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Themen

Hier findet sich eine Zusammenfassung unserer vielfältigen politischen bzw. aktionistischen Tierschutz-Tätigkeiten und Petitionen. Es werden jeweils die aktuellen Themen aus unseren Newslettern hinzugefügt, sodaß die Bereiche immer am neuesten Stand bleiben.

 

Sie können hier die chronologische Liste nach verschiedenen Themen, Titeln oder auch Daten filtern.

 

Hierzu zählen z.B. unsere alljährlichen Kampagnen bezüglich der Fohlenmärkte bzw. unsere diesbezüglichen Freikauf- und Vermittlungsaktionen, allgemeine (politische) Tierschutz-Themen, unsere Beteiligung an internationalen Tiertransport- oder Anti-Schächt-Kampagnen, unsere Arbeit für die Verbesserung der Tierschutz-Gesetzgebung für Schweine, Geflügeltiere, Kaninchen und andere Tierarten oder für ein/e Einschränkung/Verbot tierquälerischer Jagdpraktiken. Weiters finden Sie hier Berichte über unsere Auslandsprojekte, wie Streunerhunde in Thailand und Eselhilfe in Ägypten, aber bisweilen auch andere Hilfsaktionen bzw. Petitionen, an denen wir uns beteiligen (z.B. gegen das alljährliche brutale Robben-Massaker in Kanada oder die grausamen Schächtpraktiken beim jährlichen Kurban Bayrami-Opferfest). Zudem bringen wir u.a. alternative Sichtweisen über die von WHO oder anderen "Gesundheits"-Behörden ausgerufene "Seuchen" und Zwangsimpfkampagnen. Darüber hinaus auch kritische Beiträge zu Gentechnik, Patentierung von Leben, EU und Tierschutz sowie allgemein zur EU und der daraus resultierenden - oft absurden - verpflichtenden Gesetzgebung für Österreich.

z.B. 17/08/2018
12.08.2018

2 Haflinger-Wallache Thor und Loki suchen neues Zuhause!

Kurz bevor die "Schlachtfohlen"-Saison mit all den schrecklichen Auktionen in Östereich und Süd-Deutschland Anfang September wieder beginnt (wir werden in den nächsten Newslettern mehr darüber schreiben), suchen diese beiden hübschen Haflinger-Wallache „Thor“ und „Loki“ noch einen guten Lebensplatz. Sie stammen bereits aus der ANIMAL SPIRIT-Fohlenrettung von 2009! Leider ist ihre Besitzerin, wo sie ein traumhaftes Leben führen durften, letztes Jahr überraschend verstorben und jetzt suchen die beiden, allerdings nur gemeinsam, wieder ein neues Zuhause!

Thor und Loki wurden angeritten, aber die meiste Zeit Ihres Lebens konnten sie einfach nur ihr Dasein genießen (siehe Bilderserie unten auf ihrem alten Platz, als Fohlen und erwachsen)! Sie sind sehr gutmütig und leicht zu "handeln", wenn man nur ein bißchen Pferdeerfahrung hat. Derzeit stehen sie vorübergehend auf einem Einstellplatz im Waldviertel. Die beiden werden nur mit Schutzvertrag an einen artgerechten und liebevollen Lebensplatz vermittelt! (Siehe auch unsere Vermittlungsseite).

Nähere Infos & Kontakt: ANIMAL SPIRIT, (+43) 02774/29330 oder office@animal-spirit.at


12.08.2018

Siebenschläfer-Baby „Samson“ in guten Händen - wer kennt einen Kollegen?

Just nach der Kastration des Rammlers „Hermann“ (siehe oben) haben unsere Mitarbeiterinnen im Ordinationsraum ein leises Piepsen gehört und sind auf die Suche gegangen. Gefunden haben sie ein winziges, einsames Siebenschläfer-Baby. Wie es dorthin gekommen ist, weiß niemand (im Dachstuhl des Hauses von Dr. Plank bzw. ANIMAL SPIRIT, direkt am Waldrand gelegen, tummeln sich jedenfalls jede Menge Siebenschläfer, jedoch nicht im Untergeschoß…). Jetzt wird der ca. 3-4 Wochen alte Samson von Tierbetreuerin Denise liebevoll per Hand aufgezogen und gefüttert, und er hat sich prächtig entwickelt, auch die Augen sind schon offen. Allerdings bräuchte er in ein paar Wochen, wenn er dann ganz selbständig fressen kann, Artgenossen, damit er nicht völlig auf den Menschen geprägt wird und irgendwann wieder in die Freiheit entlassen werden kann.

Wer hat bzw. weiß zufällig von ca. gleichaltrigen Artgenossen, wo Samson dazu genommen werden oder ggf. auch einen, der bei uns abgegeben werden könnte, zum Sozialisieren? Bitte ggf. gleich bei Denise melden unter 0676-7059363 oder d.holubar@gmx.at .


12.08.2018

Zu verkaufen: wunderschöne alte Pferdekutsche und alter Pferdeschlitten!

Eine Freundin und Gönnerin unseres Vereins ANIMAL SPIRIT hat uns diese beiden wunderschönen alten, aber voll einsatzbereiten Pferdkutschen zur Verfügung gestellt, für den Verkauf zugunsten der Tiere auf unseren Gnadenhöfen. Sie sind derzeit auf Ebay zu einer Online-Auktion eingestellt, die noch bis zum 19. August aktiv ist, unter folgenden links:

Pferde-Kutsche: http://r.ebay.com/GP31Lr

Pferde-Schlitten: http://r.ebay.com/GWLqNk

Bei der Pferdekutsche handelt es sich um ein Steyrer-Wagerl, echte alte Handwerkskunst, aus der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts! Sie kann ein- und zweispännig, auch mit Großpferden gefahren werden.

Auch beim abgebildeten Pferdeschlitten handelt es sich um diese traditionelle Handwerkskunst aus den Bergen Oberösterreichs. Er kann ebenfalls ein- und zweispännig mit Großpferden gefahren werden.

Zu besichtigen wären beide Kutschen in A-4644 Scharnstein, OÖ. Kontakt über ANIMAL SPIRIT, office@animal-spirit.at oder (+43) 02774-29330.

Der Erlös kommt zu 100% unserer Tierschutzarbeit zugute!

(Der Verkauf erfolgt unter Ausschluß jeglicher Gewährleistung. Das Hundemodel ist nicht Teil der Auktion…).


12.08.2018

Nachtrag zum Kuhrettungs-Aufruf in unserem letzten Newsletter „Hier geht’s um LEBEN und TOD“:  

Seit unserem Hilfsaufruf für die 25 verbleibenden Milchkühe und Kalbinnen auf dem aufzulassenden Hof in Norddeutschland haben sich sehr viele Tierfreunde gemeldet und auch etliche gespendet, manche sogar für den Freikauf einer ganzen Kuh in Höhe von 950,- €! Herzlichen Dank dafür.

Dennoch suchen noch mehr als die Hälfte der Milchkühe eine/n Freikäufer/in, damit sie danach abgemolken werden können und auf dem Hof (Altkuhherde) der uns persönlich bekannten Laura P. ihr restliches Leben ohne weitere Ausbeutung und ohne Angst vor Schlachtung - oder noch schlimmer Schächtung in Nordafrika - verbringen dürfen. Auch ANIMAL SPIRIT hat sich bereit erklärt, notfalls noch die eine oder andere Kuh freizukaufen, falls sich nicht genügend SpenderInnen für alle finden sollten.

Hier nochmals die (vollständigen) Daten zum Spendenkonto für die Rettungs-Initiative „LIEBE KUH LIEBE“:
IBAN: DE05 3701 0050 0863 3915 00, PB Köln
BIC: PBNKDEFFXXX
Betreff: Exportkühe
oder PAYPAL KONTO: LIEBE KUH LIEBE  xnasax@gmx.de

Bitte jede Spende hilft - die verbleibenden Kühe und Kälber werden es Ihnen danken!

