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Themen

Hier findet sich eine Zusammenfassung unserer vielfältigen politischen bzw. aktionistischen Tierschutz-Tätigkeiten und Petitionen. Es werden jeweils die aktuellen Themen aus unseren Newslettern hinzugefügt, sodaß die Bereiche immer am neuesten Stand bleiben.

 

Sie können hier die chronologische Liste nach verschiedenen Themen, Titeln oder auch Daten filtern.

 

Hierzu zählen z.B. unsere alljährlichen Kampagnen bezüglich der Fohlenmärkte bzw. unsere diesbezüglichen Freikauf- und Vermittlungsaktionen, allgemeine (politische) Tierschutz-Themen, unsere Beteiligung an internationalen Tiertransport- oder Anti-Schächt-Kampagnen, unsere Arbeit für die Verbesserung der Tierschutz-Gesetzgebung für Schweine, Geflügeltiere, Kaninchen und andere Tierarten oder für ein/e Einschränkung/Verbot tierquälerischer Jagdpraktiken. Weiters finden Sie hier Berichte über unsere Auslandsprojekte, wie Streunerhunde in Thailand und Eselhilfe in Ägypten, aber bisweilen auch andere Hilfsaktionen bzw. Petitionen, an denen wir uns beteiligen (z.B. gegen das alljährliche brutale Robben-Massaker in Kanada oder die grausamen Schächtpraktiken beim jährlichen Kurban Bayrami-Opferfest). Zudem bringen wir u.a. alternative Sichtweisen über die von WHO oder anderen "Gesundheits"-Behörden ausgerufene "Seuchen" und Zwangsimpfkampagnen. Darüber hinaus auch kritische Beiträge zu Gentechnik, Patentierung von Leben, EU und Tierschutz sowie allgemein zur EU und der daraus resultierenden - oft absurden - verpflichtenden Gesetzgebung für Österreich.

z.B. 17/08/2017
07.08.2017

Fohlenauktionen beginnen wieder in Kürze!

Bereits in knapp einem Monat beginnen die allherbstlichen Fohlen-Versteigerungen: schon Anfang September wird ein Team von ANIMAL SPIRIT heuer das erste Mal nach Tirol fahren und die ersten Haflinger-„Schlachtfohlen“ freikaufen. In der zweiten Septemberhälfte geht es dann weiter mit den Noriker-Kindern, oft gerade einmal nur 4 Monate jung und schon landen viele von ihnen auf einem der lauten, brutalen Fohlenmärkte in Salzburg, OÖ oder Kärnten.  Unser neues Fohlenmailing dazu ist bereits im Druck und wird Ende August versandt, bereits jetzt können Sie es als PDF ansehen. Jedes Jahr sind wir also spätestens ab August auf die kommenden Pferdemärkte konzentriert. Dort landen nach einem kurzen idyllischen Weidesommer (siehe Foto) wieder viele Haflinger- und Norikerfohlen.

Die seit 14 Jahren stattfindenden Fohlenfreikäufe von ANIMAL SPIRIT helfen, zumindest einigen der Tierkinder das Leben zu retten und sie an gute Lebensplätze zu vermitteln. Bitte helfen Sie uns dabei

1. Einen guten Platz in Österreich oder Deutschland zu finden und

2. diese sehr teure Aktion auch finanzieren zu können. Denn ein Fohlen kostet – je nach Gewicht und Rasse – bereits zwischen 550,- und 900,-! Dazu kommen dann noch die oft großen Transportspesen zu ihren neuen Lebensplätzen, von der aufwendigen Organisation reden wir gar nicht… Damit es aber auch heuer wieder so viele wie möglich werden, ersuche ich Sie daher bereits jetzt um Ihre Unterstützung. Vielen Dank!

Wenn auch Sie einen guten Lebensplatz (gegen Schutzvertrag) für ein oder mehrere Haflinger- oder Norikerfohlen anbieten können, melden Sie sich bitte umgehend bei uns im Büro unter (+43) 02774-29330 oder unter tanja@animal-spirit.at dafür an. Herzlichen Dank im Namen der Fohlen!


07.08.2017

Stern.de: Fipronil-Lebensmittel-Skandal: „Warum hören wir eigentlich nicht einfach auf, Dreck zu fressen?“

Die Deutschen (und natürlich auch die Österreicher) lieben es, günstig einzukaufen - vor allem tierische Produkte wie Fleisch, Wurst und Eier. Aber sollten uns Lebensmittelskandale nicht aufrütteln? Ja, denn nur so können wir wieder bewußt essen.

Es geht ja nicht nur um den aktuellen Skandal, Eier die mit Fipronil, einem Insektizid belastet sind. Sondern um Ehec in Sprossen, Hormone und Antibiotika im Fleisch, Glykol im Wein und Würmer im Fisch. Manipulierte, verdorbene und gepanschte Lebensmittel. Die Liste der Lebensmittelskandale wird immer länger. Und was tun wir? Wir zucken nicht davor zurück, ein halbes Hähnchen mit Pommes oder ein ordentliches Schweineschnitzel in der Kantine zu bestellen. Obwohl wir ganz genau wissen, aus welcher Haltung die Tiere nur stammen können, wenn das Gericht nicht mehr als drei Euro kostet. Trotzdem kaufen wir im Supermarkt und Discounter wie wild Fleisch ein, zahlen für 600 Gramm Schweinenackensteak nur 1,99 Euro und kaufen Eier aus Boden- oder Käfighaltung, weil sie billiger sind. Ein besseres Gewissen sollten wir übrigens auch nicht haben, wenn wir Eier mit europäischem Bio-Siegel kaufen. Wie der jüngste Skandal beweist, sind auch jene Eier aus niederländischer Bio-Massentierhaltung betroffen. Es gilt: Bio ist nicht automatisch besser.

Wer nicht fragt, bleibt dumm, sangen schon Ernie und Bert in der Sesamstraße. Natürlich kann man sich an strenge Bio-Siegel wie Bioland oder Demeter halten. Besser noch: Fragen Sie doch den Metzger, woher die Tiere für Fleisch und Wurst kommen. Machen Sie sich darüber Gedanken, von welchem Massenhof Ihre Eier stammen. Auch der Verbraucher kann etwas ändern. [...]

Aus welchem Tier werden Schnitzel gemacht?

Wer weiß noch, wie das Schwein wirklich aussah, bevor es zu Schnitzeln verarbeitet wurde? Würden Bilder von kotverschmierten Schweinen oder zusammengepferchte Hühner auf der Verpackung kleben, würde wohl niemand mehr zum abgepackten Schweineschnitzel oder Eiern aus Käfighaltung greifen. Abgepackte Wurst und abgepacktes Fleisch geht für die meisten klar, solange es nicht in Verbindung mit einem Tier zu bringen ist. Genau darum geht es aber! Wir müssen uns wieder bewußt machen, daß das Fleisch, das wir konsumieren, von einem Tier stammt und nicht in einer Plastikschale herangewachsen ist. Und auch, daß das Tier aus konventioneller Haltung höchstwahrscheinlich ein mieses Schweineleben gelebt hat und leiden mußte. Deshalb: Hören wir auf, Mist zu fressen und fangen wir endlich wieder an, uns damit zu beschäftigen, woher unser Essen kommt. Denn nur so können wir Genuß und Bewußtsein verbinden - und Lebensmittelskandalen in Zukunft aus dem Weg gehen.


07.08.2017

Pro jure animalis: Artenschutz und Tierrechte unvereinbar?

Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat Ende Juli 2017 unter der Überschrift „Artenschutz und Tierrechte sind unvereinbar“ eine Pressemitteilung herausgegeben (www.jagdverband.de/content/artenschutz-und-tierrechte-sind-unvereinbar), welche die bekannten Diffamierungsversuche von Organisationen und Ideen fortschreibt, die eine Verbesserung der Lebenssituation bestimmter Tierspezies anstreben und öffentlich einfordern. Man fürchtet anscheinend zutiefst, daß zunehmende Aufklärung in der Bevölkerung zu einer Einschränkung des blutigen Jagdhobbys führen könnte. Die Mitteilung kommt auch von einem Verband, dessen gedankliche Fundamente zum großen Teil auf der Mär von „Hege und Pflege“, auf der Lüge von der „Waidgerechtigkeit“, beruhen und der sich traditionsbewußt seit Jahrzehnten weitgehend intellektuell statisch verhält. (Anm.: dieser Artikel trifft fast gleichermaßen auch auf den österr. Jagdverband zu!).

Einige ausgewählte Feststellungen zu dieser DJV-Pressemeldung:

1. „Artenschutz und Tierrechte sind unvereinbar“. Diese Aussage impliziert den Schluß, daß Artenschutz nur OHNE die Verwirklichung von Tierrechten erfolgreich sein kann. Allein Beweise, selbst Indizien für diese Behauptung, fehlen.

