgerinitiativen (Petitionsausschuß) behandelt (LGBl. 2/2013 idgF). Die dafür erforderlichen 500 Unterschriften konnten nicht zuletzt mit Unterstützung von Tierschutz Austria rasch gesammelt und weit überschritten werden.

Ein Relikt aus längst vergangenen Zeiten

Die Jagd auf den Fuchs ist ein Relikt aus längst vergangenen Zeiten und wird in manchen Wiener Gemeindejagdgebieten durch Hobbyjäger zur vermeintlichen ‚Optimierung der Niederwildstrecken‘ nach wie vor praktiziert. Jährlich werden in Wien zwischen 150 und 200 Füchse erlegt oder in Fallen gefangen und danach getötet! In vielen Teilen der Bundeshauptstadt ruht die Jagd jedoch; Prater, Donauinsel, Zentral­friedhof, Lobau, Lainzer Tiergarten, Augarten, Schönbrunn und alle anderen große Parks sind ein Beispiel, daß eine Bestandsregulierung der Füchse nicht erforderlich ist. Dort leben Füchse frei von jeglichem jagdlichen Nachstellen und es gibt weder eine Überpopulation noch sind Tierseuchen ausgebrochen.

Der Fuchs als Gesundheitspolizist im Ökosystem

Der Fuchs hat im Ökosystem die unentbehrliche Rolle des „Gesundheitspolizisten“, indem er schwache und kranke Tiere beseitigt und damit eine wichtige Rolle in der natürlichen Auslese spielt. Darüber hinaus ernährt er sich überwiegend von Mäusen und Ratten und verhindert dadurch eine Überpopulation dieser Nagetiere.

Tollwut seit 2008 in Österreich ausgerottet

Die Bedeutung des Fuchses als Überträger von Tierkrankheiten wird überschätzt. Die Tollwut gilt in Österreich laut WHO seit 2008 als ausgerottet.  Die Mär, daß Infektionen mit dem Fuchsbandwurm zumeist durch mit Fuchskot verunreinigte Waldbeeren geschieht, hält sich bis heute hartnäckig – obgleich dies in keinem einzigen Fall nachgewiesen werden konnte. Die Beeren sind, falls überhaupt, in einem ganz geringen Ausmaß kontaminiert, sondern vor allem der Waldboden. Doch wie wahrscheinlich ist eine Infektion überhaupt? Am Fuchsbandwurm erkranken in ganz Europa jährlich rund 200 Personen. Das Risiko, sich zu infizieren, entspricht statistisch etwa der Wahrscheinlichkeit, vom Blitz getroffen zu werden. Will man dieses Risiko weiter minimieren, bieten sich Entwurmungsmaßnahmen im Siedlungsraum an. Im Landkreis Starnberg, südwestlich von München, gelang es etwa, die Infektionsrate der Füchse von fast 40 auf rund ein Prozent zu senken, indem man mit einem Entwurmungsmedikament präparierte Köder auslegte.

Fuchsjagd in anderen Ländern verboten

In mehreren Kantonen der Schweiz sowie in ganz Luxemburg ist die Jagd auf Füchse komplett verboten. Seitdem ist weder die Fuchspopulation gewachsen, noch haben Wildtierkrankheiten zugenommen. Gleichzeitig hat sich zwischen 2014 und 2020 der Prozentsatz der mit Fuchsbandwurm befallenen Tiere halbiert. Auch das Argument, die Jagd auf Füchse helfe bedrohten Tierarten, stimmt nicht, wie Studien zeigen. Es gebe keine wissenschaftlichen Beweise dafür, so Umweltministerin Carole Dieschbourg aus Luxemburg, daß das Fuchsjagdverbot für den Rückgang gewisser Vogelarten, insbesondere bei den Wiesen- und Bodenbrütern, verantwortlich sei. Im Schweizer Kanton Genf hat die Artenvielfalt sogar zugenommen – besonders bei den Wasservögeln. Auch im Nationalpark Bayerischer Wald werden Füchse seit Jahrzehnten nicht gejagt. Die Folge: Sie haben dort weniger Nachwuchs als in angrenzenden Landkreisen.

"Die Jagd auf Füchse bringt nur sinnloses Tierleid und ist aus ethischen Gründen abzulehnen.", konstatiert Tierschutz Austria Präsidentin Madeleine Petrovic und bekräftigt ihre Solidarität mit der Petition.


12.01.2022

Petition: Katastrophe im brandenburgischen Nationalpark Unteres Odertal bei Schwedt - Bitte dringend unterschreiben!