Weitere Infos und Bilder auf Facebook: www.facebook.com/LiebeKuhLiebe/

Laura Priscillia,  xnasax@gmx.de, Mobil: (+49) 0152 / 37122196


12.08.2018

Video: Unsere Lebensweise – einfach zum Nachdenken…

Hier ein 4-minütiges Video zum Nachdenken (ohne extrem grausame Bilder!), warum es – v.a. durch unsere „zivilisierte“ Lebens- und Ernährungsweise – zu all dem unermeßlichen Tierleid, den Umweltproblemen und dem Hunger auf dieser Welt kommt:

www.youtube.com/watch?v=LcU_yiWyfUs

Mehr zum Thema auch in unserer – leider immer noch aktuellen – Broschüre „Nimm bitte das Tier vom Tisch“, zu bestellen HIER oder unter office@animal-spirit.at.


06.08.2018

Hilfsaufruf: Für 25 Milchkühe geht’s um LEBEN und TOD

Seit Wochen kursiert dieser Aufruf von Laura Priscillia zur Rettung von bis zu 38 Milchkühen, Kalbinnen und Kälbern in Nord-Deutschland durchs Internet. Einige konnten mittlerweile gerettet werden, aber heute erreichte uns die Nachricht, daß der Bauer nun 25 Kühe sogar für den internationalen Export freigegeben hat – was das bedeutet, noch dazu bei dieser Hitze, kann sich jede/r selbst ausmalen. Wir haben deswegen beschlossen, diesen dringenden Aufruf auch mit unserem Newsletter weiterzuleiten:

25 KÜHE SOLLEN JETZT DEN HOF ZUM EXPORT IN NICHT EU-LÄNDER VERLASSEN - für 950,- € pro Stück Lebendvieh!!

WIR BRAUCHEN JETZT JEDE HILFE, um die restlichen Kühe freikaufen zu können - ES IST SO ERNST-BITTE HELFE WER HELFEN KANN! Zusammen würde das 23.750,- € ausmachen - EINE GEWALTIGE SUMME, DIE NUR MIT VIELEN SPENDEN ZU SCHAFFEN IST! Denn jede einzelne Kuh muß bezahlt werden!

SPENDENKONTO:

LIEBE KUH LIEBE
IBAN DE05 3701 0050 0863 3915 00
PB Köln
BIC PBNKDEFFXXX
Betreff: EXPORTKÜHE

oder PAYPAL KONTO: LIEBE KUH LIEBE  xnasax@gmx.de

Bitte jede Spende hilft-  die Not ist so groß!

Zur Vorgeschichte: Die „Todgeweihten“ sind hier bei mir am Hof, wo der physisch und psychisch schwer kranke Bauer entscheidet – nämlich über LEBEN oder TOD. 10 frischgekalbte Kalbinnen (Färsen) sollten bereits vor 10 Tagen vom Viehhändler abgeholt und in die Drittländer verschifft werden. Denn die hiesigen Schlachthöfe sind vollständig ausgelastet, die Kühlhäuser voll, die Schlachtkapazitäten erfüllt- u.a. auch wegen der lang anhaltenden Trockenheit und damit Futterknappheit.

Der Bauer hat nun entschieden: Die 10 Jung-Kühe plus 15 Milchkühe stehen zum Export in nicht EU Länder an, ein neuer Viehhändler wird das Geschäft abwickeln! Nicht bekannt ist, wie hoch sich in diesem Falle die EU-Subventionen (!) pro Kuh belaufen, der Weg geht über einen Sammelstall in Schleswig-Holstein; weiter geht’s nach Niedersachsen, dann Zuladen von weiterem Vieh in Exportställen - dann zum EU- EXPORTSTALL an die niederländische Grenze, ein letztes Mal ein Checkup durch den zuständigen Amtsveterinär und weg auf nimmer Wiedersehen – bis in die Türkei oder gar nach Nordafrika zum Schächten??

Es gibt nämlich keinerlei Möglichkeiten, über die Landesgrenze hinweg den Weg der Tiere zu verfolgen. Auch für die Behörden verläuft sich dann die Spur, bzw. interessiert es die gar nicht. Denn im EU-Ausland gilt kein EU Recht mehr und damit können die Kühe der weiteren beliebigen „Verwertung“ zugeführt werden. Hauptsache das „Geschäft“ mit millionenfachem Tierleid ist gelaufen und der Profit stimmt für alle Beteiligten.

Die Abholung der Tiere ist für spätestens KW 33/34 im August vorgesehen – also bereits ab nächster Woche! Die Kühe könnten – so sie freigekauft würden - sofort in drei Ställe wechseln, um gemolken zu werden bis die Milch von alleine versiegt und gehen dann in meine Altkuhherde und müßten nie wieder Kälber bekommen oder anderweitig genutzt werden.

ICH BITTE im Namen der 25 KÜHE UM IHRE HILFE!

Laura Priscillia,  xnasax@gmx.de

Mobil: (+49) 0152 / 37122196 (jederzeit)

Facebook: www.facebook.com/LiebeKuhLiebe/


06.08.2018

www.pro-iure-animalis.de: Sind Jäger Psychopathen?

Eines der Hauptaugenmerke von Pro jure animalis liegt auf dem Widersinn der Jagd. Dieser Tierschutz-Verein beschäftigt sich auf ihrer Internetseite in mehreren Beiträgen u.a. mit der psychischen Disposition von Jägern. Wie kann ein Mensch das Töten von Tieren als Freizeitvergnügen ausüben, seine Taten und sein abseitiges Hobby moralisch rechtfertigen? Wie wird Jagd gegenüber Nicht-Jägern und Jagd-Kritikern gerechtfertigt? - Das sind nur zwei Fragestellungen von vielen.

Der SRF sendete in seinem Format „True Talk“ die Statements einer jungen Jägerin. Sehen Sie dazu die Aussagen der Schweizer Jungjägerin in voller Länge!

Falk Weinrich von FALCAT Medien (www.falcat.org) kommentiert auf brillante Weise die größtenteils flachen und widersinnigen Aussagen der Jungjägerin. Jeder weitere Kommentar erübrigt sich – lassen Sie das Video auf sich wirken und urteilen Sie selbst:

Video-Diskurs: Sind Jäger Psychopathen?


06.08.2018

Das Märchen vom Bedarf an „guten tierischen Eiweiß“ von Frank-M. Giegold

"Ich sehe aktuell in allen einschlägigen Sendungen des deutschen Fernsehens Beiträge wimmeln, die die Steigerung des Verzehrs von Eiweiß propagieren – ganz raffiniert spricht man dabei nicht unbedingt vordergründig von „tierischem Eiweiß“ (obwohl die Hintermänner der Kampagne genau das meinen) – vergißt aber nicht, jeweils am Ende „den Segen von FISCH als einem der tollen Eiweißspender“ zu erwähnen. Dabei ist bekannt, daß Meeresfisch inzwischen eindeutig das am meisten durch Gifte verseuchte Fleisch ist!

Es gibt keinen Meeresfisch mehr ohne chemische Belastung! Unsere Meere sind mit Schwermetall und vielen anderen Giftstoffen verunreinigt. Die armen Fische können dem nicht entgehen. Und hinter dieser „angeblich neuen Wissenschafts-Erkenntnis“ steckt natürlich die Fisch-Industrie, die schwer ums Überleben zu kämpfen hat...

Für einen Vegetarier/Veganer müßte allein der grausige Gedanke an das schreckliche Leid der Fische beim Angeln mit Rute und Netzen ausreichen, um zu wissen, daß da etwas nicht stimmen kann. Fische können halt nicht schreien – sie leiden stumm. Auch die Ausschüttung ihrer Panik-Hormone beim Tötungsakt essen alle Fleischesser immer mit und belasten sich damit enorm.   

Dabei ist genau diese Information über „den guten Fisch“ die um 180 Grad falsche: Fisch schadet wegen seiner Unreinheit durch Vergiftung – und schadet doppelt, weil sein tierisches Eiweiß vom Menschen ohnehin schwerer verstoffwechselt werden kann als pflanzliches Eiweiß, das z.B. in frischem Grüngemüse hinreichend vorhanden ist!

