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Themen

Hier findet sich eine Zusammenfassung unserer vielfältigen politischen bzw. aktionistischen Tierschutz-Tätigkeiten und Petitionen. Es werden jeweils die aktuellen Themen aus unseren Newslettern hinzugefügt, sodaß die Bereiche immer am neuesten Stand bleiben.

 

Sie können hier die chronologische Liste nach verschiedenen Themen, Titeln oder auch Daten filtern.

 

Hierzu zählen z.B. unsere alljährlichen Kampagnen bezüglich der Fohlenmärkte bzw. unsere diesbezüglichen Freikauf- und Vermittlungsaktionen, allgemeine (politische) Tierschutz-Themen, unsere Beteiligung an internationalen Tiertransport- oder Anti-Schächt-Kampagnen, unsere Arbeit für die Verbesserung der Tierschutz-Gesetzgebung für Schweine, Geflügeltiere, Kaninchen und andere Tierarten oder für ein/e Einschränkung/Verbot tierquälerischer Jagdpraktiken. Weiters finden Sie hier Berichte über unsere Auslandsprojekte, wie Streunerhunde in Thailand und Eselhilfe in Ägypten, aber bisweilen auch andere Hilfsaktionen bzw. Petitionen, an denen wir uns beteiligen (z.B. gegen das alljährliche brutale Robben-Massaker in Kanada oder die grausamen Schächtpraktiken beim jährlichen Kurban Bayrami-Opferfest). Zudem bringen wir u.a. alternative Sichtweisen über die von WHO oder anderen "Gesundheits"-Behörden ausgerufene "Seuchen" und Zwangsimpfkampagnen. Darüber hinaus auch kritische Beiträge zu Gentechnik, Patentierung von Leben, EU und Tierschutz sowie allgemein zur EU und der daraus resultierenden - oft absurden - verpflichtenden Gesetzgebung für Österreich.

z.B. 13/12/2017
12.12.2017

Pro-jure-animalis.de: (Vor-)Weihnachtliche Schlachtorgien

In den letzten Monaten eines jeden Jahres häufen sich Schlachtorgien, die auf religiöse Vorstellungen unterschiedlichster Glaubensrichtungen zurückzuführen sind. Die „Zeit des Friedens, der Liebe und der Besinnung“ – so wird die Weihnachtszeit gerne für den Menschen überschrieben – ist eine Zeit des Todes und der Qualmassaker für die Tierwelt. Es ist der Höhepunkt der moralischen menschlichen Bewußtseinsspaltung und bedeutet in letzter Konsequenz: "Was interessiert mich Leid und Tod der Kreatur, solange es mir gut geht und schmeckt." Und dabei krault man den Hund hinter dem Ohr, während das Fett vom Schweinebraten aus dem Mund trieft.

Weihnachten ist der Höhepunkt der widerlichen Schlächterei, vorher kommen in unseren Breiten folgende Blutfeste:

Das Martinsfest mit Gänseverzehr, in Erinnerung an Martin von Tour, ein Mann, der zwar einem Bettler seinen halben Mantel schenkte (warum nicht den ganzen?), gleichzeitig aber Herr über 20.000 Sklaven war. Millionen von Gänsen - meist aus Qualzucht osteuropäischer Produzenten - sterben jährlich inzwischen zu seinen "Ehren".

Jenseits des Atlantiks finden wir das Thanksgiving, ein staatlicher Feiertag, der in den USA am vierten Donnerstag des Monats November begangen wird. Zum traditionellen Thanksgiving-Essen gibt es einen gebratenen und gefüllten Truthahn mit einer reichhaltigen Auswahl an Beilagen. Das Thanksgiving-Essen wird oft von einem Dankgebet begleitet. Ungefähr 10 Millionen Truthähne fallen jährlich diesem Tier-Massenmord zum Opfer.