2. Tierbefreiung, Tierrechte und Tierschutz werden argumentativ vermischt, die utilitaristische Position von Peter Singer gegen die Theorie moralischer Rechte von Tom Regan ins Feld geführt. Der Verdacht liegt nahe, daß aus diesem Sammelsurium der unbedarfte Leser zu der Meinung geführt werden soll, daß allein den „grünen Abiturienten“ die qualifizierte Deutungshoheit über die betrachtete Thematik zukommt. Außer zahlreichen polemischen Ausführungen ist der Artikel aber in der Sache  substanzlos.

3. Wer seriös und redlich argumentieren will, darf nicht den überaus schwammigen und nichtssagenden Überbegriff „Tiere“ verwenden, sondern ist gehalten, klar und eindeutig zu definieren, um welche Spezies oder Gattungen aus der Tierreich es ihm geht. Wir unterstellen, daß der DJV weder die Seegurke noch Bakterien, weder Kartoffelkäfer noch Hornissen meint, sondern im Wesentlichen an jagdbare Säugetiere und Vögel gedacht hat und die sogenannten „Nutztiere“ mit in die Betrachtung einschließt.

4. Durch die gesamte Pressemeldung zieht sich ein starker Tenor von Anthropozentrismus. Diese Weltsicht – zugegebenermaßen in der Öffentlichkeit weitverbreitet - lebt von der irrigen, halbtheologischen Vorstellung, daß der Mensch als vermeintliches Ziel und Höhepunkt der Evolution dazu berufen und berechtigt  ist, alle anderen Lebewesen gemäß seiner Betrachtungsweise zu bewerten, zu nutzen, zu töten oder zu erhalten. Diese Betrachtungs- und Denkweise führte bis heute beim DJV zu dem Versuch, die Natur durch massive Eingriffe für menschlichen Gebrauch zurechtzuschießen, führt zu Jagdreisen, bei denen man gegen gute Bezahlung auch artengeschützte Tiere umbringen kann. Im Übrigen gilt diese Aussage analog für das „Paradise Engeneering“, einem völlig untauglichen Versuch, menschliche Wertvorstellungen auf Tierspezies zu übertragen.

5. Moral ist eine Erfindung innerhalb der Menschenwelt, um das Miteinander der Individuen erträglicher zu gestalten.  Moraltheoretische Aussagen sind damit ausschließlich innerhalb der Menschenwelt darstellbar und begründbar, da weder Natur noch Tierwelt eine irgendwie geartete Moral kennen. Dies hat zur Folge, daß IMMER der Mensch Träger einer Moralidee ist. Er kann seine Moralvorstellungen, die über die Jahrhunderte sich drastisch verändert haben, kulturell stark divergieren und keine konstante, unveränderliche Größe darstellen, nur gegen sich selbst, gegenüber anderen Menschen ODER gegenüber ausgewählten Tierspezies realisieren. Keine Tierspezies kann jedoch gegen eine andere Spezies Moralvorstellungen haben, die menschlicher Moral gleichen. Das angeführte Reh-Wolf  Dilemma ist somit nicht existent und eine gedankliche Fiktion, die in unsauberem Denken wurzelt.

6. Nimmt man menschliche Moralvorstellungen wider besseres Wissen als Basisbetrachtung gegenüber anderen Lebensformen, stößt man umgehend auf die goldene Regel der Ethik, die ausdrückt „was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem anderen zu“. Diese Regel bedeutet, daß es aus Menschensicht unethisch ist, jemandem zu schaden, ihn zu verletzen oder gar zu töten, da jedes Individuum für sich selbst derartige Behandlungen ablehnt und diese zu verhindern sucht. Der Mensch möchte in Freiheit, Selbstbestimmung und körperlicher Unversehrtheit leben. Dieser Wunsch ist, da beispielsweise Rehe und Kühe leidensfähige Tiere sind, auch mit hoher Wahrscheinlichkeit diesen Lebewesen zu  unterstellen. Somit ist jegliches Ausbeuten, Versklaven, Verletzen und Töten eines leidensfähigen  Tieres nach der ureigensten menschlichen Ethik und Moral eine Mißachtung der selbstauferlegten Norm. Gegen diese Norm verstoßen permanent nicht nur Jäger, Angler und Schlachter, sondern auch alle Gruppen von Menschen, deren Profit aus Ausbeutung und Gefangenschaft diverser Tierspezies besteht. Insbesondere sei der Wissenschaftler in Tierversuchsinstituten und der Dompteur von Zirkustieren erwähnt.

7. Es ist völlig gleichgültig, ob man das Leben eines sehr seltenen Tieres vernichtet und damit das Tier aussterben läßt oder das Leben eines anderen Tieres. Jedes Leben ist einzigartig und der Unterschied liegt ausschließlich im menschlichen Sammeltrieb, in der gewünschten Vollständigkeit des Artenspektrums. Für alle Lebensformen, die ausgestorben sind, hatte hingegen mit dem Ende ihrer Existenz sämtliches Leiden ein Ende; was nicht existiert, leidet nicht! Ausgestorbene Arten haben sich in den ewigen Frieden der Nichtexistenz, in den Frieden des absoluten Nichts gerettet.
Durch Aussterben könnten Tiger, Eisbären und viele ihrer Artgenossen, denen man den Lebensraum genommen hat, dauerhaft aus ihrem erbärmlichen Gefängnisdasein in Zoos und Tierghettos befreit werden. Ihr unwürdiges Vegetieren in einem Tier-Guantanamo zur Freude einer verkommenen Gesellschaft wäre für immer beendet. Dieser Gedanke ist für den DJV undenkbar und wenn Klaus Petrus die Sklavenhaltung von „Nutztieren“ anprangert, gilt auch hier insbesondere, daß durch Aussterben Nutztiere von ihren endlosen Leiden und ihrem grauenvollen Tod dauerhaft erlöst werden könnten. Für den DJV bleibt von diesen Gedanken nur das Menetekel einer veganen Ernährung, eine Vorstellung, der man – wie der Artikel beweist – moralisch und ethisch nicht gewachsen ist.

8. Wenn von Tierrechten gesprochen wird, ist immer das Recht gemeint, das der Mensch der Tierspezies einräumt. „Recht“, wie es hier interpretiert wird, ist wie „Moral“ gleichfalls ein Begriff aus der Menschenwelt und generell in der Tierwelt nicht existent. Tierrechte sind somit Rechte, die nach menschlichen Vorstellungen bestimmten Tierspezies und damit seinen Einzelindividuen de jure eingeräumt werden sollen. Der Träger und Umsetzer dieser Rechte ist aber de facto immer der Mensch, auch wenn die Theorie der Jurisprudenz eine andere Position vertritt. Der Träger von beispielsweise Menschenrechten für bestimmte Primaten ist der Menschenaffe. De facto ist es aber ein Mensch, der sicherstellt, dass der Urwald des Menschenaffen nicht abgeholzt wird und er nicht ein erbärmliches Dasein in einem Tiergefängnis, Zoo genannt, fristen muß.
Argumente wie „ein Heringsschwarm kann kein Rechtsträger sein, weil er kein Subjekt eines Lebens ist“ sind böswillige Fehlinterpretationen, weil auch dem denkfaulsten Kritiker von Tierrechten klar sein sollte, daß ein Schwarm aus Einzelindividuen besteht und damit sein Argument obsolet ist.

Nach diesen punktuellen Anmerkungen bleibt von dem zweiteiligen Artikel für den Tierfreund als Erkenntnis lediglich der schale Nachgeschmack, daß es sich beim DJV um einer Gilde ewig Gestriger handelt, die verzweifelt um gesellschaftlich eingespielte Wertillusionen kämpfen, denen die Welt der Vernunft, der Aufklärung und Philosophie schon lange „lebe wohl“ gesagt hat.


07.08.2017

Rettet den Regenwald-Petition: Unilever - Kahlschlag für Tütensuppen

Unilevers „Nachhaltiges Palmöl" ist ein leeres Versprechen. Der Konzern akzeptiert, daß sein Palmöllieferant Wilmar in Westkalimantan einen der größten Mangrovenwälder Indonesiens zerstören läßt. Dieser Fall ist nur einer von vielen. Fordern Sie von Unilever: Schluß mit Palmöl! Kein Handel mit Raubbaufirmen! „Zwei Milliarden Menschen nutzen täglich ein Unilever-Produkt“ - mit diesem Satz wirbt der Konsumgüter-Gigant auf seiner Website. Sein wichtigster Rohstoff für Rama, Pfanni und Dove: Palmöl. Für dieses billige tropische Pflanzenöl werden Regenwälder vernichtet und Menschen von ihrem Land vertrieben. Doch der Konzern behauptet: „Unilever bezieht Palmöl aus nachhaltigen Anbau“.

Die Realität sieht anders aus – Unilevers Lieferant Wilmar bezieht sein Palmöl aus Regenwaldabholzung.