Fast alle Menschen essen viel zu viele Eiweiß-Anteile durch andere Lebensmittel. Und diese Tatsache wird von dieser Kampagne genau „um-gedreht“ – es sei zu wenig! Mit der Folge, daß sich noch mehr überschüssige Säure im Körper bildet, die der Mensch nicht verarbeiten kann – und somit in der Not als „Polster und deftige Gewichtszunahme“ ablegen muß.

Wir brauchen nach dem aktuellen Stand der Forschung ca. 25 Gramm Eiweiß pro Tag – der Durchschnittsbürger konsumiert aber über Fleisch, Industrie-Nahrung, Eier, Milchprodukte aller Art mindestens das 4 – 5 –fache täglich! Und nun soll noch mehr Fisch dazu kommen - alles schwer verdauliche tierische Eiweiße.

Dazu der Buchtipp über die „Mehr-Eiweiß-Lüge“ der bekannten Biochemiker und Ernährungs-Wissenschaftler Dr. Robert O. Young und Shelly Redford Young: „Die ph-Formel – der sichere Weg zur Traumfigur“! Säure bildet sich im Körper durch falsches Essen, saure Gedanken und Handlungen – ein Leben gegen die Natur. Auch Bakterien, Viren und Parasiten sind nicht verantwortlich für Krankheit. Das Millieu (materiell gesehen die Säure), das wir ihnen in unserem Körper durch unser Verhalten schaffen, läßt sie in uns  „schädlich“ wirken!

Hier noch ein LINK zur Buchbeschreibung unseres Arztes Jordi Campos: "Fisch essen macht krank"


06.08.2018

wolodja51.wordpress.com: Andrew Tilsley - dieser Künstler bringt die Sache auf den Punkt!

Andrew Tilsley gehört zu jenen Künstlern, deren Werk nicht vieler Worte bedarf, denn die Bilder sprechen für sich selbst! Aber eine Sache ist ganz wichtig und erwähnenswert, denn dieser empathische Maler ist nicht nur vegan, was seinen Speisezettel anbelangt, sondern er malt auch vegan, also alles, was er zur Herstellung seiner Kunstwerke verwendet, ist tierleidfrei, enthält also keine tierischen Produkte, weder die Farben, noch die Pinsel, noch der Leim, noch sonst irgendwas!

Er gehört zu jenen veganen Künstlern, welche sich unter dem Namen ‚Art of Compassion Project‘ zusammengeschlossen haben, um den Tieren zu helfen! Ihnen allen gehört unser Respekt, unser Dank und unser Wunsch auf gutes Gelingen, denn so hochherzig wie sie ist nicht jeder Mensch auf diesem Planeten, das wissen wir nur zu gut!


06.08.2018

www.regenwald.org: Petition für Orang-Utans auf Sumatra

Das Überleben von 800 Tapanuli-Orang-Utans - die letzten ihrer Art - hängt von einem winzigen Stück Regenwald im Norden Sumatras ab.

Wissenschaftler haben erst im letzten Jahr herausgefunden, daß es sich bei dieser Population um eine eigene, dritte Orang-Utan-Art handelt und erklärten sie sofort zu den am stärksten gefährdeten Menschenaffen der Welt.

Doch jetzt drohen Planierraupen und Motorsägen unsere nächsten Verwandten für immer auszulöschen. Indonesien plant in ihrem Regenwald ein Staudammprojekt, chinesische Baufirmen sollen es errichten. Der einzigartige Lebensraum der Tapanuli-Orang-Utans soll in den Wassermassen untergehen, die Umgebung von Straßen und Starkstromleitungen zerschnitten werden.

Wildtierexperten werden sich in wenigen Tagen mit dem indonesischen Präsidenten Joko Widodo treffen, um ihn zu überzeugen, das Kraftwerkvorhaben abzubrechen. Mehr als 200.000 Menschen haben unsere Petition schon unterzeichnet - bitte unterschreiben auch Sie und leiten Sie die Aktion weiter!

HIER geht’s zur Petition!


30.07.2018

www.rbb24.de: Jäger verschanzt sich vor Polizei und gibt Schüsse ab: Drei Verletzte in Burg (Spreewald, D)

29.07.18: Ein 51-Jähriger hat in Burg im Spreewald seine Schwiegereltern angegriffen und später mit einem Gewehr um sich geschossen. Dann versuchte sich der betrunkene Mann nach ersten Ermittlungen mit einem Schuß selbst zu töten, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Er wurde am Samstagabend schwer verletzt in einer Grundstückseinfahrt gefunden und in ein Krankenhaus gebracht.

Bei dem Streit habe er zunächst die 81 und 84 Jahre alten Schwiegereltern geschubst und geschlagen. Als die 54-jährige Lebensgefährtin ihren Eltern zu Hilfe kam, habe er sie ebenfalls angegriffen. Alle drei konnten sich anschließend in Sicherheit bringen.

Der Mann, ein Jäger, griff dann zu zwei Gewehren und gab auf dem Vierseitenhof zahlreiche Schüsse ab. Dabei wurden auch zwei vorbeifahrende Autos getroffen, aber niemand verletzt. Zudem zündete er einen mit Heu beladenen Anhänger in einem Schuppen an. Neben dem Tatverdächtigen wurden auch die beiden Schwiegereltern in ein Krankenhaus gebracht. Die Hintergründe der Tat waren zunächst unklar.

Dazu passend: www.rostock-heute.de: Fastunfall bei der Jagd - Polizei stellt Schußwaffen sicher

Die Polizei stellte in Parkentin bei Rostock Jagdwaffen sicher, nachdem mehrere Geschosse dicht neben einer Frau und ihrer Tochter in ein Maisfeld einschlugen. Am 27.7.2018 kurz nach 21 Uhr schilderte eine 39-jährige Frau aus Parkentin der Polizei Bad Doberan, daß sie mit ihrer 6-jährigen Tochter einen Spaziergang in der Nähe ihres Wohnhauses unternahm, als sehr dicht neben ihnen mehrere Geschosse in ein Maisfeld einschlugen. Zeitgleich waren mehrere Schüsse zu hören.

Beide hielten erschrocken inne, kehrten zum Wohnhaus zurück und informierten die Polizei. Durch weitere Zeugenaussagen und umfassende polizeiliche Ermittlungen wurden drei Jagdausübungsberechtigte festgestellt, die sich im betreffenden Zeitraum am Ereignisort aufgehalten haben und der Jagd nachgegangen waren.

Nach Rücksprache mit der Waffenbehörde des Landkreises stellte die Polizei alle Jagdwaffen vorläufig sicher. Die genauen Umstände sind Bestandteil der kriminalpolizeilichen Ermittlungen. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet.


30.07.2018

RespekTiere.at: Offener Brief an Rabbiner Schlomo Hofmeister

Vorbemerkung: Aufgrund der aktuell wieder in verschiedenen Medien geführten „Schächt-Debatte“ leiten wir hier diesen offenen Brief der Tierschutz-Organisation „RespekTiere“ weiter, dem wir uns vollinhaltlich anschließen können. Sind doch eben diese Orga und ANIMAL SPIRIT in Österreich die beiden einzigen relevanten Tierschutzvereine, die sich seit Jahren offen gegen diese archaische und bestialische Tierquälerei – aus angeblich „religiösen Gründen“ – aussprechen. Alle anderen Vereine halten sich bei diesem Thema aus Gründen der angeblichen „politischen Korrektheit“ und aus Angst, reflexartig ins „rechte Eck“ gestellt zu werden, nobel zurück…