Change.org: durch die zu tausenden eingepferchten Wildtiere bahnt sich eine unermeßliche Katastrophe an, wenn der Wasserpegel der Oder steigt. Es sieht so aus, daß es dieses Jahr Frühjahrshochwasser gibt. Die vielen Wildtiere ertrinken oder verenden dann qualvoll vor Schwäche.
Ein weiteres Problem ist, daß die toten Tiere während des Hochwassers nicht geborgen werden können, somit dürfte diese Situation zu einer nationalen potentiellen Gefahrenquelle der ASP Seuchenverbreitung zu Wasser, Luft und Land werden.

Ursache:
Durch die Errichtung der beiden ASP Zäune im Nationalpark Unteres Odertal sind die Lebensräume und Territorien der hier lebenden Tiere in erheblichem Maße zerschnitten worden. Katastrophale Auswirkungen hat dies insbesondere im Bereich der Überflutungspolder zwischen Stützkow und Friedrichsthal. In diesem Bereich sitzen die Tiere in einer Falle und können bei steigenden Wasserständen auf Grund der Zäune die Auenbereiche nicht mehr verlassen – sie müssen nach einem langen Todeskampf jämmerlich ertrinken oder rennen so lange in den Zaun, bis sie den schweren Verletzungen erliegen. Das kleinere, eisbedingte Hochwasser über den Jahreswechsel war nur der Vorbote für das, was bei den regelmäßigen, deutlich höheren Flutungen im Frühjahr im Zusammenhang mit der Schneeschmelze zu erwarten ist: Ein massenhaftes, qualvolles Sterben von Rehen, Hirschen und Wildschweinen, aber auch kleineren Tieren wie Mardern oder Waschbären.

Forderung und sinnvolle Lösung:
Deshalb fordern wir die Landrätin des Landkreises Uckermark, Frau Karina Dörk, und die für den Seuchenschutz verantwortliche Ministerin für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg, Frau Ursula Nonnemacher, auf,  die sofortige Versetzung des ersten, parallel zum Winterdeich errichteten Zauns (in der Kartenanlage die grüne Linie) zwischen Stützkow und Friedrichsthal (auf einer Länge von ca. 22 km) nach Westen auf die in der Karte eingetragene blaue Trasse zu veranlassen. Damit haben die Tiere die Möglichkeit, bei Hochwässern die Aue zu verlassen und höherliegende, sichere Bereiche aufzusuchen. Das bereits verwendete Zaunmaterial kann weiter verwendet werden und gleichzeitig gibt es weiterhin einen wirksamen Schutz gegen das Einwandern ASP infizierter Wildschweine.


04.01.2022

Jagd-Perversionen: Eine sich wiederholende Geschichte, die nicht nur vielen Tierfreunden, sondern auch bereits mehrmals Tierschutz-Hunden unserer Gnadenhöfe widerfahren ist:

"Falco" erschossen – Jäger stellte sich

oe24.at: Der Krimi um den vermißten Winzer-Hund „Falco“ ist gelöst – ein Jäger gestand, ihn abgeschossen zu haben.

Nachdem der Appenzeller Sennenhund „Falco“ des bekannten Weingutes Baumgartner in Untermarkersdorf (NÖ) eines Nachts auf seinem Routineweg zwischen Betriebsstandort und Wohnhaus für immer verschwand, entdeckten seine Besitzer beim Sportplatz einen großen Blutfleck – und Schleifspuren in ein angrenzendes Feld. Von einem Kadaver fehlte aber jede Spur.

Die Winzerfamilie ahnte sofort, daß der Rüde abgeknallt worden war, zumal am nächsten Tag ein Jäger vorbeikam und ungefragt behauptete: „Ich war das nicht!“ Als daraufhin die Rederei im Ort losging, ließ er eine neue Version die Runde machen, nämlich daß an besagter Stelle Wildbret vom Auto getropft wäre. Eine DNA-Untersuchung des Blutes an der Veterinäruni in Wien ergab aber, daß es von einem Hund stammt.

"Will nicht in Haft, zahle 200 Euro für neuen Hund"

Um zu beweisen, daß es ihr „Falco“ war, der hier getötet wurde, läuft derzeit noch eine DNA-Untersuchung anhand von Haaren aus der Hundebürste des vermißten Sennenhundes. Als der verdächtige Waidmann das in der Zeitung las und dabei auch erfuhr, daß die Polizei weiter akribisch ermittelt und daß ein mutwilliger Abschuß sogar mit Haft bedroht ist (§ 222 StGB, Tierquälerei), tauchte er begleitet vom Bezirksjagdleiter erneut beim Winzerhof auf:

Diesmal rückte er mit der Wahrheit heraus. Und gestand, ohne ein Motiv zu nennen, den 7-jährigen ­Rüden und Liebling der Familie Baumgartner abgeschossen zu haben. Worte der Entschuldigung kamen ihm dabei nicht über die Lippen, nur das Angebot, „200 Euro für einen neuen Hund“ zu zahlen, weil er „nicht ins Gefängnis“ wolle. Eine Strafanzeige, und die läuft schon mal, schafft man so aber nicht aus der Welt…


04.01.2022

Europäische Parlament stimmt über Tiertransporte ab – Offener Brief

www.tierschutznetzwerk-kraefte-buendeln.de: In wenigen Tagen steht die wichtige Abstimmung zum Abschlußbericht und zu den Empfehlungen des Untersuchungsausschusses im Zusammenhang mit dem Schutz von Tieren beim Transport (ANIT) im Plenum des Europäischen Parlaments bevor. Das Ergebnis der Abstimmung wird zukunftsweisend sein und von hoher Bedeutung für Europa, vor allem auch in ethischer Hinsicht.

Die aus dem Abschlußbericht resultierenden Empfehlungen sind aus unserer Sicht unzureichend und nicht akzeptabel. Mit beigefügtem Offenen Brief (s. unten) haben wir die Mitglieder des Europäischen Parlaments aufgefordert, sich nicht mit den ANIT-Empfehlungen zu begnügen, sondern Lebendtiertransporten in Hochrisiko-Staaten ihre Zustimmung zu verweigern.

Offener Brief, Januar 2022: Verbot von Lebendtiertransporten in Hochrisiko-Staaten

Sehr geehrte Mitglieder des Europäischen Parlaments,
wir, die Unterzeichner aus dem Tierschutznetzwerk Kräfte bündeln, möchten nachdrücklich Stellung nehmen zu den Empfehlungen des Untersuchungsausschusses im Zusammenhang mit dem Schutz von Tieren beim Transport (ANIT) an das EU-Parlament…. Es ist für uns und viele BürgerInnen nicht nachvollziehbar und in hohem Maße irritierend, daß sich sowohl der Bericht des Untersuchungsausschusses als auch die Vorschläge für die Empfehlungen des EU-Parlaments grundsätzlich für eine Fortführung von Langstrecken-Tiertransporten in Drittstaaten außerhalb der EU aussprechen. Seit vielen Jahren bescheinigen zahlreiche Dokumentationen unvorstellbares Leiden der Tiere durch grauenhafte Zustände auf den Routen sowie durch brutalen Umgang mit den Tieren auf den tage-, oft wochen- und nicht selten 7.000 Kilometer langen Transporten auf dem Land- und dem Wasserweg. Obwohl ausgewiesene Experten sachlich und fachlich kompetent vor dem ANIT-Ausschuß darüber berichtet haben, spiegelt sich die Entsetzlichkeit dieser Transporte in dem Bericht und den Vorschlägen für die Empfehlungen nur ungenügend wider.
[…]
Es wird stets betont, daß die EU eine Wertegemeinschaft sei. Dies bedeutet auch, die Schwächsten zu schützen und nicht für Partikularinteressen auszubeuten, um damit den höchstmöglichen Profit zu erzielen. Angesichts dessen, was Tiere auf diesen Transporten erleiden und was sie in Ländern wie Ägypten, Algerien, Armenien, Aserbaidschan, Irak, Iran, Jemen, Jordanien, Kasachstan, Kirgistan, Libanon, Libyen, Marokko, Mongolei, Rußland, Syrien, Tadschikistan, Türkei, Tunesien, Turkmenistan und Usbekistan erwartet, ist der Begriff „Wertegemeinschaft“ nur eine leere Floskel.

Um diesem Begriff gerecht zu werden, müssen wir dem Tier als Mitgeschöpf eine Würde zubilligen und ihm mit Respekt begegnen. Tiere dürfen nicht länger als beliebige Ware betrachtet und behandelt, oft sogar mißhandelt werden. Der Deutsche Ethikrat formuliert in seiner Stellungnahme: „Die beschriebene tierethische Kritik entspricht der Beobachtung, daß, unbeschadet der rechtlichen Zulässigkeit, die heute praktizierte industrielle Zucht, Haltung, Schlachtung und Verwertung von Nutztieren mit dem überwiegenden gesellschaftlichen Moral- und Gerechtigkeitsempfinden nicht übereinstimmt.“