Einen der vielen Fälle von Zerstörung und Gewalt für Palmöl haben unsere indonesischen Partner in einer Traumlandschaft aufgedeckt: An der Westküste Borneos, wo Mangrovenwälder entlang der Süßwasserflüsse bis hin zum Meer wachsen und Nasenaffen die seltenen Boote begrüßen, liegt der Distrikt Kubu Raya. Seine Mangroven- und Torfsumpfwälder gehören zu den ausgedehntesten und artenreichsten Indonesiens. Die Schönheit der Natur hält skrupellose Geschäftemacher nicht zurück – längst sind Ölpalmplantagen in den Distrikt Kubu Raya gedrungen. Die Palmölfirma PT Sintang Raya zeichnet sich durch Brutalität aus; sie hat Gesetze gebrochen, Mangroven vernichtet und Menschen terrorisiert. Hier kauft Wilmar, der weltgrößte Palmölhändler, und liefert an Konzerne wie Unilever. Das einzigartige Mangroven-Ökosystem ist bedroht!

Dies ist kein Einzelfall. Im gleichen Distrikt agiert die Palmölfirma Rezeki Kencana, deren Palmöl ebenfalls über Wilmar in Unileverprodukte gelangt. Wilmar muß die Verantwortung übernehmen für Landraub und Menschenrechtsverletzungen, fordern indonesische Umweltschützer. Auch im Leuser-Ökosystem auf Sumatra, wo Elefanten, Nashörner, Tiger und Orang Utan im gleichen Habitat leben, landet nach Recherchen von Rainforest Action Network Palmöl aus Regenwaldrodung über Wilmar bei zahlreichen Multis - auch bei Unilever.

Unterschreiben Sie bitte HIER die Petition!


07.08.2017

Video: "Gott hat keine Raubtiere erschaffen"

Allgemein gilt: Es ist ganz normal, daß Wildtiere scheu sind. Wenn sie keine Angst vor dem Menschen haben, dann seien sie wahrscheinlich krank und sollten getötet werden. Doch in Gegenden, die noch nie ein Mensch betreten hat, haben Tiere meist keine Angst vor dem Menschen. Warum? In den ältesten Schriften findet man Hinweise, daß erst durch das bestialische Verhalten des Menschen die Tiere mißtrauisch geworden und einige sogar zu Raubtieren oder Schädlingen mutiert sind. Wie kann das sein und wie kann man diese Entwicklung rückgängig machen?

Siehe dieses berührende Video über außergewöhnliche, angstfreie Mensch-Tier-Beziehungen: https://youtu.be/zdLTRH96NEI


31.07.2017

Eindrucksvolle Demos gegen neues Tier“schutz“-Gesetz

Verschiedene kleine Tierschutz- und Tierrechts-Organisationen hatten für den vergangenen Samstag, den 29. Juli 2017, zu großen Demos in Wien und Innsbruck aufgerufen. ANIMAL SPIRIT war mit seinem schlagkräftigen Transparent „Schützt die Tiere vor dem neuen TIER-„SCHUTZ“-GESETZ!“ in Wien dabei (siehe Fotos). Geschätzte gut 500 Personen - vertreten durch zahllose kleine, oft kaum bekannte Vereine, die zudem großteils ehrenamtlich arbeiten (müssen) - nahmen daran teil und zogen lautstark und bei glühender Hitze vom Wiener Westbahnhof zum Heldenplatz, wo seit kurzem die provisorischen Parlaments-Container stehen. Vergeblich mußte man allerdings Ausschau halten nach den „großen, reichen“ Tierschutz-Organisationen, die haben es wohl nicht für notwendig erachtet, hier mitzumachen…

Die wichtigsten Ziele der Demo waren und sind: 1. eine dringende Überarbeitung dieser mehr als mißglückten Tierschutzgesetz-Novelle, in Kraft getreten am 1. Juli 2017, u.z. gleich nach der Installierung einer neuen Regierung (welche hoffentlich endlich nicht mehr aus Rot UND Schwarz, der politischen Betonierer-Parteien der letzten Jahrzehnte schlechthin, bestehen wird)!

2. Die Entkriminalisierung von ehrenamtlich arbeitenden, großteils kleinen Vereinen und natürlich

3. eine entscheidende Verbesserung der Lage von sogenannten „Nutztieren“ - siehe auch unsere Aussendungen dazu in unseren Presseaussendungen vom Beginn dieses Jahres innerhalb der Begutachtungsphase: www.ots.at/presseaussendung/OTS_20170201_OTS0057 und www.ots.at/presseaussendung/OTS_20170309_OTS0026

Wir hoffen, daß die Rufe vieler Tierschützer - in seltener Einheit - nicht unerhört bleiben und es möglichst bald eine Reaktion auf gesetzlicher Ebene geben wird. Sicherlich müssen wir noch viel mehr kämpfen und weiter demonstrieren, damit die unzähligen Rufe für die stimm-losen Tiere endlich dann in der neuen Regierung gehört werden!

Siehe auch unter www.hungarydogs.at/home/demo, der Seite der Haupt-Organisatoren dieser gelungenen Demo.


31.07.2017

theeuropean.de: Schleichende Islamisierung im Kampf gegen „unreine“ Tiere

Im englischen Manchester werden seit einigen Wochen Flugblätter verteilt, die ein öffentliches Verbot von Hunden fordern. Unter dem Slogan „Zeigen Sie Respekt für uns und unsere Kinder und begrenzen die Anwesenheit von Hunden in der Öffentlichkeit“ fordert die moslemische Kampagnengruppe „Öffentliche Reinheit“ zum radikalen Hundeverbot auf.

Hunde haben – anders als in Deutschland – im klassischen Islam keinem besonderen Stellenwert. Ihre Haltung ist lediglich außerhalb des Hauses gestattet. Die Vorstellung vieler praktizierender Muslime geht davon aus, daß der Kontakt mit den Tieren unrein macht. Besondere Angst haben viele Gläubige vor dem Speichel – die Berührung gilt als völliges Tabu. Muslime müssen nach dem Kontakt mit Hunden rituelle Waschungen vollziehen, bevor sie zum Gebet in die Moschee gehen.

Nach einer religiösen Vorstellung betritt kein Engel das Haus, wenn sich ein Hund darin aufhält. Grund für die geringe Meinung gegenüber Hunden ist eine unglückliche Begegnung des Propheten Mohameds. „Qalb ibn qalb“, deutsch „Hund, Sohn eines Hundes“ ist daher eines der beleidigensten Schimpfworte der arabischen Welt. Aus vielen arabisch-muslimischen Ländern sind Videos bekannt, wo immer wieder grausamste Mißhandlungen gegenüber Tieren gezeigt werden. Brutale Tierquälereien prägen oft den Alltag!

Überfall auf Hundebesitzerin

Aber auch in Europa kommt es immer öfter zu Gewalttaten gegenüber Hunden – insbesondere in Städten mit einem hohen Muslim-Anteil. Wie die „Kronenzeitung“ jetzt berichtet, wurde jüngst eine „54-jährige Hundebesitzerin vor ihrem Gartentor von einer muslimischen Somalierin niedergeschlagen. Ein Hund der Wienerin war ihr nahe gekommen.“ Der Ehemann der Angreiferin fügte hinzu: „Wir wollen keine Hunde, die sind schmutzig“.

Im englischen Manchester werden seit einigen Wochen Flugblätter verteilt, die ein öffentliches Verbot von Hunden fordern. Unter dem Slogan „Zeigen Sie Respekt für uns und unsere Kinder und begrenzen die Anwesenheit von Hunden in der Öffentlichkeit“ fordert die moslemische Kampagnengruppe „Öffentliche Reinheit“ zum radikalen Hundeverbot auf.


31.07.2017

Neues von Barbara Rütting, 27.07.2017

Der Brief eines Journalisten der „Main-Post“ an die 90-jährige unermüdliche Tier- und Umweltaktivistin Barbara Rütting: Frau Rütting, brauchen wir Exoten im Parlament? veranlaßte diese zu folgender Antwort:

 „Weil es getan werden muß!“

Sehr geehrter Herr Stahl, vielen Dank für Ihren Samstagsbrief an mich und die guten Wünsche! Sie fragen, was Menschen wie mich motiviert, nun auch noch die Strapazen des Einsatzes für eine neue kleine Partei (Anm.: die in Deutschland kandidierende V-Partei³) auf mich zu nehmen, die kaum eine oder gar keine Chance hat, in den Bundestag zu kommen, und Sie schwanken zwischen Ver- und Bewunderung.

Die Antwort ist ganz einfach: weil es getan werden muß!