„Antisemitische Reflexe“ zur Schächtdebatte?
Hochverehrter Herr Rabbiner Hofmeister! Der Grund unseres Schreibens ist folgender: Die aktuelle Schächtdebatte in Österreich ist nicht zuletzt aufgrund Ihres Beitrages, und dafür sind wir dankbar, einmal mehr in den Fokus des öffentlichen Interesses gerückt. Wir denken das ist eher nicht in Ihrem Interesse, denn in Bezug auf das Thema 'Schächten', dürfte es Ihnen doch um sehr vieles lieber sein, wenn die Öffentlichkeit dazu tunlichst in Schweigen verharrt - trotz oder gerade wegen einer vermutlich breiten Mehrheit, welche sich eine Verschärfung derzeit geltenden Rechtes wünscht. Jedenfalls behaupteten Sie in einem Interview mit der Zeitung ‚Österreich‘ folgendes (siehe HIER): „Mittels eines extrem scharfen Messers wird der Schnitt unterhalb des Kehlkopfes gesetzt. Innerhalb einer Zehntelsekunde ist das Tier bewußtlos. Im Unterschied zu nicht koscheren Schlachtungen wird das Tier nicht erstickt. Beim Ausbluten hat es keinerlei Bewußtsein mehr…“

Dann erfahren wir von Ihnen, einen Todeskampf kann es bei jüdischen Schächtungen nicht geben. Nur noch Nervenreflexe sind möglich. Weiters werten Sie die - aus unserer Sicht sehr berechtigte und zunehmend laute - Forderung nach einem generellen Schächtverbot als „neuen Versuch, jüdisches Leben einzuschränken. Wir kennen das seit der Römerzeit, daß versucht wurde, über Schächtungsverbote jüdisches Leben zu vertreiben.“ Dies sei „ein Eingriff in die Religionsfreiheit und eine unehrliche Debatte. Wenn es um Tierwohl ginge, müßte es auch um Gatterhaltung und die quälende Erstickung von Schweinen vor ihrer Schlachtung gehen.“

So weit, so gut; dazu gibt es aber ein paar Überlegungen, welche Sie in Ihren Ausführungen vielleicht so nicht bedacht haben; ein Beispiel: Bei einem Treffen mit dem Imam Dipl. Ing Tarafa Baghajati von der Islamischen Gemeinschaft im Dezember 2016 hörten wir ganz ähnlichen Bekundungen. Tiere wären nach dem Schächtschnitt sofort tot, würden Geringstmögliches vom Tötungsvorgang selbst spüren. OK, sagten wir damals, Sie, Herr Imam Baghajati, haben unsere Zusage; wir werden jegliche Debatte zur Thematik sofort beenden, wenn wir uns mit eigenen Augen von der Richtigkeit dieser Behauptung überzeugen, also einer solchen religiösen Schlachtung beiwohnen dürften. Dies wurde in Aussicht gestellt, es müßte hierfür allerdings noch bei Ihnen, Herr Rabbiner Hofmeister, um eine diesbezügliche Erlaubnis angefragt werden. Fast selbstredend kam das weitere Treffen zum grimmigen Anlaß niemals zustande, und nicht nur das, nie hatten wir weder von Herrn Baghajati noch von Ihnen auch nur eine Absage gehört. Da werden Erinnerungen wach; im April 2006 durfte ich ein langes Interview mit dem Präsidenten der Israeltischen Kultusgemeinde in Salzburg, Herrn Marko Feingold, führen (nachzulesen unter www.respektiere.at/comatix_news.php?newsid=783). Dabei erzählte der inzwischen 105-Jährige, übrigens Österreichs ältester Holocaust-Überlebender, ebenfalls davon, daß Tiere beim Schächten sofort tot seien und keinen Augenblick leiden würden. Ich antwortete damals, ich hätte anderes mit eigenen Augen gesehen, aber ich würde mich gerne davon überzeugen lassen, daß dies bei einer jüdischen Schlachtung in Österreich anders wäre. ‚Kein Problem‘, erwiderte der sympathische ältere Herr. Leider aber war der Präsident für uns in Folge nicht mehr zu erreichbar, sodaß auch in diesem Falle nie ein Termin festgesetzt werden konnte (wir antworteten nach dem Nichtzustande-Kommen weiterer Gespräche nach vielen Versuchen und langem Zuwarten 6 Monate später mit einer Kundgebung vor der Israelitischen Kultusgemeinde, was prompt zu einer völlig überzogenen Anzeige beim Staatssicherheitsdienst führte…).

Nun werden wir also wieder um einen Termin für das Beiwohnen einer Schächtung anfragen; Herr Rabbiner, Sie, der Sie sich so sicher sind in der Sache, können dabei alle Vorurteile gegen das Schächten ausräumen und nicht nur das - stellt sich Ihre nun öffentlich getätigte Darstellung als tatsächlich richtig heraus, werden wir keine Sekunde zögern, das Schächten danach in unseren Publikationen als allgemein beste Schlachtungsform zu erwähnen. Wenn dem Tier zuvor keinerlei Ängste zugefügt werden, wie zum Beispiel das Nicht-Mitansehen-Müssen vorhergehender Schlachtungen, weiters kein Hinweis auf die folgende Tat zu erahnen ist (laut Heiligen Büchern darf bis zum letzten Augenblick kein Messer sichtbar sein) und die Bewußtlosigkeit dann in der Tat bereits nach einer Zehntelsekunde eintritt, so wäre es eine für jegliche arme Tiere sicher bessere Aussicht, als sie selbst im allerbesten konventionellen Schlachthof zu erwarten ist. Sie können Ihrer Sache mit einer Einladung also nur Gutes tun!

Wie Sie sich denn die Aufregung wegen des Schächtens erklären, wollte die Zeitung im besagten Interview noch von Ihnen wissen. Die Antwort? Raten wir mal. „Antisemitische Reflexe entziehen sich jeder Erklärung.“ Der Satz steht im Raum, unverrückbar. Ein Satz, oft gehört, der in vielen Situationen leider passend ist, gar keine Frage. Wir entschuldigen uns an dieser Stelle auch von ganzem Herzen für Ewiggestrige und wissen natürlich, daß die angesprochene Thematik unfaßbarer Weise immer noch eine aktuelle ist. Nicht zuletzt, weil das betäubungslose Schlachten dann aber nicht nur jüdische Mitbürger betrifft, sondern im selben Maße auch muslimische (und alleine von der Anzahl der Gläubigen wohl noch viel stärker), versackt der Vorwurf dort, wo er hingehört – im Matsch des Polemischen. Anzumerken wäre hierzu wohl nur, daß die Bereitschaft zur Betäubung vor dem Schächtvorgang bei muslimischen Menschen wesentlich gegebener ist, als es die Israelitische Kultusgemeinde je zulassen würde.

Es muß einfach einmal gesagt werden: die leidige Antisemitismus-Keule bei jeglicher kleinsten Kritik (wobei ‚Schächten‘ aus Tierschutzsicht schon ein sehr großes Kaliber ist) sollte einmal eingepackt bleiben, in einem derartigen Zusammenhang mag sie niemand mehr hören und hat sie auch absolut keine Berechtigung; im Gegenteil, an dieser Stelle ist sie sogar eine echte Beleidigung. Warum? Weil hier Sie es sind, welcher Menschen mit ehrlicher Absicht, nämlich jener den Tieren bestmöglichen Schutz zu gewähren, höchst unehrenhafte Beweggründe unterstellt. Haben Sie darüber schon einmal nachgedacht? Sollte Sie tunlichst tun, denn solch schwere Vorwürfe unreflektiert auf alle Menschen auszuschütten, besonders auf solche, welchen selbst bei loser Betrachtung so überhaupt gar nichts von den von Ihnen angesprochenen Gründen überhaupt nur in den Sinn kommt, entbehrt jeder Grundlage.