Zunehmend an Bedeutung gewinnt das Islamische Schächt-Opferfest "Kurban Bayrami", dem die Beinahe-Opferung Isaaks (Gen 22,1-19) durch Abraham zugrunde liegt. Nach islamischem Glauben ist jeder wirtschaftlich Bessergestellte dazu verpflichtet, ein Opfer zu bringen. Als Opfertiere zu Ehren eines vermeintlichen Gottes, also im Glaubenswahn und in der kollektiven Paralyse der Vernunft, dienen Schafe, Rinder oder Kamele, denen bei vollem Bewußtsein die Kehle durchschnitten wird und einem minutenlangen, grausamen Todeskampf ausgesetzt werden.

Weltweit, über die verschiedenen Kulturkreise gesehen, ließe sich diese Liste immens erweitern – von unserem „Fest des Friedens und der Liebe“ ganz zu schweigen…

Nutzen Sie doch die Zeit, um in Ihrem Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis diesen Umstand zu thematisieren!


12.12.2017

APA-OTS, 12.12.2017: Gerhard Kornschober setzt sich für ein Verbot von Feuerwerkskörpern ein

Gerhard Kornschober engagiert sich seit Jahren stark für den Naturschutz. Das Stören der Winterruhe um Silvester trifft zahlreiche Tiere besonders hart.

„Die meisten Tiere verfügen über ein mindestens dreimal so gutes Gehör wie der Mensch. Die vielen Feuerwerke bei privaten Festen sowie das Schießen von Raketen vor und nach Silvester in Waldgebieten und Ortsgebieten stellen eine massive Gefährdung für die Tierwelt dar“, erläutert Gerhard Kornschober. Die lauten Knallgeräusche wecken zahlreiche Tiere aus dem Winterschlaf. Deren Energiehaushalt ist genau auf die zu überbrückende Kälteperiode ausgelegt. Zusätzliche Bewegungen verringern den Energiespeicher und damit die Chance den Winter zu überstehen. Kornschober: „Einige Vogelarten steigen nach den Knallgeräuschen auf bis zu 1.000 Metern Höhe auf. Aufgrund des Energiemangels stürzen diese dann ab und verenden.“

Aufklärung zur Wirkung von Feuerwerken: Kornschober, der als Projektleiter an der steierischen Universität TU-Graz tätig ist, beschäftigt sich seit vielen Jahren u.a. im Forschungsbereich mit Eulen. Er möchte auf die besondere Belastung der Tiere durch Feuerwerkskörper hinweisen. Mehrere Videos zum Thema sind auf Kornschobers Facebook Seite abrufbar und stießen bereits bei zehntausenden Usern auf großes Interesse. Kornschober: „Es gibt ja inzwischen auch viele attraktive Alternativen zu Feuerwerken. Einige Städte ersetzen beispielsweise Silvesterraketen durch Lasershows.“

Alle Videos und Informationen sind unter www.facebook.com/gerhard.kornschober abrufbar.


12.12.2017

www.bauernzeitung.ch: Vogelgrippe in niederländischem Betrieb

(Vorbemerkung.: ANIMAL SPIRIT hat bereits mehrmals über vergangene Vogelgrippe-Fälle - v.a. verursacht diuch die schreckliche Massentierhaltung sowie weltweite Tier- und Fleischtransporte - berichtet, sowie über die Unsinnigkeit der meist reflexartig verordneten Stallpflicht für Geflügel, siehe HIER oder HIER).

In einem Entenmastbetrieb im niederländischen Biddinghuizen ist letzten Freitag die Geflügelgrippe diagnostiziert worden. Wie das Haager Landwirtschaftsministerium mitteilte, handelt es sich vermutlich um den hochansteckenden Virustyp H5. Deshalb wurde eine landesweite Aufstallungspflicht für alle unternehmerischen Geflügelhaltungen verfügt, die Geflügelfleisch, Eier und andere Geflügelprodukte erzeugen.