Vor 3 Jahren, da war ich 87, habe ich wieder einmal an einer Blockade der in der Eifel immer noch stationierten amerikanischen Atomraketen teilgenommen. Die Polizisten wollten mich nicht „in Gewahrsam“ nehmen, obwohl ich straffällig geworden war, wie die anderen auch. Einige kannten mich aus meinen Filmen, die anderen aus meinen vegetarischen Kochbüchern, wieder andere hatten Kinder, die im Tierschutz engagiert waren. Der Vorgesetzte wurde gerufen. Auch er fragte: Aber Frau Rütting, warum tun Sie sich das denn immer noch an, Sie müssen doch schon so alt sein wie meine Mama! Damals habe ich spontan geantwortet: Weil es getan werden muß!

Ja, weil es getan werden muß – und immer wieder getan werden muß, weil auch und gerade wir Alten nicht aufgeben dürfen, Widerstand zu leisten, wo Unrecht Recht ist, weil wir nicht nachlassen dürfen in unserem Bemühen, die Welt ein bißchen glücklicher zu machen, auch wenn es noch so hoffnungslos aussehen mag.

Sie können mir glauben, ich war oft daran, zu verzweifeln und aufzugeben. Weil ich meinte, die Leiden, die Menschen einander, den Tieren und der Natur ununterbrochen antun, nicht ertragen zu können. Da erhielt ich den Brief eines Eisenbahners. Er hatte täglich die Transportkäfige der für die Labore bestimmten Versuchstiere umzuladen und schrieb sinngemäß: Liebe Barbara Rütting, ich flehe Sie an, geben Sie nicht auf! Wenn ich meinen Mund aufmache und über all diese Greul berichte, verliere ich nur meinen Job – wenn Sie als Prominente Ihren Mund aufmachen hört vielleicht einer hin!

Damals habe ich mir geschworen: ich werde meinen Mund aufmachen für alle, die ausgebeutet werden, seien es Menschen, Tiere oder die Natur – da kann ich doch nicht in meinem idyllischen Häuschen sitzen und mein Barbara Rütting – Brot knabbern, da muß ich doch meinen Mund aufmachen, solange ich nach Luft schnappen kann. Vielleicht hört einer hin…

Lieber Herr Stahl, ob Sie es glauben oder nicht, es haben viele Menschen hingehört und hören immer wieder hin. Allein durch meine über 20 Bücher und die vielen Vorträge zu meinen Themen gesunde Ernährung, Verbraucher- und Tierschutz habe ich in 3 Generationen Menschen zu mehr Gesundheit und Lebensfreude verhelfen können, wie mir immer wieder berichtet wird. Die Samen, die ich ausgesät habe, tragen jetzt Früchte, so daß ich kurz vor meinem 90. Geburtstag sagen kann: diese letzte Phase ist die glücklichste meines Lebens, es hat sich gelohnt, dieses Leben!

Menschen-, Tier- und Umweltschutz waren und sind für mich – seit 50 Jahren Vegetarierin und seit ca. 6 Jahren Veganerin – untrennbar, und die Ernährung ist längst keine Privatangelegenheit mehr. Man kann es nicht oft genug wiederholen! Selbst mit Messer und Gabel trägt jedeR von uns dazu bei, ob diese Erde noch zu retten ist oder nicht. Und: das Gebot, du sollst nicht töten, sollte endlich auch in Bezug auf die Tiere gelten.

Die Brisanz dieser Thematik wird von den Menschen zunehmend erkannt und muß endlich auch bei den Politikern die gebührende Beachtung finden. Dazu wird die hellgrüne V-Partei³ entscheidend beitragen – und deshalb unterstütze ich sie.

Ihr Slogan lautet „Wir lieben das Leben“ – jedes Leben, auch das der Tiere. Deshalb leben wir ja vegetarisch oder vegan, Tiere sind unsere Freunde, und unsere Freunde können wir doch nicht essen!

Wie es dazu kam? 1970 zog ich, eine „Normalesserin“, auf einen Bauernhof, und konnte mir die Tiere, die ich nun hautnah kennenlernte, alle die Rehe, Hühner, Kälbchen, Nachbar Gustls Lämmchen fortan nicht mehr gesotten und gebraten auf dem Teller vorstellen, konnte sie nicht mehr essen, wurde zur Vegetarierin. 1976 schrieb ich mein erstes vegetarisches Kochbuch. Niemand außer mir glaubte an einen Erfolg – keine Fleisch-, keine Fischrezepte, wer sollte denn so ein Kochbuch kaufen? Es wurde ein Bestseller. Ein Familienvater erzählte mir kürzlich, seine Mutter habe das Buch damals gekauft, die ganze Familie lebte von nun an vegetarisch, wie auch seine eigene kleine Familie. Sein 4jähriger Sohn habe ihn gefragt: Papi, gibt es wirklich Menschen, die Fleisch essen?

Was für ein Bewußtseinswandel in so kurzer Zeit! Daß es 2017 allerdings eine Vegetarierpartei geben würde und daß diese Partei nun sogar für den Bundestag kandidieren will und wird – das hätte ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können.

Ein ehrgeiziges Ziel! Aber wie sagte Ben Gurion? „Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist!“ Eben: Und er hat den Staat Israel gegründet.

Ich habe durch meine inzwischen über 20 Bücher und zahllosen Vorträge immerhin 3 Generationen mit dem Vegetarismus-Bazillus infiziert und dadurch erheblich zur Verbreitung der vegetarischen Lebensweise beigetragen, darauf bin ich schon ein bißchen stolz. Da ich grundsätzlich nichts für unmöglich halte – wer hätte geglaubt, daß die Mauer eines Tages weg sein würde - finde ich die Vorstellung natürlich schon toll, ein Vater könnte seinem Sohn eines Tages antworten: Ja, mein Junge, es gab Zeiten, da haben die Menschen Tiere gegessen - aber das ist lange lange her!

Der Weg ist das Ziel! Schließlich hat es bei mir noch Jahrzehnte gedauert, bis ich mich für die vegane Lebensweise entschied. Denn mag ihre Haltung auch noch so „artgerecht“ sein – auch die männlichen Küken von Bio-Hennen werden geschreddert, also lebend zermust, auch den Kühen aus Bio-Haltung werden die Kälbchen entrissen und geschlachtet. Die Erfahrung zeigt, jeder wirklich konsequente Vegetarier wird irgendwann zum Veganer.

Besonders viele junge Menschen beginnen, vegetarisch oder sogar vegan zu leben. Der Wunsch nach Veränderung liegt förmlich in der Luft – das V im Namen der Partei steht ja nicht nur für „Vegetarisch“ und „vegan“ sondern auch für „Veränderung“ – und selbst Wissenschaftler verkünden heute: Die Zukunft wird vegan sein – oder sie wird nicht sein, die Menschheit wird nur überleben, wenn sie ihre Ernährung zumindest in Richtung vegetarisch ändert, anstatt weiter Natur und Tiere auszubeuten.

Die V-Patei³ ist die erste und einzige Partei, die diese allerdings nicht gerade populäre Forderung stellt. Nicht populär, weil sie bedeutet, daß der einzelne Mensch sich ändern muß. Nur wenn ich mich ändere, ändert sich die Welt. Populismus zumindest wird man uns also nicht vorwerfen können!

Einer Ihrer Kollegen fragte mich vor kurzem, was mich bewogen hat, in den 80er Jahren meine Schauspielkarriere aufzugeben und politisch aktiv zu werden. Ich war politisch aktiv seit ich denken kann, habe Anfang der 60er Jahre an meiner ersten Demo teilgenommen, in München gegen die Wiederaufrüstung Deutschlands. Heute ist Deutschland der drittgrößte Waffenexporteur, das ist unerträglich. Ich habe mich 1982 am Tor des Pharmakonzerns Schering in Berlin aus Protest gegen dessen Tierversuche angekettet, die Tierversuche sind seitdem drastisch gestiegen und steigen weiterhin. Ich habe in Mutlangen immer wieder mit vielen anderen Menschen gegen die amerikanischen Massenvernichtungswaffen demonstriert, in Wackersdorf gegen die Wiederaufbereitungsanlage von Brennstäben – alle diese Aktionen waren so wichtig geworden, daß ich die Schauspielkarriere 1982 bewußt beendete. Mutlangen und Wackersdorf sind jedenfalls Schnee von gestern, genauso wie die Mauer, zu deren Fall die oft verspottete Friedensbewegung entscheidend beigetragen hat.

Im Grunde ist alles politisch, was ich tue – auch das, was ich nicht tue.

In meiner Jugendzeit, vor sage und schreibe fast hundert Jahren, hat der Dichter Erich Fried gesagt: „Wer will, daß die Welt so bleibt, wie sie ist, der will nicht, daß sie bleibt.“ Der Ausspruch gilt auch heute noch, leider.


20.07.2017

netzfrauen.org: Mitten in Europa: Tschüss zum Artenschutz – Terroranschlag auf Ziesel (Gattung der Erdhörnchen)

Am 10. Juli Morgen erfolgte ein Bagger-Attentat auf die letzten Ziesel von Wien – sowie auf den Tier- und Artenschutz. Streng geschützte Tiere und ihr Lebensraum am Heeresspital werden plattgewalzt und zubetoniert. Hinter dem Auftragsmord stehen Baulöwen und Behörden.