Für die Sache der Tiere einzutreten ist für eine Gesellschaft ein höchst wichtiger Wert, im selben Maße wie die Religionsfreiheit‚ denn ein diesbezüglicher Fortschritt im Umgang mit den Mitgeschöpfen läßt, frei nach Mahatma Gandhi, genauso auf die moralische Größe einer Nation schließen wie ein im human-sozialen Bereich erzielter. Wir dürfen die Sache der Tiere nicht unterordnen; es wäre ein furchtbarer Fehler, ein Fehler, welcher unsere Menschlichkeit untergräbt. „Solange es Schlachthöfe gibt, wird es auch Schlachtfelder geben“, ist ein Zitat des russischen Dichters Leo Tolstoi, welches diese These besonders treffend unterstreicht.  Noch drastischer drückte die Sicht der Dinge wohl der jüdische Nobelpreisträger und Holocaust-Überlebende Isaac B. Singer aus, der feststellte: „Wo es um Tiere geht wird jeder zum Nazi. Für die Tiere ist jeden Tag Treblinka.“

Anstatt eine ernsthafte Diskussion zuzulassen und sich monoton des Holzhammer-Argumentes zu bedienen, kann für einen Gelehrten Ihres Schlages nicht zufriedenstellend sein. Derartige Argumente dienen wohl eher dazu, um allfällige Kritiker von vornherein mundtot zu machen, immer im Bestreben, daß solche dann lieber still und leise sind, um nicht geradewegs ‚überfahren‘ oder gar in ein braunes Eck gedrängt zu werden. So etwas ist Ihrer unwürdig. Wir hoffen, Sie sehen die Sachlage nach kurzem Nachdenken ähnlich.

Nochmals zur Erklärung: Wir können es nicht oft genug betonen, wir als Tierschützer sind für die Tiere da, es kann und darf nicht sein, daß wir uns bei dieser ohnehin immensen Aufgabe dazu hinreißen lassen, in zwischenmenschliche Problematiken hinein zu geraten, uns in ein politisches Eck drängen oder gar einer Parteifarbe zuzuordnen zu lassen. Religiöse Belange sind nicht die unseren zu kommentieren, außer diese führen auf direktem Wege zu einem Umgang mit Tieren, welchen wir selbst nach reiflichster Überlegung nicht gutheißen können. Denn unsere Aufgabe ist es für die Mitgeschöpfe stark zu sein, gegen alle und jede/n vorzugehen, der/die die Würde der Tiere untergräbt, Tiere mißhandelt, Tieren ihre ohnehin viel zu geringen Rechte zu berauben versucht. Rassistische Untertöne haben in unserem Bestreben so gar nichts verloren, denn eine derartige Verirrung, auszumerzende Unmenschlichkeit, bringt nicht nur rein gar nichts der Sache selbst, sie macht uns unweigerlich zu schlechteren Menschen. Sind die Fronten erst einmal verhärtet und Mauern aufgebaut, braucht es zuallermeist mehr Kraft und Anstrengung, diese wieder einzubrechen um dann wenigstens auf die Grundvoraussetzungen zurückzukehren, als es zuvor benötigt hätte, um in Ruhe und im von gegenseitigen Respekt getragenen Austausch einen für alle Seiten akzeptablen Kompromiß zu erzielen.

Es muß uns völlig egal sein, aus welchen Kulturkreis oder Erdteil, aus welchen Gründen oder politischen Entwicklungen Menschen Tiere schlecht behandeln, wir müssen das Problem selbst an der Wurzel packen, ohne dabei aber unsere eigene Menschlichkeit zu untergraben und schließlich unweigerlich zu verlieren. Schächten ist und bleibt in unseren Augen eine nicht gutzuheißende Praxis, und egal wer eine solche betreibt, der muß breitgefächerte Gegenwehr spüren. Aber Völker oder Religionen als Gesamtes zu verdammen - das ist das Letzte was uns je in den Sinn kommen würde - kann und darf niemals der richtige Weg sein.

Festzuhalten gilt aber ohne jede Abstriche, das betäubungslose Schlachten muß unserer Ansicht nach in allen Fälle unerlaubt sein, unwiderruflich festgeschrieben im Gesetzbuch, denn alles andere zu propagieren gleicht einem bodenlosen Verrat am Tierschutz. Ein solches Töten ist ja eigentlich laut österreichischem Gesetz sowieso von vornherein verboten, es entspricht nicht umsonst dem schrecklichen Delikt „Tierquälerei“. Das Problem aber ist, es gibt Ausnahmen, wenn selbige Handlung aus „religiösen Gründen“ geschieht. Aber Tierquälerei, so meinen wir, bleibt immer bloß Tierquälerei, auch wenn sie im Namen Gottes betrieben wird.

Wenn Sie unsere Seiten aufmerksam lesen, dann wissen Sie, wir haben uns mit der Islamischen Gemeinschaft getroffen, mit der Israelitischen Kultusgemeinde, mit dem türkischen Botschafter, und dabei immer das Gespräch gesucht. Wenn dann allerdings diesbezüglichen Bemühungen sofort von diversen Seiten als Hetze verleumdet werden, dann läuft etwas gewaltig schief. Vorbeugend, für allfällige Leser dieser Zeilen eines offenen Briefes, sollte hier eine Feststellung Platz finden, bevor man in allfälligen Foren unüberlegte Dinge von sich gibt, für die wir alle keine Zeit haben: Natürlich protestieren wir auch gegen das „normale“ Schlachten, hunderte Male, wir beschreiten jedes Jahr an den Osterfeiertagen sogar „Kreuzwege für Tierrechte“. Sie sehen, wir messen nicht mit zweierlei Maß. Es ist so wie es ist, wer nicht den Auftrag zum Töten geben möchte, der wird sich unweigerlich der pflanzlichen Nahrung zuwenden; ich denke, wer dies tatsächlich tut, es ist ein wunderbarer Schritt, welchen Gott, wie immer wir ihn auch nennen, wohl nur begrüßen kann. Denn wer dessen Schöpfung ehrt - was zweifellos im Sinne des Schöpfers liegt - der wird das möglichste tun, um Schmerz und Leid in der Tierwelt auszumerzen, zumindest weitest-möglich auszuschalten.

Wir alle dürfen sehr gespannt sein, wie eine gerechte Gottheit eines Tages richtet, wie seine Beurteilung zu dieser Problematik ausfallen wird. Der weltbekannte Komponist Richard Wagner gab hierzu vielleicht einen Denkansatz, der es wert ist, über das Gesagte zu grübeln: „Ich weiß nicht, wie der Liebe Gott einmal mein Lebenswerk bewerten wird. In den letzten Wochen habe ich über fünfzig Partiturseiten vom Parsifal geschrieben und drei jungen Hunden das Leben gerettet. Warten wir ab, was gewichtiger auf die Waagschale drücken wird.“

In einer Zeit, wo es denkbar einfach ist, sich tierleidfrei zu ernähren, ob es einst beim höchsten Gericht ein Argument sein wird, dies getan zu haben?!  Ich denke ja, denn ein Blick in unsere Schlachthöfe, egal wie auch immer dort getötet wird, muß einen gütigen Gott mit Abscheu erfüllen. Auch darüber könnte man sinnieren. Aber das Fleischessen an und für sich steht zu diesem Zeitpunkt nicht zur Diskussion. Wohl aber die Art der Fleischbeschaffung, womit wir wieder bei „unserem“ Dialog angekommen sind.

Wir werden also immer gegen Tierquälerei eintreten, völlig bedeutungslos, wie scharf der Gegenwind ist. Diese Kampagne hier wird deshalb erst dann beendet sein, wenn VOR dem Schächtschnitt eine Betäubung erfolgen MUSS, nicht erst, wie es der österr. Gesetzgeber zur Zeit vorgibt, NACH dem Schnitt! Und bitte kommen Sie nicht mit dem Totschlagargument, auch in konventionellen Schlachthöfen wachen Tiere nach der Narkose auf, denn wenn sie das tun – und leider passiert dies auch - ist es ein Verbrechen und kann und muß natürlich ebenso gewaltig und mit allen Mitteln und Konsequenzen bekämpft werden. Aber aus dem Grund, weil derartiges (ILLEGAL) passiert, kann man doch nicht – wie es viele versuchen - pauschal das betäubungslose Schlachten rechtfertigen!!! Nur deswegen, weil anderswo ebenfalls Unrecht geschieht (ich betitle beide Vorgänge mehr als bewußt als ‚Unrecht‘, weil beim konventionellen Schlachten ein Aufwachen aus der Narkose eben nicht dem Gesetz entspricht und deshalb strafbar ist, und beim betäubungslosen, siehe oben, von vornherein gesetzlich anerkannte Tierquälerei impliziert ist), wird eigenes doch nicht automatisch zum Recht.