Besondere Regeln gelten dem Landwirtschaftsministerium zufolge für Enten und Truthähne, die ab heute nur noch nach einer tierärztlichen Untersuchung transportiert werden dürfen. Solche Transporte müssen zudem den direkten Weg von beziehungsweise zu den jeweiligen Betrieben nehmen. Darüber hinaus haben die Entenhalter verschärfte hygienische Anforderungen zu erfüllen. Ausstellungen von Ziergeflügel und Wasservögeln sind bis auf weiteres verboten.

16.000 Enten getötet: Nach Angaben des Ministeriums werden die 16.000 Enten auf dem betroffenen Betrieb in der westlichen Provinz Flevoland von Mitarbeitern der niederländischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (NVWA) vorsorglich getötet. Außerdem seien eine Schutzzone im Umkreis von 3 km sowie eine Überwachungszone im Radius von 10 km um den Ausbruchsbetrieb eingerichtet worden. In diesem Gebiet dürfen keine Geflügel, Eier, Mist und Einstreu transportiert werden.

Das Verbot gelte auch für andere Tier und tierische Produkte, die aus Betrieben mit kommerzieller Geflügelhaltung stammten. In der Schutzzone sind dem Agrarressort zufolge vier weitere Geflügelbetriebe ansässig, deren Tiere nun auf die Krankheit untersucht würden. In der Überwachungszone wirtschafteten insgesamt 23 Geflügelbetriebe.


12.12.2017

Petition von Regenwald.org: Kein Gift in den Garten und auf die Äcker!

Der Montag vergangener Woche war ein schwarzer Tag für die Umwelt, Artenvielfalt und unsere Gesundheit. Die Agrarindustrie hat in Brüssel die Neuzulassung des Totalherbizids Glyphosat durchgesetzt – im Zusammenspiel mit der EU-Kommission und dem deutschen Landwirtschaftsminister Christian Schmidt. Die EU hat also entschieden, daß Glyphosat für fünf weitere Jahre versprüht werden darf. Glyphosat ist das am meisten verwendete Herbizid, bekannt als Roundup von Monsanto. Deutschland (und auch Österreich) könnten das Gift aber trotzdem verbieten. Und die Baumärkte und Amazon können aufhören es zu verkaufen!

Glyphosat, bekannt als Roundup von Monsanto, ist das am meisten verwendete Herbizid – in der EU und weltweit.

Schmidt hat mit seiner Zustimmung zu Glyphosat die Öffentlichkeit getäuscht und für einen massiven politischen Eklat gesorgt. Er setzte sich über das ausdrückliche Nein von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hinweg, ignorierte die Regierungsvereinbarungen und stieß auch wichtige Partnerländer wie Belgien, Frankreich, Österreich und Italien vor den Kopf, die Glyphosat ablehnten.

Mit dem entscheidenden Votum von Minister Schmidt wird Glyphosat nun weitere fünf Jahre uns und unsere Natur vergiften. Das wollen wir uns nicht bieten lassen – Menschen, Tiere und Pflanzen haben ein Recht auf eine gesunde Umwelt. Bitte fordern Sie mit uns die nächste Bundesregierung zum Handeln auf: Sie kann und muß den Glyphosateinsatz in Deutschland verbieten, so wie es die französische Regierung schon angekündigt hat.

Zur Petition


04.12.2017

Der „Wüsten-Gnadenhof“ in Hurghada braucht wieder unsere Hilfe!

Vor kurzem habe ich wieder Monique Carreras Tierheim in der Wüste besucht (siehe Bericht vom letzten September), welches viele unserer treuen SpenderInnen bereits großartig unterstützt haben. Wieder war ich begeistert, wie umsichtig und effizient Monique so vielen Tieren hilft. In diesem unruhigen Land, in dem auch die Menschen um ihre Existenz ringen, ist ihr konsequentes Handeln sehr wichtig.

Doch gegen eines ist auch diese engagierte Tierschützerin machtlos: Die enormen Preissteigerungen, von denen auch Medikamente massiv betroffen sind. Aber gerade Medikamente werden sehr viele gebraucht, denn in der neuen Tierklinik von Bluemoon wurden allein in diesem Jahr fast 1000 Streunerhunde und –katzen kastriert und über 1500 verletzte Tiere behandelt. Bitte lesen Sie dazu meinen beiliegenden Bericht als PDF, der Ende November auch zur Post gegangen ist, über die genaueren Hintergründe.