Hinsichtlich einer weiteren Abstimmung im EU-Parlament im Januar appellieren wir mit größtem Nachdruck an die Verantwortung eines jeden Abgeordneten im EU-Parlament, sich ernsthaft für einen anderen Umgang mit Tieren einzusetzen. Die Fakten liegen allesamt auf dem Tisch, der ANIT-Ausschuß hat sich 18 Monate lang von kompetenten und hoch qualifizierten Fachleuten berichten lassen – es gibt keinen Erkenntnismangel, und es besteht somit kein vernünftiger Grund, Lebendtiertransporte in Drittländer weiter aufrecht zu erhalten. Die einzig logische und ethisch vertretbare Schlußfolgerung ist ein generelles Verbot, sowohl hinsichtlich Schlachttieren als auch durch Umwidmung als Zuchttiere deklarierten Tieren. Es ist ein Leichtes, diese durch Fleischtransporte bzw. durch den Einsatz von Tiefgefriersperma zu ersetzen.

Lesen Sie den ganzen Offenen Brief HIER


04.01.2022

Silvester-Knallerei und Alternativen:

Auch wenn heuer zu Silvester wieder Abertausende Heim- und Wildtiere durch die sinnlose, teure und umweltverpestende Knallerei in Todesangst versetzt und sicher auch viele dabei umgekommen sind, so gibt es doch Hoffnung, daß diese zunehmend von gewissen Städten und Gemeinde verboten wird (auch wenn es an der notwendigen Kontrolle noch mangelt). Noch wichtiger wäre ein allgemeines Verkaufsverbot dieser gefährlichen Feuerwerkskörper!

Hier ein wunderschönes Video, wie eine alternatives „Feuerwerk der Natur“ aussehen könnte!

Wir wünschen damit nochmals Alles Gute und Schöne für 2022!


16.12.2021

Tönnies-Skandal auch auf Gerichtsebene

wildbeimwild.com: Verdeckte Recherchen zeigen Mietwucher, Einschüchterung und Ausbeutung im System von Fleisch-Milliardär Clemens Tönnies. Deutschlands größte Schlachtfabrik steht wie kaum ein anderer Betrieb für miserable Lohn- und Lebensbedingungen.

Am 14.12.2021 wurde die SAT1-Sendung „Inside Tönnies“ ausgestrahlt (hier der link zur Sendung, leider nur nach Anmeldung möglich https://www.sat1.at/tv/sat-1-investigativ/video/11-inside-toennies-ganze...). Dort wurden noch immer anhaltende, schockierende Mißstände im Schlachtbetrieb Tönnies gezeigt. Der Großbetrieb ist seit jeher darauf bedacht, nichts nach außen dringen zu lassen: Vor mittlerweile siebeneinhalb Jahren reichte PETA-Senior Dr. Edmund Haferbeck ein Auskunftsersuchen beim Landkreis Gütersloh ein. Dr. Haferbeck forderte damals Dokumente über die Verwurfsstatistik, mögliche anhängige gerichtliche oder ordnungsrechtliche Verfahren, Fehlbetäubungen sowie etwaige Gesetzesverstöße an. Der Landkreis erklärte sich dazu bereit, die Informationen nach dem Landespresse- und Verbraucherschutzgesetz herauszugeben, wurde aber im letzten Moment von Tönnies gestoppt. 

Die dagegen eingereichte Klage vor dem Verwaltungsgericht Minden hatte Erfolg: Mit Urteil vom 28.7.2016 – das Urteil kann von Herrn Dr. Haferbeck angefordert werden – verpflichtete das Gericht den vom Streithelfer Tönnies flankierten Kreis Gütersloh, die Informationen herauszugeben. Die dann eingelegten Rechtsmittel verzögern das Verfahren seit nunmehr 5 Jahren. 

Die Firma Tönnies, so läßt sich aus deren juristischem Versteckspiel schließen, hat offensichtlich Vieles zu verbergen, das über das dort ohnehin angewandte grausame Betäuben von Schweinen mit CO2 hinausgeht.

„Mit immer neuen Tricks und Halbwahrheiten in seinen juristischen Einlassungen an das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht schafft es der Tönnies-Clan, eine Umsetzung des Urteils vom Verwaltungsgericht Minden wieder und wieder zu verhindern“, so Dr. Edmund Haferbeck, Senior-Mitarbeiter im Bereich Special Projects bei PETA. „Die gerichtliche ‚Abwehrschlacht‘ wird eher durch Tönnies als Streithelfer als durch den eigentlich verklagten Kreis Gütersloh geführt. Die ist nur ein weiterer der vielen Skandale rund um den Massenschlachtbetrieb. Tierquälerei und sklavenähnliche Arbeitsbedingungen sind dort wie in der Fleischwirtschaft insgesamt Teil des Systems.