Wenn Sie nun vielleicht denken, wir wissen gar nicht wovon wir reden, sollte noch erwähnt sein, wir haben selbst viele Schächtungen miterleben müssen. Auch wenn diese im Ausland passiert sind, sind Rückschlüsse mehr als zulässig; Schächten geschieht - Sie wissen es besser als sonst jemand - seit uralten Zeiten immer auf die gleiche Art und Weise. Ob nun in Österreich oder anderswo durchgeführt, Tieren bei vollem Bewußtsein die Kehle durchzuschneiden, läßt sich unserer Meinung nach mit den Prinzipien einer modernen Gesellschaft nicht vereinbaren. Gerade weil wir den Vorgang des öfteren selbst bezeugten, können wir aus tiefster Seele behaupten: ein unbetäubter Schlachtvorgang ist eine monströse Tierquälerei und dürfte, Ausnahmegenehmigung hin oder her, NIEMALS und unter keinen Umständen von einem Gesetzgeber genehmigt sein.

Wie gesagt, die Islamische Gemeinde oder die Israelitische Kultusgemeinde können uns gerne vom Gegenteil überzeugen, und wenn es so ist, wie ihre führenden Vertreter behaupten, nämlich daß die Tiere offensichtlich keinen Schmerz spüren, dann werden wir jegliche Anti-Schächtkampagne am selben Tag einstellen! Herr Rabbiner Hofmeister, Sie sind am Zug!


19.07.2018

Nach „Gülle-Unfall“ in Niederösterreichs schlimmster Schweinefabrik: „nur“ 233 Fische verendet

Vorbemerkung: Was in diesem Lokalbericht der Wienerwald-Bezirksblätter nicht steht, ist die Tatsache, daß an diesem „Gülleunfall“ nicht ein harmloser „Schweinebauer“, sondern einer der schlimmsten Schweine-Massentierhalter in NÖ steckt, nämlich der Tierarzt (!) Ferdinand Entenfellner, seines Zeichens Bruder der Kronenzeitung-„Tierschutz-Lady“ Maggie Entenfellner. ANIMAL SPIRIT hat diesen Tierquäler wegen verschiedenster Verstöße gegen Tier- und Umweltschutz bereits vor 10 Jahren mehrfach angezeigt (siehe unsere APA-OTS vom 24.4.2008), geschehen ist bislang – nichts. Er darf weiterhin täglich Tausende Schweine unter unwürdigsten Bedingungen halten (siehe Fotos unten, von denen es 100e gibt!), mit oftmals katastrophalen und fatalen Folgen für die Umwelt – zum „Wohle“ der schnitzel-(fr)essenden Bevölkerung…

Meinbezirk.at: Stössingbach - Rätsel um Forellen-Sterben

Eine Woche nach dem Gülle-Unfall im Stössingbach liegt der Endbericht der Gewässeraufsicht vor. 233 tote Fische wurden sichergestellt.

STÖSSING, 2.7.2018: Am Freitag der Vorwoche gelangten mehrere Kubikmeter Gülle aus einem Schweinezuchtbetrieb in Bonnleiten in den Stössingbach. Glaubt man dem Endbericht der Gewässeraufsicht, so ist die ökologische Katastrophe ausgeblieben. Auf Anfrage der Bezirksblätter gibt Bezirkshauptmann Josef Kronister bekannt, daß genau 233 Fische Opfer des Gülle-Unfalls geworden sind. In der Vorwoche war Kronister noch von 30 toten Fischen ausgegangen: "Wir haben jetzt sehr genaue Angaben der Fischerei. Es handelt sich dabei um Bachforellen, Elritzen und Bachschmerlen. Das waren sehr kleine Fische, in Summe nicht einmal neun Kilo." Es sei laut Kronister natürlich bedauerlich, daß die Fische umgekommen sind, aber die Fischbestände würden sich sehr rasch wieder erholen.

Unterschiedliche Schätzung

Verwaltungsrechtliche Konsequenzen habe der Schweinebauer auf den ersten Blick nicht zu befürchten. Kronister: "Die Ursache war ein technisches Gebrechen. Ein Schieber hat nicht funktioniert." Zudem habe der Verursacher sofort mit Gegenmaßnahmen begonnen und den Vorfall unverzüglich bei der Wasserrechtsbehörde gemeldet. "Insofern war der Bauer durchaus bemüht, die Sache sofort ins Reine zu bringen", sagt der Bezirkshauptmann. Auf zivilrechtlichem Weg könnte die Verschmutzung allerdings ein Nachspiel haben. Denn laut Fischerei-Experten könnte der wahre Schaden weit höher sein als die 233 sichergestellten Fische. Diese wurden nur auf einem 300 Meter langen Teilabschnitt des Stössingbaches eingesammelt. Die Verschmutzung soll aber insgesamt etwa drei Kilometer betroffen haben, die verendeten Fische wurden nur auf etwa zehn Prozent der betroffenen Fläche sichergestellt.

Siehe auch: Gülle tötete Fische im Stössingbach


19.07.2018

Krone.at: Schächten soll künftig stark eingedämmt werden

Mit neuen Richtlinien rund um das Schächten von Tieren läßt nun der für Tierschutz zuständige niederösterreichische Landesrat Gottfried Waldhäusl (FPÖ) aufhorchen. So solle das Schächten künftig stark eingedämmt werden, man prüfe dafür auch alle gesetzlichen Möglichkeiten, so Waldhäusl. Zudem denkt er auch darüber nach, „den Fleischbedarf an den Wohnsitz“ zu koppeln. Die Israelitische Kultusgemeinde Wien (IKG) reagiert aufgebracht.

Nach Angaben von IKG-Präsident Oskar Deutsch gebe es seitens der Regierung Pläne, den Export von koscher geschlachtetem Fleisch künftig zu unterbinden bzw. zu verbieten. Überdies solle auch der Zugang zu koscherem Fleisch massiv beschränkt werden, berichtete die „Wiener Zeitung“.

Jüdische Kunden namentlich erfaßt?
Die Sorge des Präsidenten geht jedoch weit darüber hinaus: So befürchtet er, daß künftig nur noch Juden koscheres Fleisch kaufen dürfen, die zuvor namentlich erfaßt wurden und die nachweisen könnten, daß sie immer koscher essen, „denn das Recht der freien Religionsausübung sei nur ein individuelles“. Seitens des Amts werde nämlich argumentiert, man wisse, daß es religiöse und weniger religiöse Juden gäbe.

Der Plan, das Schächten in Zukunft eindämmen zu wollen, wurde seitens Waldhäusl am Dienstag auch bestätigt. Einen Entwurf des Erlasses gebe es bereits, dieser sei aber noch nicht rechtskräftig. So erklärte der freiheitliche Landesrat gegenüber der Zeitung: „Wir prüfen, ob der Bedarf des Fleisches an den Wohnsitz gekoppelt werden kann“, denn es sei „nicht einzusehen, warum Wiener nach Niederösterreich fahren und hier Tausende Tiere schächten lassen“. Und weiter: „Aus der Sicht des Tierschutzes wäre Schächten für mich generell abzulehnen.“

ÖVP: „Derartiges wird es nicht geben“
Wie Klaus Schneeberger, Klubobmann der ÖVP im Landtag, am Dienstagabend erklärte, werde künftig „selbstverständlich niemand registriert“, der koscheres Fleisch kaufen wolle. „Derartiges wird es nicht geben“, so Schneeberger. „Die Regelungen bezüglich Schächten sind im Tierschutzgesetz des Bundes festgelegt“, erläuterte Schneeberger. Nur die Vollziehung obliege den Ländern. Solange das Gesetz nicht geändert werde, „werden wir an einem Erlaß arbeiten, der keine Listung etc. zuläßt“. Der Klubchef: „Wir werden eine Lösung finden, damit die Bedenken des IKG-Präsidenten nicht eintreten.“


19.07.2018

www.energiezukunft.eu: Ernährung - Fleisch und Milchprodukte sind die größten Klimakiller

Der Verzehr tierischer Produkte hat den größten Einfluß auf unseren ökologischen Fußabdruck und nimmt weltweit riesige Agrarflächen in Anspruch. Dabei liefern deren Nährstoffe nur einen vergleichsweise geringen Anteil der benötigten Kalorien. (Siehe auch unsere – leider immer noch aktuelle – Fleischbroschüre Nimm bitte das Tier vom Tisch“).