Ich kann Sie nur bitten, dieses großartige Projekt wieder mit einer Spende zu unterstützen. Und ich darf Ihnen im Namen von Monique Carrera und ihres Teams den allerherzlichsten Dank für bereits geleistete Hilfe ausrichten.

Dr. Franz-Joseph Plank


04.12.2017

Vebu.de: Gänsehaltung: Gänse leiden für den Festtagsbraten

Vor allem in der Zeit zwischen Sankt Martin und Weihnachten hat der Gänsebraten eine lange Tradition, jedoch auch eine sehr traurige. Die intelligenten und sozialen Tiere führen in der Gänsehaltung ein kurzes Leben, in dem sie ihren natürlichen Bedürfnissen nicht nachgehen können. Nicht selten unterstützt man durch den Kauf von Gänsefleisch qualvolle Praktiken: den Lebendrupf zur Gewinnung von Daunen und Federn sowie die Stopfleberproduktion.

In Deutschland (und auch Österreich) zählt Gänsebraten zu den klassischen Weihnachtsgerichten. Das Leben einer Gans ist jedoch wenig festlich. Der Gänsebraten in deutschen Supermärkten stammt meist aus dem europäischen Ausland wie Polen und Ungarn. Dort sind die sozialen Tiere häufig schlechten Haltungsbedingungen ausgesetzt: Stopfleberproduktion und Lebendrupf sind keine Seltenheit.

Gänsebraten: Gericht mit langer Tradition

Gänse wurden bereits vor Jahrtausenden domestiziert. Während sie früher auch als Wachtiere eingesetzt und im alten Ägypten als Schoßtiere gehalten wurden, dient die heutige Gänsehaltung hauptsächlich der Fleischproduktion und der Gewinnung von Daunen und Federn. Schon im 1. Jahrhundert wußten die Germanen um die wärmende Wirkung von Daunen – auch Stopfleber war schon früh als Delikatesse bekannt.

Gänsebraten wird saisonal nachgefragt und meist in den Monaten November und Dezember verzehrt. Diese Tradition geht zurück auf Sankt Martin und den katholischen Brauch der Martinsgans. Es gibt verschiedene Legenden und Erklärungen für diesen Brauch. Eine davon: Am 11. November wurden Steuern oder Lehnsabgaben fällig, welche oftmals in Form von Naturalien, zum Beispiel einer Gans, erbracht wurden.

Gänsehaltung in Deutschland und Europa

2013 lebten in Deutschland 544.200 Gänse in 4.600 Gänsehaltungsbetrieben – in konventionellen oder Biobetrieben und dort meist in Freilandhaltung. Die Zahl der Schlachtungen nahm über die Jahre zu, dennoch können heimische Produzenten die Nachfrage nach Gänsebraten nicht decken.

Laut Statistischem Bundesamt waren es 2013 rund 24.500 Tonnen Gänsefleisch, die importiert wurden. Was viele nicht wissen: Der Gänsebraten stammt häufig aus Stopfleberbetrieben. Insgesamt landen in Deutschland jedes Jahr etwa 10 Millionen Gänse im Handel. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Gänsefleisch liegt in Deutschland bei 400 g pro Jahr.

Vernachlässigung der natürlichen Bedürfnisse von Gänsen

Voraussetzungen und notwendige Standards für die Haltung von Hausgänsen (Anser anser f. domesticus) legt die Europaratsempfehlung fest. Sie enthält Angaben zu verschiedenen Bedingungen der Haltung wie Zugang zu Wasser, Auslauf, Fütterungs- und Tränkvorrichtungen sowie Schutz vor Verletzungen. Die Anforderungen sind jedoch unkonkret und dadurch wenig aussagekräftig, wie zum Beispiel in Artikel 4 Absatz 4: „Die Größe oder Dichte der Herde sollte nicht zu groß sein.“ In der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung für Deutschland sind Gänse und Enten gar nicht aufgeführt.