16.12.2021

Studie: Europäische Fleisch- und Milchkonzerne stoßen immer mehr Treibhausgase aus

de.finance.yahoo.com: Die 35 größten Fleisch- und Milchkonzerne in Europa stoßen laut einer Studie immer mehr Treibhausgase aus. Im Jahr 2018 machten sie fast sieben Prozent der gesamten Emissionen der EU aus, wie es in einer am Montag veröffentlichten Studie des Instituts für Landwirtschafts- und Handelspolitik (IATP) heißt. Es wirft den Konzernen vor, den Beitrag der Branche zum Klimawandel zu "verschleiern" statt Emissionen zu reduzieren.

Für die Studie nahm das IATP die 20 größten Fleisch- und Milchkonzerne genauer unter die Lupe. Aus Deutschland gehören Tönnies, Deutsches Milchkontor DMK, Westfleisch und die Müller Gruppe dazu. Insgesamt verursachten die 20 größten Konzerne in Europa im Jahr 2020 knapp 244 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente - dies entsprach mehr als einem Viertel der Treibhausgasemissionen Deutschlands.

Emissionstreibend wirkt laut Studie vor allem die weltweit steigende Nachfrage nach Fleisch- und Milchprodukten: Die Exporte stiegen laut der Studie zwischen 2005 und 2018 teils deutlich an. Bei Geflügelfleisch betrug der Zuwachs 93 Prozent, bei Schweinefleisch 58 Prozent und bei Milchprodukten 45 Prozent. Die rückläufige Binnennachfrage in der EU wirke sich daher nur begrenzt auf die Senkung der Emissionen aus.

Nur zehn der 20 Unternehmen hätten Klimaziele verkündet, einige wenige hätten Klimaneutralitätspläne vorgelegt - aus Deutschland ist laut der Studie keines darunter. Lediglich vier der untersuchten Konzerne haben demnach die Emissionen entlang der gesamten Lieferkette im Blick. Zu einer Reduktion der Viehbestände erklärte sich keines der untersuchten Unternehmen bereit - dort entstehen laut IATP jedoch 90 Prozent der Emissionen.

Lesen Sie den ganzen Artikel HIER


16.12.2021

Europäische Bürgerinitiative - Für den Schutz kosmetischer Mittel ohne Tierquälerei und ein Europa ohne Tierversuche

IBT/OTS.at: Mit dem EU-Verbot von Tierversuchen im Bereich Kosmetika ging das Versprechen einher, daß in Europa Tiere nicht länger für Kosmetika leiden und sterben müssen. Dieses Versprechen wurde gebrochen. Behörden fordern nach wie vor, daß Inhaltsstoffe kosmetischer Mittel an Tieren getestet werden, was den Erwartungen und Wünschen der Öffentlichkeit und der Absicht der Gesetzgeber zuwiderläuft.

Noch nie zuvor konnte unsere Sicherheit durch derartig wirksame tierversuchsfreie Instrumente gewährleistet erden und bot sich uns eine gleichermaßen einmalige Gelegenheit, den Schutz von Mensch und Umwelt zu revolutionieren. Die Europäische Kommission muß das Verbot von Tierversuchen und den Übergang zu tierversuchsfreien Verfahren für die Sicherheitsbewertung aufrechterhalten und verstärken.

Wir fordern die Kommission auf, folgende Maßnahmen zu ergreifen:

1. Gewährleistung und Stärkung des Verbots von Tierversuchen bei kosmetischen Mitteln;

2. Umgestaltung der EU-Chemikalienverordnung;

3. Modernisierung der Wissenschaft in der EU;

BITTE MACHEN SIE MIT UND VERBREITEN SIE AKTIV DEN FOLGENDEN LINK!

https://eci.ec.europa.eu/019/public/#/screen/home

Siehe dazu auch auf fellbeisser.net: Noch immer Tierversuche für Kosmetika - Dutzende Kosmetik-Rohstoffe in der EU werden noch immer an Tieren getestet. Das ist sogar vorgeschrieben!


07.12.2021

Haustiere als Opfer unüberlegter Käufe im Lockdown und zu Weihnachten

OTS/Vier Pfoten: Der Corona-Lockdown vor Weihnachten könnte für viele ein Grund mehr sein, sich ein Tier zuzulegen. Ohnehin ist der Wunsch nach einem Haustier unter dem Christbaum jedes Jahr sehr verbreitet. VIER PFOTEN warnt jedoch vor unüberlegten Tierkäufen, egal, ob als Geschenk oder als Reaktion auf den aktuellen Lockdown. Denn viele dieser Tiere werden oft bereits nach kurzer Zeit zur zeitlichen oder finanziellen Last.