Anrainer in der Umgebung des Wiener Heeresspitals in Wien Floridsorf wurden am Montag Morgen unsanft durch Motoren- und Baulärm geweckt – und sie wurden Zeugen eines neuerlichen Bagger-Attentats auf die seltensten Tiere Österreichs. Die streng geschützten Europäischen Ziesel (Spermophilus citellus), die in den meisten mitteleuropäischen Ländern bereits ausgestorben sind und entlang des Marchfeldkanals im Norden Wiens eines der letzten Rückzugsgebiete im urbanen Raum gefunden haben, werden wortwörtlich niedergewalzt und zubetoniert.

Obwohl Zieseln von der Stadt Wien laut Naturschutzverordnung aber auch auf internationaler Ebene strengster Schutzstatus zugestanden wird und sie laut EU und FHH Richtlinie weder gestört, vertrieben, verletzt oder gar getötet werden dürfen, fahren jetzt wieder Bagger auf, um ihren – ebenfalls geschützten – Lebensraum für immer zu zerstören und für diverse Bauprojekte am Wiener Stadtrand zu opfern.

"Wie ist so etwas etwa überhaupt möglich?“, fragen sich sämtliche Naturschutzorganisationen und Sprecher fast aller politischen Parteien schon seit 2011, als das Thema mitsamt einer im Auftrag der Wiener Umweltschutzabteilung erstellten Studie zur Artenkartierung von S. citellus erstmals im Gemeinderat landete. Warum werden Gebiete, die eigentlich zur Schutzzone deklariert werden müssten, zu Baugrund umgewidmet und teuer von der Stadt Wien an Bauträger verkauft, die dort natürlich bauen wollen? Gelten die Natur- und Artenschutzgesetze oder gelten sie nicht? Und kann man sich etwa mit genügend Investoren-Geldern davon freikaufen?

Wie sonst ist es zu verstehen, dass Behörden bei manchen Bauprojekten auf vorschriftsmäßige artenschutzrechtliche Prüfungen und ggf. ernsthafte Alternativenprüfungen des Standortes verzichten und im Gegenteil sogar Ausnahme-Genehmigungen erteilen, um die Bauvorhaben – entgegen rechtlichen Artenschutzbestrebungen – zu legitimieren?

Nachdem die Wiener Umweltbehörde MA 22 bereits letztes Jahr dem Bauträger „Kabelwerk“ die Zerstörung von ca. zwei Hektar am Heeresspital genehmigte – hier wurde der Ziesel-Lebensraum bereits erfolgreich zubetoniert – erhielt im jetztigen Anlassfall die teilweise in SPÖ-Besitz stehende „Sozialbau“ eine Ausnahme-Genehmigung für den Bodenabtrag von weiteren rund 0,3 Hektar. Und zwar auf einem Areal, das eigentlich als Ausgleichsfläche für die Zieselpopulation dienen sollte. (Im Originaltext: ”Auf der Fläche nördlich des Heeresspitals gibt es noch ca. 5 ha weiteren Lebensraum, die von den gegenständlichen Maßnahmen nicht betroffen sind”.) Und hatte man im Vorjahr noch Ersatzflächen im Ausmaß von 1:1 als Kompensation verlangt, reichen nun nur mehr 0,2 ha aus – mehr Platz war in der Umgebung des Heeresspitals einfach nicht mehr aufzutreiben.

Die letzten am Marchfeldkanal und in der Umgebung des Heeresspitals verfügbaren Lebensräume für Ziesel schrumpfen und schwinden jedenfalls immer weiter. Die hier beheimatete Population hat seit dem letzten Jahr durch verschiedene Maßnahmen mehr als 4,5 ha an Lebensraum verloren. Das Ergebnis ist ein enormer Dichtestress für die Tiere. So sollen die kleinen Nager, die für gewöhnlich in Erdbauen leben, mangels übrig gebliebenen Lebensraumes in der Kernzone des Vorkommens bereits Mauerrisse besiedeln.

Welchen realen Schutzeffekt Artenschutzgesetze haben, wenn Projekte mit politischer Unterstützung im Lebensraum geschützter Arten durchgezogen werden sollen, wird am Beispiel Heeresspital deutlich: Die im Gesetz vorgesehene Ausnahme wird zum Regelfall. Die nacheinander zur Genehmigung eingereichten Projekte sind immer nur kleine Teilstücke eines Gesamtprojekts, dessen Gesamt-Impact auf die Umgebung damit nie zur Untersuchung kommt – im Volksmund bis hinein in die EU-Gremien bereits als „Salami-Taktik“ bekannt – und eigentlich auch verboten.

Forderungen der NGOs, um diesen unhaltbaren Zustand zu beenden:
1. Ein Ende der Projektstückelung – die gesamte Umgebung des Heeresspitals ist im Zuge naturschutzrechtlicher Verfahren als das zu betrachten, was sie ist: Ein städtebauliches Gesamtprojekt.
2. Die Prüfung alternativer Standorte hat, wie gesetzlich vorgesehen, ernsthaft zu erfolgen, nicht nur wie bisher pro-forma.
3. Angesichts der Relevanz des Zieselvorkommens (mit 800-1000 Tieren eines der größten Österreichs) ist das Habitat unter Schutz zu stellen, um ggf. nötige Schutzmaßnahmen durchsetzen zu können.


20.07.2017

tagesschau.de: Massenställe für Bio-Hühner? Auch Bio-Hühner leiden in der Massentierhaltung

Bei Bio-Eiern denken viele an glückliche Hennen auf einem Hühnerhof. Die Realität sieht anders aus: bis zu 3000 Legehennen zusammengepfercht in einem Stall. Bald erlaubt die EU sogar mehr als 12.000 Hühner pro Betrieb. Bei keinem anderen Produkt greifen die Deutschen (und Österreicher) so oft zu Bio-Ware wie bei Eiern. Für mehr Tierschutz sind sie bereit, deutlich mehr Geld zu zahlen. Doch wie werden Bio-Eier heute produziert - stimmt das idyllische Bild der glücklichen Hühner? Maximal 3000 Bio-Legehennen pro Stall sieht die aktuelle EU-Verordnung vor. Pro Quadratmeter Stallfläche sind maximal sechs Tiere erlaubt. Von der romantischen Vorstellung eines kleinbäuerlichen Betriebs ist das schon ziemlich weit entfernt.

Mehrere Herden in einem Gebäude

Doch in den vergangenen Jahren wurde diese Bestimmung weiter ausgehöhlt. In Deutschland hat die Politik es zugelassen, daß mehrere Herden mit jeweils 3000 Hühnern in einem Gebäude gehalten wurden, abgegrenzt durch Trennwände. Außerdem wurde erlaubt, statt sechs bis zu zwölf Bio-Hennen pro Quadratmeter im Stall zu halten, wenn Volieren und Stahlgestelle vorhanden sind, die zur nutzbaren Fläche dazu gerechnet werden können. Seit drei Jahren wird die Reform der EU-Öko-Verordnung verhandelt. Report Mainz liegt ein vertrauliches Verhandlungsprotokoll vor. Am 28. Juni hatten sich Vertreter des EU-Parlaments, der Kommission und des Ministerrats auf einen gemeinsamen Reform-Text geeinigt.

Künftig mehr als 12.000 Tiere legal

Das EU-Parlament hatte gefordert, daß pro Bio-Betrieb maximal 12.000 Legehennen gehalten werden sollten. Außerdem sollte der Begriff Hühnerstall eindeutig definiert werden. Das Dokument belegt, wie diese Ziele im Zuge der Verhandlungen aufgegeben wurden. Wird der Entwurf umgesetzt, sind künftig riesige Bio-Legehennen-Betriebe mit deutlich mehr als 12.000 Tieren legal.

Martin Häusling von den Grünen ist Berichterstatter des EU-Parlaments in den Verhandlungen. Er sagt: "Das hat etwas mit der Kommerzialisierung des Biobereichs zu tun, wo tatsächlich Strukturen eingerissen sind, wo Großbetriebe zusammen mit dem Großhandel das Geschäft zunehmend bestimmen." Kritiker halten die Neuregelung der EU-Öko-Verordnung für Betrug am Verbraucher - und an den Bio-Bauern. Die kleinen Bio-Bauern, so ihre Befürchtung, würden dadurch in den Ruin getrieben.

Mehr dazu auch auf www.tierschutzbuero.de


20.07.2017

Petition: Vereinte Nationen sollen Verbrechen gegen die Menschlichkeit ächten!

"Den Tieren unsere Stimme leihen – die UN muss unsere Hilfeschreie erhören!"