Mit dem Verzehr von Fleisch und Milchprodukten nimmt der Mensch im Durchschnitt nur 18 Prozent aller benötigten Kalorien auf. Deren Produktion jedoch nimmt 83 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Flächen in Anspruch! Diese Diskrepanz zeigt eine Studie der Oxford University auf, deren Autoren 38.700 Agrarbetriebe in 119 Ländern weltweit analysierten, sowie 40 Produkte, die 90 Prozent unseres Kalorien- und Proteinkonsums ausmachen. Der gesamte Prozeß – von der Produktion bis zum Verzehr – war dabei Teil der Analyse.

Und die Forscher der Oxford University belegen, daß die überwiegend auf Massenproduktion angelegte Landwirtschaft für Fleisch und Milchprodukte, die Flächen ganzer Staaten einnimmt, um die Weltbevölkerung mit vergleichsweise nährstoffarmen Produkten zu ernähren. Die Autoren der Studie kommen zu dem Ergebnis, daß der Wegfall dieser energie- und ressourcenintensiven Landwirtschaft 75 Prozent der weltweiten Ackerflächen freimachen würde! Dies entspricht einer Fläche von Europa, den USA, China und Australien zusammen.

Die Weltbevölkerung muß nicht gleich vegan leben

Laut den Forschern könnte jedoch schon viel erreicht werden, ohne daß die Weltbevölkerung gleich vegan leben müßte. „Die großen Unterschiede beim Umwelteinfluß verschiedener Farmen zeigen die vielen Möglichkeiten den Schaden zu reduzieren“, sagt Joseph Poore, Leiter der Studie. So seien Rinder – auf gerodeten Flächen gezüchtet – für 12 Mal mehr Treibhausgasemissionen verantwortlich, als solche die auf natürlichen Weiden grasen. Auch benötigen Rinder auf abgeholzten Flächen 50 Mal mehr Land.

Die Umwandlung von Gras hin zu Fleisch, ist wie die Verarbeitung von Kohle zu Energie. Doch selbst ein auf der Naturweide grasendes Rind, mit dem geringsten Einfluß auf den ökologischen Fußabdruck, verursacht der Studie folgend 6 Mal mehr Treibhausgase und 36 Mal mehr Land, als besonders landwirtschaftsintensives und industriell produziertes Gemüse und Getreide. „Die Umwandlung von Gras hin zu Fleisch, ist wie die Verarbeitung von Kohle zu Energie – es geht mit immensen Emissionskosten einher“, so Poore.

Emissionslabel und höhere Steuern gefordert

Mit Erstaunen stellten die Autoren der Studie fest, daß auch viele der bislang für umweltfreundlich gehaltenen Fischfarmen einen erheblichen Teil, zu den von Menschen verursachten Treibhausgasemissionen beitragen. „Du hast all diese Fische, die ihre Exkremente und nicht konsumiertes Essen am Meeresgrund ablagern, wo kaum Sauerstoff vorhanden ist, was es zu einem perfekten Platz zur Produktion von klimaschädlichem Methan macht“, erklärt Poore.

Insgesamt zeigt die Studie, daß die gesamte Lebensmittelversorgungskette 13,7 Milliarden Tonnen CO2 kreiert, was 26 Prozent der vom Menschen verursachten Treibhausgase entspricht. Um diese Zahlen einzudämmen, fordert Joseph Poore unter anderem ein Label, das den verursachten Emissions-Schaden des jeweiligen Produkts anzeigt, damit die Menschen nach Möglichkeit die umweltfreundlichere Alternative wählen. Auch höhere Steuern auf Fleisch und Milchprodukte stellt Poore zur Debatte.


19.07.2018

Katzenretterin Michaela Koch im Burgenland braucht Unterstützung!

Michaela Koch schreibt uns über ihre aktuelle Situation mit Dutzenden geretteten Katzen; ihre Schützline werden in Haus und Garten bestens betreut, es ist alles blitzsauber und trotz der vielen Tiere gibt es keinerlei Geruchsbelästigung:

"So viele Katzen seit Jahren ganz alleine zu versorgen kostet mich sehr viel Energie; vor allem die vielen kranken Katzerl kosten mich viel Kraft, oft kann ich die ganze Nacht nicht schlafen, muß für sie alle 1-2 Stunden aufstehen. Und die vielen Tierarztkosten, die ich nur aus meinen privaten Mitteln bestreiten muß, sind für mich kaum mehr leistbar…“. Die Spenden an sie würden v.a. für (offene) Tierarzt-Rechnungen verwendet werden.

Wer Michaela direkt unterstützen will – hier ihre Daten:

Michaela Koch
Raiffeisenstrasse 15
7053 Hornstein
Tel. +43 (0)699/104 07566

Spendenkonto „Katzen in Not - Michaela Koch“
Raiffeisenlandesbank Burgenland
IBAN: AT26 3300 0000 0172 7908


11.07.2018

APA-OTS: WWF fordert sachliche Wolfs-Lösungen statt Abschuß-Fantasien

Wolf ist weder reißende Bestie noch Kuscheltier, sondern EU-weit streng geschützte Art – Herdenschutz ausbauen, angemessen entschädigen, Information verstärken

(Wien/OTS) - Die Naturschutzorganisation WWF fordert in Sachen Wolf eine Rückkehr zur Sachlichkeit und kritisiert die negative Stimmungsmache einzelner Interessensvertreter. „Der Wolf ist weder reißende Bestie noch Kuscheltier, sondern eine EU-weit streng geschützte Art. Daher braucht es rechtskonforme Management-Konzepte mit Herdenschutz-Maßnahmen und Entschädigungen“, sagt WWF-Artenschutz-Experte Arno Aschauer in Reaktion auf jüngste Aussagen der Landwirtschaftskammer Niederösterreich. „Anstatt Ur-Ängste vor dem bösen Wolf zu bedienen, müssen international bewährte Lösungen auch in Österreich ausgebaut werden. Wer nur nach der Flinte ruft, läßt auch die betroffenen Landwirte allein im Regen stehen. Rechtswidrige Abschußfantasien lösen kein einziges Problem“, betont Aschauer.

Der WWF fordert von der Politik ein rechtskonformes Wolfs-Management mit konkreten Herdenschutzprojekten sowie höheren und rascheren Entschädigungszahlungen für betroffene Landwirte, falls Schäden auftreten. Parallel dazu braucht es deutlich mehr Forschung, Information und Beratung sowie eine bessere überregionale Zusammenarbeit der Bundesländer. „Das erwartet sich auch die Mehrheit der Bevölkerung, die den Wolf kein zweites Mal ausrotten will“, verweist Aschauer auf positive Umfragen zur natürlichen Rückkehr des Wolfs nach Österreich. Über 70 Prozent der Österreicher stehen dem Wolf positiv gegenüber und erwarten, daß die Politik für ein konfliktfreies Miteinander sorgt, wie Umfragen zeigen. 

Fakten zum Wolf
„Ängste und Sorgen müssen ernst genommen werden, aber mit Panikmache ist niemandem geholfen. Fakt ist: Wölfe, die in freier Wildbahn aufgewachsen sind und dort leben, sind dem Menschen nach allen vorliegenden Erkenntnissen grundsätzlich nicht gefährlich“, erläutert Aschauer den aktuellen Stand der Forschung. Wölfe sind klug und vorsichtig und weichen Menschen grundsätzlich aus. Trotzdem wird es dort, wo sie regelmäßig leben, früher oder später zu Beobachtungen kommen. Das ist völlig natürlich, und bei einer Reviergröße von 15.000 Hektar wird immer ein Gehöft oder eine Siedlung in einem Wolfsrevier liegen. In Deutschland hat sich in 20 Jahren kein einziger Unfall mit Wölfen ereignet. Im Gegensatz dazu beißt alle paar Minuten ein Hund einen Menschen (ca. 3000/Jahr, die im Spital behandelt werden müssen). Auch Kühe oder Wildschweine verletzen Wanderer, und immer wieder gibt es sogar Tote.  