Die Statistiken der Tierheime zeigen ganz deutlich, daß sie als Folge der vorigen Lockdowns viel mehr Tiere aufnehmen mußten. Nicht wenige Einrichtungen waren dabei an ihre Kapazitätsgrenzen gelangt. … Vor der Anschaffung eines Haustiers muß man sich etwa überlegen, ob es zur Familiensituation und zum Lebensstil paßt, ob man die Kosten für Tierarzt, Futter und Pflege langfristig aufbringen kann oder ob Tierhaarallergien in der Familie vorhanden sind. Und man muß damit rechnen, daß sich die Krisensituation (hoffentlich) wieder ändern und sich das Leben nicht hauptsächlich in den eigenen vier Wänden abspielen wird.

Illegaler Welpenhandel floriert

Der in Lockdown-Zeiten blühende Internethandel ist gerade beim Kauf von Tieren gefährlich. Vor allem der illegale Welpenhandel im Internet ist geprägt von Tierquälerei und Betrug; Online-Plattformen bieten dabei ideale Vertriebskanäle. Viele der Welpen erkranken schwer oder sterben sogar kurz nach dem Kauf. Veronika Weissenböck: „Diese Tiere werden unter katastrophalen Bedingungen vermehrt, sind krank und oft schwer traumatisiert. Kein Wunder - sie werden auch viel zu früh von ihren Müttern getrennt, haben in vielen Fällen keinerlei medizinische Versorgung oder nur ungeeignetes Futter erhalten. Die Betrüger fälschen oft Impfpässe, um die Welpen als gesund und vor allem auch alt genug für den Transport auszugeben. Das böse Erwachen folgt leider oft sehr schnell.“

Aber auch jene Tiere, die gesund und auch rechtmäßig bei ihren Halterinnen und Haltern unter dem Weihnachtsbaum landen, erleiden oft ein trauriges Schicksal. Jedes Jahr berichten Tierheime von Kapazitäts- und Personalproblemen durch die große Zahl an Tieren, die spätestens zu Beginn der Urlaubssaison im kommenden Jahr gebracht werden. Noch tragischer ist es aber, wenn die Tiere ausgesetzt oder anderweitig „entsorgt“ werden – was immer wieder passiert, trotz drohender Strafe.

Kleintiere sind keine „Einsteigerhaustiere“

Den eigenen Kindern Kleintiere wie Meerschweinchen, Kaninchen oder Mäuse als „Einsteigerhaustiere“ zu schenken, ist ebenfalls eine schlechte Idee. „Besonders kleine Säugetiere haben den Ruf, Kuscheltiere zu sein. Das ist leider schlicht falsch“, erklärt Weissenböck. „Meerschweinchen, Kaninchen oder auch Mäuse sind von Natur aus Fluchttiere, die sich nur ungern anfassen lassen. Hochgehoben oder gar festgehalten zu werden, stellt für sie eine regelrechte Bedrohung dar.“ Gerade Kleintiere werden häufig angeschafft, weil sie als anspruchslos und pflegeleicht gelten. Leider stimmt das überhaupt nicht. Das fehlende Wissen über die individuellen Ansprüche bzw. das natürliche Leben dieser Tiere führt in vielen Fällen zu schweren Haltungsfehlern. Die viel zu kleinen Käfige, die man in Tierhandlungen kaufen kann, vermitteln ein falsches Bild der Bedürfnisse der Tiere. Aus Tierschutzsicht sollten beispielsweise Kaninchen zusammen mit mindestens einem weiteren in einem großzügigen Freigehege gehalten werden, das dem natürlichen Lebensraum der Tiere am nächsten kommt.

Wer sich nach reiflicher Überlegung für die Anschaffung eines Heimtiers entschieden hat, sollte sich zunächst in einem Tierheim umschauen. Dort warten unzählige Vierbeiner sehnsüchtig auf ein neues Zuhause!


26.11.2021

Passende Weihnachtsgeschenke gesucht?

1. Lustige Stofftiere im ANIMAL SPIRIT-shop

Auch heuer gibt es sie wieder: die handgemachten, vielseitigen und be-rührenden Stofftiere in unserem Online-shop. Bestellungen können auch an eva@animal-spirit.at gesandt werden.