Seit langem weiß ich (Peter H. Arras, www.akt-mitweltethik.de) um unfaßbare Tierfolterungen vor allem in jenen Ländern, in denen es kein Tierschutzgesetz gibt. Diese Praktiken werden aus Spaß am Quälen begangen und nehmen immer schlimmere Formen an. Sie werden gefilmt, fotografiert und ins Internet gestellt und von Menschen – auch Jugendlichen -  auf der ganzen Welt betrachtet. Diese Verbrechen verrohen zahllose Menschen und stiften zur Nachahmung an, oder sie verstören Mitfühlende und führen zu seelischen Leidzuständen – wie z. B. bei mir, denn die Bilder und Filme von z. B. lebendig gehäuteten oder gekochten Tieren, die man über Tage und Stunden absichtlich zu Tode quält, lassen mich nicht mehr los.

Weil wir in einer globalisierten Welt leben, ist das, was z. B. in China geschieht gleichbedeutend mit dem, was mein Nachbar tut – deshalb muß ich dagegen vorgehen und hoffe auf breite Unterstützung. Es muß Aufgabe der Vereinten Nationen (UN) im 21. Jahrhundert sein, unsere Welt zu befrieden und Sadismus in jedweder Form – auch gegenüber Tieren - zu ächten.

Die UN sind bezüglich interkultureller Fragen der Ethik in keinster Weise aufgestellt – es gibt nicht einmal ein Ressort zu dieser bedeutenden Thematik. Globalisierung kann aber nicht funktionieren, solange nicht auch die Ethik gegenüber Leben weltweit modernisiert wird.

Mit dieser Petition fordern wir die UN zu folgenden Maßnahmen auf:

1. Ächtung von Tierfolterungen, da es hierzu keinen vernünftigen Grund geben kann.
2. Intervention bei allen Staaten, die kein Tierschutzgesetz aufweisen, ein solches unverzüglich zu erlassen.
3. Einrichtung eines UN-Ressorts für interkulturelle Ethik und deren Entwicklung gemäß wissenschaftlicher Erkenntnisse.
4. Gründung einer UN-Organisation für Tierschutz und Tierrechte.
5. Proklamation, daß auch Nichtmenschen Bewohner dieses Planeten sind und ein naturgewolltes Anrecht auf Leben, Schutz und artgemäßen Lebensraum aufweisen, das von der Menschheit grundsätzlich zu respektieren und zu wahren ist.

Die von mir geforderten Maßnahmen sind das Mindeste, wozu eine Staatengemeinschaft – also jeder von uns -  verpflichtet ist, denn „Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandeln.“  (Mahatma Gandhi)

 JEDER kann meine Petition unterschreiben, denn eine Weltgemeinschaft, die diese Verbrechen toleriert, verliert ihren Anspruch, menschlich zu sein!

(Siehe auch - nur für starke Nerven - verschiedene Videos, wie Tiere in Asien lebendig gegessen werden!).


11.07.2017

Unser langjähriger Tierschutzlehrer, Dr. Friedrich Landa aus Frankenburg in OÖ, schreibt:

„Sg. SPÖ-Mitglieder, für politisch Unparteiische wird es heuer im Herbst schwer, die richtige Wahl zu treffen. Wir sind noch unentschlossen. Denn manche SPÖ-Aktionen sind so zweifelhaft, daß es schwerfällt, eine solche Partei zu wählen.

Da wird in Frankenburg ein "Kinder-Ferienspaß" angeboten, bei dem junge Menschen beim "Fischen für Kinder" lernen sollen, "wie es geht", Tiere zu fangen, zu quälen und zu töten:
Für die Fische ist an einer Angel zu hängen kein Spaß, sondern sehr qualvoll!

"...die gefangenen Fische darfst du natürlich mit nach Hause nehmen."

Erhalten Kinder eine derartige "Einschulung" und wird die Tierquälerei des Fischens als "Sport" vermittelt, wird dadurch die natürliche Fähigkeit der jungen Menschen zu Mitgefühl mit allen empfindungsfähigen Lebewesen geschwächt. Gewalt gegen Tiere, so zeigen wissenschaftliche Studien, geht leicht auch in Gewalt gegen Menschen über, wenn die Fähigkeit zur Empathie durch angelernte Grausamkeit verloren gegangen ist oder vermindert wurde.
Es ist eine Schande, daß eine Partei wie die SPÖ, anstatt die Bereitschaft  zum Tierschutz bei unseren Kindern und Jugendlichen zu fördern, Tierquälerei als glücksverheißende Ferien- und Freizeitbeschäftigung anbietet.“

Dr. Friedrich Landa
"Tierschutz im Unterricht"
Endriegl 7
4873 Frankenburg

PS.: Lehrer, Eltern oder auch Schüler, die gerne im nächsten Schuljahr an ihrer Schule eine oder mehrere Unterrichtseinheiten "Tierschutz im Unterricht" organisieren bzw. anbieten möchten, melden sich bitte schon jetzt bei 0664/3434366 oder info@tierschutz.cc . Nähere Infos dazu auch unter www.tierschutzlehrer.at.


11.07.2017

Aufruf: DEMO gegen die Tierschutzgesetz-Novelle 2017! (www.hungarydogs.at)

Siehe auch www.kleinezeitung.at

Wann? - am 29. Juli 2017, ab ca. 13 Uhr

Wo? - WIEN, Route; Treffpunkt vor dem Tierschutzministerium, Radetkzystraße 2, 1030 Wien - danach marschieren wir über den Oskar-Kokoschka-Platz bis zum Parlament

Die Tierschutzgesetzes-Novelle 2017 zwingt alle kleinen, privaten Tierschutzvereine ohne eigenes Tierheim im Inland seit dem 1. Juli 2017 zur Handlungs-UNfähigkeit! Unsere ehrenamtliche, jahrelange und schweißtreibende Tierschutzarbeit wird mit einem Schlag einfach zunichte gemacht und das können/möchten wir nicht hinnehmen! Welche Auswirkungen diese Novelle mit sich zieht, ist uns wohl allen bewußt...

Denn wir, als aktive Tierschützer, sind - im Gegensatz zu den Politikern - TÄGLICH mit der Tierschutz-Arbeit konfrontiert und denken nicht nur für den nächsten Moment, sondern ebenfalls an die Langezeitfolgen solcher Gesetzgebungen! Diese Novelle bedeutet schlicht und einfach das TODESURTEIL für eine immense Anzahl an Tieren im IN- UND AUSLAND! Gleichzeitig stellt sie eine große Schande für das (eigentlich) tierliebende Österreich dar!

Neben all den Petitionen, Protest-Seiten und Mails an die Behörden, Politiker, etc. möchten wir eine weitere Möglichkeit nutzen, unseren Unmut über die aktuelle Lage zu äußern und noch mehr Menschen auf diesen Mißstand aufmerksam zu machen! Wir brauchen DRINGEND EURE UNTERSTÜTZUNG - denn nur zusammen sind wir stark ... und laut!

Wir suchen; Tierfreunde, Tierschützer, Vereine und alle Menschen die GEGEN diese Novelle sind und dies mit uns laut bekunden möchten. JEDE Hilfe ist gefragt - FÜR unsere vierbeinigen Schützlinge, denn WIR sind ihre Stimme!

Mit freundlichen Grüßen, Karin Hegen

Hung(A)ry DOGS-Verein für Hunde in Not
Telefon: +43 (0) 650 4003584
Mail-Adresse: hungary-dogs@gmx.at
Website: www.hungarydogs.at

HIER die passende Petition dazu


11.07.2017

www.animals-angels.de: Goldrausch (von Silvia Meriggi):

Wenn Sie das Wort ‚Goldrausch‘ hören: denken Sie dann auch ans 19. Jahrhundert? Nein: Der jüngste Goldrausch begann, als die Türkei im Jahr 2010 das Verbot von Tier-Importen aufhob. Alle Welt wollte plötzlich im Wettbewerb vorne sein, alle wollten ihre Claims abstecken und Geld mit den Tieren verdienen. So auch die EU. Gier ging vor Würde: Die Anstrengungen jener EU-Bürger, die sich für das Wohl der Tiere einsetzen, kamen unter die Räder.

Was geht da vor? Was passiert mit ‚unseren' Tieren auf so langen Strecken und in einem Land mit anderer Kultur und Gesetzeslage? Bei unserem ersten Besuch vor Ort konnten wir gewissermaßen auf einen Blick das gesamte Ausmaß des Exporthandels mit den Tieren erfassen, denn alle Transporte müssen an der Grenze durch dasselbe Nadelöhr hindurch. Auf den Straßen in Europa begegnen uns die Transporte ja auf vielen verschiedenen Routen und erst die Statistik läßt das große Ganze erahnen. An der türkisch-bulgarischen Grenze aber waren wir am Zoll umringt von Tiertransportern – sie waren praktisch überall.