Vergrämung bzw. Tötung von Problemwölfen wäre schon jetzt möglich
Falls es tatsächlich Probleme mit auffälligen Wölfen geben sollte, wäre die Vergrämung bzw. im Ernstfall die Tötung bereits jetzt möglich, wenn bestimmte Kriterien erfüllt werden. „Dafür brauchen aber keine EU-Gesetze geändert und Wölfe pauschal zum Abschuß freigegeben werden“, betont der WWF-Experte unter Verweis auf geltende Managementpläne. Auch was den Schutz von Weidetieren anlangt, müsse man die Kirche im Dorf lassen. Im letzten Jahr gingen 21 der insgesamt rd. 378.000 Schafe in Österreich (Zahlen aus 2016) auf das Konto von Wölfen; denn zu 99 Prozent frißt der Wolf Wildtiere. Österreich hat eine so hohe Wilddichte, daß die wenigen Wölfe vergleichsweise sehr wenig erbeuten. Die Abschußzahlen bei Rehen, Hirschen, Wildschweinen und Gemsen liegen jährlich bei ca. 390.000 Tieren.

Für den in Österreich äußerst seltenen Fall einer Wolfsbegegnung, sollte man Ruhe bewahren. Normalerweise tritt ein Wolf, der entdeckt wird, schnell und leise die Flucht an. Um das Risiko von Unfällen zu minimieren, sollten dennoch einige Verhaltensweisen im Zusammenleben mit den Wildtieren beherzigt werden, die genauso für den Umgang mit anderen Wildarten, die wehrhaft sind oder Krankheiten übertragen können, gelten, wie etwa Wildschwein oder Fuchs. „Das heißt: Wölfen nicht nachlaufen, Wölfe nicht anfüttern und deren Wurfhöhlen nicht aufsuchen“, erklärt Aschauer. 


11.07.2018

www.spektrum.de: Löwen fressen Wilderer

Sie kamen bei Nacht und wollten sehr wahrscheinlich Nashörner wildern. Dann kam den Männern ein Löwenrudel in die Quere.

Über 1000 Nashörner werden mittlerweile jährlich in Südafrika gewildert – für fragwürdige Medizin in Asien. Die Tiere werden deshalb streng gegen die mit hochmodernen Waffen und Sichtgeräten ausgestatteten Wilderer geschützt. Doch manchmal kommt auch die Natur den Dickhäutern zur Hilfe: Im Sibuya Game Reserve in Kenton-on-Sea hat ein Löwenrudel offensichtlich mehrere Wilderer getötet und anschließend gefressen, wie Überreste in dem Naturschutzgebiet andeuten. Ranger hatten in der Nacht von Dienstag (3.7.) auf Mittwoch Knochen und Fleischreste entdeckt und in der Nähe noch ein Gewehr mit Schalldämpfer, eine Axt und drei Paar Schuhe. Genauere Analysen sollen nun feststellen, ob es sich tatsächlich um Wilderer gehandelt hat, und wenn ja, um wie viele. Das Gewehr wird zudem von der Polizei einem Ballistik Test unterzogen, da es womöglich zuvor schon zur Wilderei eingesetzt wurde.

Die Löwen wurden aus Sicherheitsgründen für die Dauer der Untersuchung vor Ort betäubt. Eine Gefahr für Touristen oder Mitarbeiter bestehe aber nicht, da das Gelände nur in gesicherten Fahrzeugen aufgesucht werden dürfe, so Nick Fox, der Besitzer des privaten Reservats. Das Naturschutzgebiet war schon zuvor Ziel von Wilderern, die 2016 dort drei Nashörner getötet hatten. Insgesamt leben 400 Tierarten im Sibuya Game Reserve, neben Löwen und Nashörnern auch Elefanten und Antilopen. Bisweilen töten Wilderer sogar Nashörner, denen man den größten Teil des Horns bereits entfernt hat: Im Kragga Kamma Game Park mußte ein Tier sterben, das nur noch einen Hornstummel von einem Zentimeter Länge aufwies.

Pulverisiertes Nashorn gilt vor allem in Vietnam als potentielles Mittel gegen Krebs – obwohl es hierfür keinerlei Belege gibt. Deshalb lebte die Wilderei in den letzten zehn Jahren deutlich auf und kostete mehrere tausend Nashörner das Leben. Die Mehrzahl der überlebenden Dickhäuter ist in Südafrika zu Hause, weshalb das Land ein Schwerpunkt der Wilderei ist. Im Kampf gegen die international operierenden Banden setzt die Regierung zunehmend auf Hightech wie Drohnen, Radarüberwachung und Peilsender.


11.07.2018

Regenwald.org-Petition: Kein Primaten-Blut für Öl

Menschenaffen geht es an den Kragen, weil wir Menschen nach Erdöl gierig sind. Auf diese Formel läßt sich zusammenfassen, welches Schicksal Gorillas und Bonobos im Kongobecken droht. Weil es in den Nationalparks Virunga und Salonga Erdöl gibt, will die Regierung Kabila die Reservate zurechtstutzen. Dabei sind sie sogar UNESCO-Welterbe. Werden die Schutzgebiete für die Erdölsuche verkleinert und freigegeben:

- wird der Lebensraum von Bonobos, Gorillas und zahlreichen anderen Arten zerstört.

- wird für den Schutz des Klimas wichtiger Wald vernichtet.

- werden Nistplätze von Zugvögeln gefährdet.

- droht die Verschmutzung der großen Flußsysteme Nil und Kongo.

Welchen Sinn haben Schutzgebiete, wenn Politiker sie für Wirtschaftsinteressen beschneiden können? Bodenschätze ausbeuten statt Primaten schützen – das dürfen wir niemals zulassen.

Bitte unterschreiben Sie daher unsere Petition!


27.06.2018

www.siegener-zeitung.de: Jäger erschießt Pferd auf der Weide 

Mit zwei Einschußlöchern im Hals hat eine Frau am Pfingstmontag ihr Pferd tot auf seiner Weide gefunden. Dies berichtet die Siegener Zeitung am 20.6.2018 und schreibt: „Das Gras war plattgetreten, zeugte vom Todeskampf des Tieres. Drifanti, der braune Wallach, stand still trauernd daneben, mit gesenktem Kopf.“ Der ältere Wallach, der bereits eine Vorerkrankung hatte, mußte daraufhin eingeschläfert werden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen „Sachbeschädigung“. Bei der Obduktion des Hengstes fand man die Kugel eines Jagdgewehrs.

Weitere Infos auf www.abschaffung-der-jagd.de:

Haustiere als Jägeropfer

Der Tod eines geliebten Tieres ist für viele Menschen ein Schicksalsschlag. Was es aber für den einzelnen oder eine Familie bedeutet, wenn der Hund oder die Katze von einem Jäger erschossen wird, ist kaum vorstellbar. Jedes Jahr werden nach Schätzungen von Tierschutzorganisationen über 300.000 Katzen und etwa 30.000 Hunde von Jägern erschossen oder in Fallen gefangen.

Menschen als Jägeropfer

Weder der Jagdverband noch staatliche Behörden noch das statistische Bundesamt führen Statistiken über Tote und Verletzte durch Jagd und Jägerwaffen. Jäger zählen nur die „Strecke“ der getöteten Tiere, nicht aber die menschlichen Opfer ihres blutigen Hobbys. Die einzige Organisation, die seit 2002 Jahr für Jahr eine Statistik über Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen führt, ist die Initiative zur Abschaffung der Jagd – wobei die Aufstellung lediglich aufgrund vorliegender Presseberichte erstellt wurde und somit keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie ist vermutlich nur die Spitze des Eisbergs. Aufgrund der Presseberichte kann belegt werden: Jedes Jahr sterben in Deutschland bis zu 40 Menschen durch Jäger und Jägerwaffen.

Für Österreich: www.abschaffung-der-jagd.at