Stopfleber: qualvolle Gänsehaltung

Stopfleber – Foie Gras – gilt vor allem in Frankreich als Delikatesse. Für die krankhaft vergrößerte Leber werden Gänse über einen Zeitraum von 15 bis 21 Tagen 3-mal täglich mittels eines langen Metallrohrs zwangsernährt. Dieses schiebt man ihnen durch die Speiseröhre in den Magen und verabreicht ihnen so ein Gemisch aus Mais und Fett. Innerhalb von bis zu 3 Wochen wächst die Leber auf das 6- bis 10-fache des Normalgewichtes, dann sind die Gänse schlachtreif. Die Zwangsfütterung ist für die Gänse sehr schmerzhaft und führt häufig zu Verletzungen, psychischem Streß, Lebererkrankungen und Lahmheit.

Stopfleberproduktion ist in den meisten EU-Ländern verboten

Bis auf wenige Ausnahmen, zum Beispiel Ungarn, ist die Produktion von Stopfleber in den meisten europäischen Ländern bereits gesetzlich verboten. Viele Menschen unterstützen jedoch unwissentlich die Stopfleberproduktion, da es bisher keine europaweite Kennzeichnungspflicht für die Herkunft solcher Produkte gibt. Import und Verkauf von Stopfleber, dem Fleisch der Gänse sowie ihren Federn und Daunen sind nach wie vor erlaubt.

Daunen und Federn: schmerzhaftes Nebenprodukt des Gänsebratens

Federn und Daunen von Gänsen, die später als Gänsebraten auf dem Teller landen, werden für Bettwaren und Textilien genutzt. Der Rupf am lebenden Tier ist laut Europaratsempfehlung verboten. Eine Ausnahme stellt das Raufen während der Mauser (natürlicher Federwechsel) dar. Federn und Daunen sind während dieser Phase bereits gelockert. Dennoch passiert es oft, daß festsitzende Daunen und Federn gerupft werden und die Gänse unter Schmerzen leiden. Zusätzlichen Streß erleben die Tiere, weil sie für das Raufen von ihren Artgenossen getrennt und festgehalten werden.

Deutschland kann seinen Bedarf an Daunen und Federn nicht aus eigener Produktion decken und importiert ungefähr 16.000 Tonnen aus Osteuropa und Asien. Tierschutzvorgaben gibt es dort kaum bis gar nicht. Der Lebendrupf ist in diesen Ländern keine Seltenheit. Es kann also passieren, daß man mit dem Kauf von Daunen und Produkten aus Daunen ungewollt Tierleid unterstützt, da der Lebendrupf für die Tiere sehr schmerzhaft ist.

Schlachtung der sogenannten Weihnachtsgans

In Freiheit können Gänse etwa 20 Jahre alt werden, in der konventionellen Massentierhaltung leben sie nur 8–10 Wochen beziehungsweise nur 20 Wochen in Biobetrieben. 2013 wurden allein in Deutschland mehr als 580.000 Gänse geschlachtet. Die übrigen 80–90 % stammen aus dem Ausland.

In der Regel werden lebende Gänse genau wie Hühner kopfüber an ein Förderband gehängt und im Wasserbad elektrisch betäubt. In manchen Fällen kann die Betäubung auch durch Bolzenschußgeräte erfolgen. Anschließend werden die Gänse „angestochen“, dann läßt man sie ausbluten. Wie bei der Schlachtung von Kühen, Schweinen und Hühnern kommt es dabei zu Problemen, sodaß viele Tiere ohne Betäubung getötet werden.

Was jeder Einzelne tun kann, um Gänsen zu helfen

Der beste Weg, das Leiden der Gänse zu vermeiden, ist, keinen Gänsebraten, keine Foie Gras oder Waren zu konsumieren, die Bestandteile von Gänsen enthalten. Das schließt auch Produkte mit Daunen oder Federn ein. Es gibt jedoch zahlreiche Alternativen in der Modebranche, die ebenfalls warmhalten.