Keine Ahnung Im Grenzterminal, auf der Straße, an jeder Tankstelle, an jedem Parkplatz: ein Transporter am andern. Keiner der Fahrer hatte eine Ahnung, wie und wann es weitergehen würde. Und die Tiere warteten in den LKW. Sie standen und fielen und lagen bei knallender Hitze und klirrendem Frost. Kein oder viel zu wenig Futter, kein Wasser. Zu eng, zu stickig. Gestank, Gedränge, Elend. Warten auf den Stempel in den Papieren, auf die Weiterfahrt und schließlich das Ausladen im Schlachthaus oder irgendeinem dunklen, schäbigen Stall. Manche überlebten das nicht, trotz unserer hilflosen Versuche, ihnen etwas Wasser oder ein wenig Heu zu bringen. Von Würde ganz zu schweigen.

Massive Mißstände Was wir gesehen hatten, berichteten wir an die EU-Kommission und die EU-Mitgliedsstaaten, aus denen die Tiere kamen: Mit Unmengen von Briefen, Fotos, Filmen und Berichten haben wir versucht, dem Unglück Einhalt zu gebieten. Und heute, sechs Jahre später? Geht der Export genauso weiter. Und unsere Einsätze auch, mit denen wir Druck auf die EU und auf die nationalen Behörden ausüben. Doch die Agrarpolitik ändert sich nicht. Kein einziges EU-Land hat sich gegen diese Quälerei ausgesprochen. Schlimmer noch: Die Exportzahlen steigen. Und manchmal habe ich den Eindruck,

… daß sich nichts ändert. Daß ich für die Tiere nichts tun kann. Trotzdem gehe ich mit den Animals’ Angels weiter zu ihnen. Wir bleiben bei ihnen. Wir warten mit ihnen, bei Tag und bei Nacht. Wir dokumentieren alles, was wir sehen und hören. Wir fotografieren. Wir notieren. Wenn nicht wir – wer dann? Und wenn wir dann wieder in unserem ‚normalen’ Leben sind, fällt es uns schwer, wieder anzukommen. Denn ein Teil von uns bleibt dort: bei den Tieren. Ein Stück von uns bleibt in dieser Parallelwelt, wo Hunderte Augen völlig unbemerkt über die Grenze gebracht werden. Hunderte Augen. Hunderte Persönlichkeiten. Jeden Tag.

Mein Auftrag: darüber sprechen. Bei den Tieren sein und den Menschen zeigen, was das heißt. Habe ich etwas erreicht bisher? Ich habe an Meetings und Sitzungen teilgenommen und Gespräche geführt. Es wurden Dokumente erstellt, die zu einer besseren Abwicklung der Transporte führen sollen. Meetings und Dokumente verändern die schreckliche Wirklichkeit nicht. Aber ich bringe damit die Tiere in die Säle und Büros und Versammlungsräume. Ich bringe sie vor die Augen, in die Akten und – hoffentlich – in die Herzen der Bürokraten, die sonst nur von ihnen als ‚Lebendgewicht’ und ‚Großvieheinheit’ sprechen.


11.07.2017

stern.de: Hund trifft Herrchen wieder – und dreht fast durch - Video!

Shane Godfrey und sein Hund Willie waren unzertrennlich, bis er ins Krankenhaus mußte. Nach wochenlangem Aufenthalt hatte der Amerikaner so stark abgenommen, daß Willie ihn nicht mehr erkannte. Bis er kurz schnupperte.

Seinen Hund Willie hat Shane Godfrey zu Beginn des vergangenen Jahr in Sanford, North Carolina, auf seiner Veranda gefunden. Willie war damals noch ein Welpe. Godfrey nahm ihn auf und verbrachte seither jede Minute mit ihm. Bis Ende Februar dieses Jahres, da wurde Godfrey krank. Nachdem eine Grippe diagnostiziert worden war, mußte der Amerikaner ins Krankenhaus – wo sich der Krankheitsverlauf verschlimmerte: Aus der Grippe wurde eine doppelseitige Lungenentzündung, gefolgt von Nierenversagen, Blutvergiftung, Gehirnentzündung. Es stand so ernst um Godfrey, daß die Ärzte mit dem Schlimmsten rechneten. Fünf Wochen dauerte es, bis sich sein Gesundheitszustand wieder stabilisiert hatte. In dieser Zeit hatte er beträchtlich an Gewicht verloren.

Für Willie wird diese Zeit auch nicht einfach gewesen sein. Der Hund fand zwar bei Godfreys Schwester Unterschlupf, aber warum sein Herrchen und bester Freund ihn plötzlich im Stich gelassen hatte, konnte er natürlich nicht ahnen. Anfang April, Godrey war gerade aus dem Krankenhaus entlassen worden, kam es dann endlich zum Wiedersehen. Doch Willie traut seinen Augen nicht, wie dieses Video beweist.

Nichts täuscht eine Hundenase

"Ich hatte im Krankenhaus mehr als 20 Kilogramm abgenommen und sah entsprechend anders aus", beschreibt Godfrey den Tag der Begegnung. "Er war zunächst unsicher und bellte mich an. Als er nah genug herangekommen war, um zu schnuppern, hat er mich sofort erkannt und drehte vor Freude förmlich durch. Mir treten immer noch die Tränen in die Augen, wenn ich mir das Video ansehe."

Seit der Rückkehr läßt Willie sein Herrchen nicht mehr aus den Augen. "Er weicht nicht von meiner Seite, seit ich nach Hause gekommen bin", erzählt Godfrey. Daran wird sich in Zukunft sobald wohl auch nichts ändern, die Gefahr, noch ein Mal verlassen zu werden, ist einfach zu groß.

 


26.06.2017

ARCHE NOAH: Europäisches Patentamt will Patente auf Pflanzen und Tiere legalisieren

Behörde ignoriert 800.000 BürgerInnen – Regierungen müssen das EPA stoppen

(Wien/OTS) - Am Mittwoch und Donnerstag, den 28. und 29. Juni, treffen sich die 38 Vertragsstaaten des Europäischen Patentamtes (EPA) in Den Haag, um einen Beschluß über die Zukunft der Patentierung von Pflanzen und Tieren zu fassen. Seit einer sehr umstrittenen Entscheidung des EPA über Tomaten- und Brokkoli-Patente im März 2015, gab es in Europa über 800.000 Unterschriften gegen Patente auf Leben, Masseneinsprüche sowie Aktionen gegen Bierpatente.

Doch statt ein wirksames Patentverbot auf herkömmliche Pflanzen und Tieren umzusetzen, will das EPA nun das Unrecht im Gesetz festschreiben. „Infolge der großen Lobbymacht der Konzerne ist der Vorschlag des EPA wirklich dreist. Wenn die Vertragsstaaten hier zustimmen, besiegeln sie den Ausverkauf unserer Ernährungsgrundlagen und der Biodiversität an die Großkonzerne“, sagt Katherine Dolan, Bereichsleiterin Politik bei ARCHE NOAH, dem Verein zur Erhaltung der Kulturpflanzenvielfalt.

Das EU-Parlament und die EU-Kommission haben schon eine Begrenzung der Patentvergabe auf den Bereich Gentechnik gefordert. Der Vorschlag des EPA ist hingegen richtig hinterhältig: man tut so, als ob man Patente auf herkömmliche Pflanzen und Tiere verbieten würde, im Kleingedruckten steht aber das genaue Gegenteil: eine drastische Ausweitung der Patentierbarkeit. Ein Beispiel: Auch einzelne Zellen von Pflanzen und Tieren sollen patentierbar sein – betroffen wären davon alle Pflanzen und Tiere, die aus diesen Zellen bestehen. Auch das bestehende Problem, daß Patente auf Gentechnik auch herkömmliche Pflanzen und Tieren mit denselben Eigenschaften umfassen können, wird nicht gelöst. An diesen Punkten haben die Konzerne direkt mitformuliert. „Klar, das EPA verdient mit jedem erteilten Patent auch Geld. Aber die Natur gehört weder dem EPA noch den Konzernen. Zumindest bis Mittwoch“, sagt Dolan.

Für einen Beschluß ist eine Dreiviertel-Mehrheit der Vertragsstaaten nötig. „Speziell Länder wie Österreich, die eine klare Haltung gegen Patente auf Leben haben, müssen für Ausgewogenheit und gegen die Interessen der Saatgut-Riesen und Patentanwälte auftreten und das EPA stoppen. Der zuständige Technologieminister Jörg Leichtfried muß dafür kämpfen, daß dieser Text im Verwaltungsrat nicht angenommen wird und daß sich Österreich statt dessen vehement für ein tatsächlich wirksames Verbot der Patentierung von Leben einsetzt“, sagt Dolan.