2. Neues Kinderbuch "Johanna entdeckt das Geheimnis echter Freundschaft"

Tierschützerin Isabella Wagner bat uns, ihr entzückendes neues Kinderbuch vorzustellen – vielleicht ein passendes Weihnachtsgeschenk?: „Es ist ein Herzensprojekt von mir, vor allem weil ich schon jahrelang in der Praxis mit Kindern & Pferden arbeite und erleben durfte, was für tolle Freundschaften entstehen können, wenn Kinder statt mit "ich will reiten" mit "Hallo wer bist du und was brauchst du, bzw. was gefällt dir?" einem Pferd begegnen. In den meisten Kinderbüchern wird dargestellt, daß Pferde einfach zum Reiten da sind. Daß es aber viele Pferde gibt, die das gar nicht mögen, oder daß es Wege gibt, mit Pferden zu sein und auch zu Reiten ohne Dominanz, Durchsetzen und Kontrolle, können sich die meisten gar nicht vorstellen. Um dieses Wissen bereits kleinen Kindern zu vermitteln, habe ich zusammen mit einer Freundin (Elena Anders) dieses Buch herausgebracht.

Zielgruppe: Kinder von ca. 4-8 Jahren

Inhalt: Johanna träumt davon, auf dem Pferderücken schnell durch Wälder und über Wiesen zu galoppieren. Doch ohne eigenes Pferd - wie soll das gehen? In der Reitschule macht sie schlechte Erfahrungen. Letztendlich findet sie ihren eigenen Weg und entdeckt dabei, was das Zusammensein mit diesen Tieren so besonders macht. Eine Geschichte über Johanna, das Pony Bliss und die Herausforderungen echter Freundschaft.

Bestellungen mit Widmung sind direkt bei mir möglich: wagner.isabella@gmx.at. Ohne Widmung kann man es auch sonst überall bestellen (Books On Demand, Amazon, etc.). Hier habe ich alle Bestelllinks angeführt: https://www.isabella-wagner.at/kinderbuch/

 Vielen Dank und herzliche Grüße aus dem Ennstal, Isabella


26.11.2021

Naturschutzbund und Umweltdachverband reichen Beschwerde gegen Tiroler Wolfs-Abschußbescheid ein

Voraussetzungen für einen Abschuß sind EU-rechtswidrig – verpaßte Chance für bewährte Schutzmaßnahmen – Herdenschutz muß besser aufgestellt werden!

OTS.at: Heute läuft die Beschwerdefrist zum Tiroler Bescheid ab, der Wolf „118MATK“ zum Abschuß freigeben soll. Naturschutzbund Österreich und Umweltdachverband reichen aufgrund fehlender Voraussetzungen Beschwerde ein.

Wolf steht unter strengem Schutz

Den Aufzeichnungen aus der jüngeren artenschutzrechtlichen Geschichte Tirols zufolge würde mit dieser Ausnahmegenehmigung erstmals ein Wolf in Tirol zum Abschuß freigegeben. Der Wolf (Canis lupus) ist nach Europäischem Artenschutzrecht (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie) eine streng geschützte Tierart. Dennoch kann unter bestimmten Voraussetzungen auch ein geschütztes Tier wie der Wolf zum Abschuß freigegeben werden.

So muß für eine Ausnahme vom Schutzstatus unter anderem ein spezifisches Problem mit dem Abschuß gelöst werden können, gelindere Mittel nachweislich ausgeschlossen und der Erhaltungszustand des Wolfes nicht gefährdet werden. Alle drei Voraussetzungen werden von Naturschutzbund und Umweltdachverband als nicht erfüllt angesehen. „Die grundsätzliche Möglichkeit eines Abschusses wird von uns nicht in Frage gestellt – sie darf allerdings nur im tatsächlichen Ausnahmefall zum Einsatz kommen. Ein Wolf kann nicht zwischen erlaubter Beute wie einem Reh und unerlaubter Beute wie einem Schaf unterscheiden. Die Wahrscheinlichkeit auf ungeschützte Schafe zu treffen, ist für einen Wolf in Tirol ziemlich hoch – eine spezielle Verhaltensänderung nicht erforderlich“, betont Lucas Ende, Artenschutzkoordinator beim Naturschutzbund. Daher wäre durch den Abschuß dieses Wolfes die Gefahr von Übergriffen durch andere, zuwandernde Wölfe nicht abgewendet.

Behirtung gehört zur traditionellen Form der Weidetierhaltung

„Pilotprojekte mit Behirtung auf Tiroler Almen hatten mittels Einsatz von Nachtpferchen heuer keine Verluste durch Wölfe zu verzeichnen. Diese traditionelle Form der Weidetierhaltung wurde jedoch für die betroffenen Almen nicht in Erwägung gezogen“ gibt Gerald Pfiffinger, Geschäftsführer des Umweltdachverbandes, zu bedenken. „Herdenschutz stellt die wichtigste Maßnahme für ein konfliktarmes Zusammenleben mit Wölfen dar. Daher muß in Österreich – wie in vielen anderen Ländern auch – Herdenschutz proaktiv angegangen werden. Der Abschuß kann nur letztes Mittel sein“, so Pfiffinger.

Gebot der Stunde: Herdenschutz

Die Beweidung der Almen mit Schafen und Ziegen ist alpines Kulturgut, der Wolf eine geschützte Art, für die Tirol Verantwortung trägt. Alpwirtschaft und Artenschutz schließen einander nicht aus. Daher appellieren die beiden Verbände an die Tiroler Landesregierung, den bereits erfolgreich eingeschlagenen Weg mit verbesserter Beratung und finanzieller Unterstützung für Herdenschutzmaßnahmen weiter zu intensivieren. Eine Koexistenz ist möglich, wenn umsichtige und langfristige Lösungswege geboten werden, die Mensch und Natur gerecht werden.


26.11.2021

Tierschutz Austria startet Petition gegen privates Silvesterfeuerwerk #silvesterohneangst

"Jegliche Belastung für Mensch, Tier und Umwelt beenden - privates Feuerwerk endlich verbieten!"

OTS.at: „Eine Novellierung des Pyrotechnikgesetzes steht im Regierungsabkommen. Wir fragen daher: Wann endlich? Die Bundesregierung muß endlich, wie angekündigt, das Pyrotechnik Gesetz novellieren und privates Feuerwerk verbieten.", so die Präsidentin des Wiener Tierschutzvereins (Tierschutz Austria), der das Tierschutzhaus in Vösendorf betreibt.

„Um den Rufen nach Tradition nachzukommen, wäre ein professionelles Feuerwerk nur zu speziellen Anlässen wie Silvester oder anderen Jubiläen, durchgeführt von Fachleuten an einem passenden Platz fern von Orten, wo sich empfindsame Lebewesen aufhalten, ein sinnvoller Kompromiß. Dieses dauert dann auch nicht Stunden oder gar Tage wie privater Knallerterror“, so Petrovic.

Im Tierschutzhaus Vösendorf läßt sich das immense Tierleid jedes Jahr auf traurige Weise beobachten: „Zum Jahreswechsel und bereits die Wochen davor stehen unsere Schützlinge unter Dauerstreß. In etlichen Fällen dauert es Monate, kostet viel Mühe, Geld und Trainings-Stunden, bis die Angst- und Panikattacken wieder nachlassen. Auch Trainingsfortschritte bei unseren Hunden, die sie sich ein ganzes Jahr lang erarbeitet haben, werden in einer Nacht zerstört“, so Petrovic. Das ist auch heuer wieder zu erwarten.

Zudem hat die Tierschutzorganisation eine Petition gestartet, um Unterstützerinnen und Unterstützer für das Anliegen zu gewinnen.

Zur Petitionsseite: www.tierschutz-austria.at/silvester-ohne-angst


18.11.2021

Die Tiere in Hurghada brauchen wieder unsere Hilfe!

Heute geht unsere neue Aussendung über die Esel und Streunerhunde in Hurghada/Ägypten zur Post - HIER kann es schon angeschaut werden. Unser Partnerverein „Bluemoon“ kümmert sich so gut es unter den derzeitigen Umständen geht um die geretteten Esel und die vielen vielen Streuner:

Traffica ist eine Hündin, die auf den Straßen von Hurghada lebt. Sie hat Glück, denn in ihrem Viertel sind die Menschen freundlich zu streunenden Hunden und Katzen. Trotzdem ging es Traffica in den letzten Monaten immer schlechter. Denn die Streuner wurden mehr und die Möglichkeiten, an Fressen zu kommen, seltener. Die Hündin wurde immer schwächer. Dabei hat Traffica auch selbst noch zur Vermehrung des Problems beigetragen. Mit acht süßen Welpen, für die sie plötzlich sorgen mußte.

Die Streuner in Hurghada werden mehr, weil immer mehr unkastrierte Tiere unterwegs sind. Seit der Tourismus und die Spenden beim Tierheim Bluemoon praktisch ausgefallen sind, können Monique Carrera und ihr Team längst nicht so viel kastrieren und impfen, wie es notwendig wäre. Wir müssen daher dringend helfen, damit die Lage nicht eskaliert. Denn wenn die Hunde und Katzen überhandnehmen, werden sie getötet.

Traffica und ihre Jungen wurden von Monique gerettet. Lesen Sie bitte ihre Geschichte in unserer beiliegenden Information. Und spenden Sie bitte gleich für ein Streunerpaket. Jedes einzelne wird wirklich dringend gebraucht.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann ANIMAL SPIRIT