26.06.2017

1. Daniela Böhm: Brandrede zum Marsch zur Schließung aller Schlachthäuser, Kassel

2. Dr. Melanie Joy: "The secret reason why we eat meat" (auf Englisch)

3. netzfrauen.org: Ein großartiges Beispiel für die Welt: In Neuseeland gilt – Tiere sind wie Menschen „fühlende“ Wesen:
Im Land der Kiwis und Hobbits wurde eine Grundsatzentscheidung getroffen, der andere Länder folgen sollten. Neuseeland entschied per Gesetz, was wir schon lange wissen: Tiere können Schmerz, Freude, Angst und Wohlsein empfinden. Sie sind kein Gegenstand, welchen man nutzen kann, wie … Weiterlesen →


26.06.2017

Regenwald.org-Petition: Perverse Wilderei für Elefanten-Haut für China stoppen!

Es ist ein abscheuliches Geschäft: Asiens Elefanten werden getötet, weil chinesische Kunden mit Salben aus Elefantenhaut Ekzeme, Pickel und Verdauungsstörungen behandeln oder gern Schmuck aus dem Material tragen. Bitte machen Sie sich für ein Ende des Handels mit Elefantenhaut stark.

Die Bilder sind schwer zu ertragen: In Myanmar (das frühere Burma) werden zig Elefanten gewildert und gehäutet. Bullen, Kühe, Kälber – Wilderer töten offenbar jeden Elefanten, den sie kriegen können. Geht es so weiter, sind die 2.000 Tiere im Land bald ausgerottet. Die meisten Käufer getrockneter Elefantenhaut kommen aus China. Salbe aus der Haut soll gegen Ekzeme, Pickel und Verdauungsprobleme helfen. Begehrt sind zudem Armbänder und sonstiger Schmuck aus Elefantenhaut.

In Myanmar und China ist der Handel mit Elefantenprodukten zwar verboten, die Verbote werden aber oft nicht befolgt. Verstöße werden selten bestraft.

Bitte fordern Sie von Myanmars moralischer Autorität Aung San Suu Kyi, sich für den Schutz der Elefanten zu engagieren. Bitte fordern Sie von Chinas Präsident Xi Jinping den Handel mit Elfenbeinprodukten zu beenden.

Xi Jinping kommt am 7. und 8. Juli zum G20-Gipfel nach Hamburg. Wir wollen ihn mit möglichst vielen Unterschriften „empfangen“!


26.06.2017

Prowildlife.de: Kein Hai-Gefängnis in Pfungstadt!

Haie gehören ins Meer – und nicht in kommerzielle Aquarien!

Ursprünglich sollte „Europas größtes Hai-Aquarium“ in Sinsheim (Baden-Württemberg) gebaut werden. Doch wegen anhaltender Proteste und verzögerter Baugenehmigung planen die Investoren nun das SHARK CITY in der hessischen Kleinstadt Pfungstadt. Unter dem Deckmantel, Umweltbildung für den Schutz bedrohter Haie zu betreiben, wollen die künftigen Betreiber ein kommerzielles „unvergleichbares Schau- und Erlebnisaquarium“ errichten. Laut Handelsregister sind auch Tauch-Events, Erlebnisgastronomie sowie „Handel und Vertrieb von Meerestieren“ geplant.

Die meisten Haie sind aufgrund ihrer Lebensweise für eine Haltung in Becken nicht geeignet. Viele Tiere sterben bei Fang, Transport oder aufgrund von Haltungsproblemen im Aquarium. Zudem werden die in Aquarien gezeigten Haie meist im Meer eingefangen , denn die Nachzucht gelingt für viele Arten nicht.

Noch ist Zeit, dieses unsinnige, unverantwortliche Vorhaben zu stoppen – in Sinsheim, Pfungstadt oder wo auch immer! Bitte fordern Sie die zuständigen Behörden auf, SHARK CITY nicht zu genehmigen!


19.06.2017

Kurier.at (14.6.2017): Wegen Millionen-Erbschaft: Bundesländer verklagen die Aiderbichl-Stiftung

Oberösterreich und Salzburg hätten demnach mehr als 1,3 Millionen Euro von verstorbenem Tierfreund erben sollen.

"Gnadenhof, Gier und Geld." So faßte Oberstaatsanwalt Wolfgang Handler Anfang November die Causa rund um den Gnadenhof in Maria Schmolln (Bezirk Braunau, OÖ) zusammen. Der Ankläger sprach von einem regelrechten "Stelldichein der heimischen Tierschützer-Szene" am Hof von Millionär Gerd Viebig, um an finanzielle Mittel zu kommen.

Die Verwendung des Vermögens, das Gut Aiderbichl nach Viebigs Tod im November 2011 wie auch den Hof geerbt hatte, zu Lebzeiten des Tierfreunds beschäftigte damals das Landesgericht Ried. Der frühere Gutsverwalter Günther S. und seine Schwester Karin K. sind wegen schweren Betrugs bzw. Veruntreuung zu Haftstrafen verurteilt worden. Sie sollen hunderttausende Euro aus dem Vermögen des verstorbenen Besitzers zweckentfremdet haben. Die Urteile sind nicht rechtskräftig, das Rechtsmittelverfahren läuft nach wie vor.

Die Querelen rund um das Viebig-Vermögen sind damit aber noch nicht zu Ende. Anfang April haben die Bundesländer Oberösterreich und Salzburg eine Erbschaftsklage gegen die Gut Aiderbichl Privatstiftung wegen mehr als 1,3 Millionen Euro beim Landesgericht Salzburg eingebracht. Den Gebietskörperschaften sei im Herbst 2016 bekannt geworden, dass das Testament zugunsten der Aiderbichl-Stiftung "verfälscht bzw. unterschoben" worden sei. So steht es in der Klageschrift, die dem KURIER vorliegt.

Die Klage bezieht sich auf ein Testament im Juni 2006, indem Viebig die beiden Bundesländer je zur Hälfte als Erben seines Vermögens eingesetzt habe. Ende Juli 2010 habe er dann ein weiteres Testament unterschrieben, mit dem alle bisherigen widerrufen worden seien – zum Nachteil der Länder und eines Tierschutzvereins, der die Liegenschaft übernehmen hätte sollen.

"Viebig nicht anwesend"

Der im November 2011 verstorbene Gerd Viebig sei nicht anwesend gewesen, als die drei Testamentszeugen ihre Unterschrift leisteten, beanstandet der Anwalt der Länder, Franz Haunschmidt. Er beruft sich unter anderem auf eine eidesstattliche Erklärung von Viebigs damaliger Haushälterin. "Daraus ergeben sich Bedenken, ob das Testament ordnungsgemäß zustande gekommen ist", sagt Haunschmidt.

Die beschuldigte Stiftung bestreitet die Vorwürfe über ihren Anwalt Gerhard Lebitsch "zur Gänze". Die Klage entspreche nicht den Tatsachen, heißt es in seiner schriftlichen Stellungnahme. "Es hat in Details ein paar widersprüchliche Zeugenaussagen gegeben", sagt Lebitsch. Aus den Einvernahmeprotokollen gehe aber klar heraus, daß das Testament rechtmäßig zustande gekommen sei.

Das Landesgericht Salzburg hat die Klage der beiden Bundesländer zugelassen, wie Mediensprecher Peter Egger bestätigt. Der erste Verhandlungstermin vergangenen Donnerstag sei allerdings bereits nach etwas mehr als zehn Minuten zu Ende gewesen. "Die klagenden Parteien haben die Unterbrechung des Zivilprozesses bis zur rechtskräftigen Entscheidung in einem bei der Wirtschafts-und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) anhängigen Ermittlungsverfahren beantragt", sagt Egger. Das Gericht habe dem Antrag stattgegeben. Der Prozeß liegt damit auf Eis.

6,6 Mio. Euro Schaden

Im Verfahren der WKStA droht den "Aiderbichlern" weitaus größeres Ungemach. "Konkret prüfen wir, ob durch Täuschung eine Schenkung erfolgt ist, eine Erbschaft betrügerisch erlangt und Spendengelder zweckwidrig verwendet wurden", sagt Sprecher René Ruprecht. Ermittelt werde gegen vier Personen aus dem Umfeld der Aiderbichl-Stiftung, darunter Gründer Michael Aufhauser und Geschäfsführer Dieter Ehrengruber. Der Gesamtschaden, von dem die WKStA ausgeht, beläuft sich auf mindestens 6,6 Millionen Euro. Ruprecht spricht von einem Zwischenstand: "Die Ermittlungen laufen noch."

Laufende Ermittlungen: Schatten über dem "Tierparadies"

Erste Kratzer bekam das Image von Gut Aiderbichl als „Tierparadies“ im April 2015. Damals wurden die anfangs von der Staatsanwaltschaft Ried geführten Ermittlungen  rund um das mutmaßlich unrechtmäßige Testament von Gerd Viebig zugunsten der Aiderbichl-Stiftung bekannt. Im März 2016 tauchten  weitere Medienberichte auf, zum Beispiel über eine Katzenliebhaberin aus Niederösterreich, die sich von den Aiderbichl-Chefs Michael Aufhauser und Dieter Ehrengruber betrogen fühlte. Die beiden stellten die Vorwürfe stets in Abrede.