Fazit

Der Gänsebraten ist für viele Menschen ein klassisches Weihnachtsessen, aber für die Gänse eine qualvolle Tradition. Die Gänse leiden vor allem im europäischen Ausland unter schlechten Haltungsbedingungen. Sie können ihren natürlichen Bedürfnissen nicht nachgehen und führen ein kurzes, trauriges Leben. Heutzutage gibt es viele tierfreundliche Fleischalternativen sowie tierleidfreie Mode, die weder zur Weihnachtszeit noch sonst etwas vermissen lassen.


04.12.2017

Youtube-Video: "Löwenliebe"

Bilder und Musik (von Whitney Houston „I will always love you“) sagen mehr als 1000 Worte!


27.11.2017

pro-iure-animalis.de: letzten Dienstag zeigte das ZDF in seinem Format „37°“ eine Reportage von Manfred Karremann zu Tiertransporten und dem Umgang mit Tieren hinter den südlichen Grenzen der EU. Rinder werden an einem Bein aufgeknüpft von Schiffen entladen, Gliedmaßen brechen, ihnen werden die Augen ausgestochen und die Sehnen an den Beinen durchtrennt, bevor die leidenden Tiere geschlachtet, oder besser gesagt im Schlachthof bei vollem Bewußtsein zu Tode gequält werden.

Die Reportage kommt u.a. zu dem Schluß, daß die Achtung vor dem Lebewesen und der Einfluß von Tierschutzgesetzen an der Grenze der EU enden. Ist dieses Fazit nicht zu kurz gedacht? Endet die Achtung nicht schon bei dem Schritt, die Tiere überhaupt an diese Grenze zu bringen? Wer sind die gefühlskalten Kreaturen, die in ihren Ministerien und Entscheidungsgremien solchen Horror beschließen und wegen ökonomischer Vorteile in die Tat umsetzen? Was nützen die Tierschutzgesetze von vermeintlich zivilisierten Ländern, wenn solche Deportationen zugelassen werden?

Wir stehen hier vor einer völlig degenerierten Moral aller politischer Parteien und die schweigsamen Kirchen sind nicht ausgenommen, die jedes Lebewesen, das nicht-menschlich ist, weitgehend aus ihrem Denken ausgegrenzt haben und es als beliebig verfügbaren Produktionsfaktor mißbrauchen. Es ist die große Heuchelei unseres anthropozentrischen Denkens, den Mensch allein als "Zweck an sich", den Rest der Lebenswelt aber als "Dreck an sich" zu behandeln. Unser Ekel und unsere Abscheu vor derartigem Denken und gefühlskastrierten Entscheidern sind grenzenlos! 

Zu der Reportage, die Sie hier finden, hat Bernd Wolfgang Meyer einen Kommentar geschrieben – lesen Sie hier!

Werden Menschenrechte verletzt, sei es im letzten Winkel der Welt, ist die Empörung groß. Menschenrechte sind in einer UN-Charta festgeschrieben, welche dann die Grundlage zur Empörung bildet. Tiere werden weltweit gequält. Ein Bespiel ist oben schon beschrieben, die Liste kann lange fortgesetzt werden, man denke nur an den Umgang mit Hunden im asiatischen Raum. Jeder der sich mit der Materie beschäftigt kennt die schockierenden Bilder.

Wie wäre es, wenn schon empathisches Umdenken der Mehrzahl der Menschen nicht in den Sinn kommt, mit einer UN-Tierrechte-Charta? Diesen wichtigen Ansatz verfolgt Peter Arras von der „Aktion konsequenter Tierschutz“ (www.akt-mitweltethik.de). Arras hat dazu eine Petition ins Leben gerufen (Anm.: ANIMAL SPIRIT hat diese bereits einmal verbreitet), die bis zum heutigen Tag mehr als 77.000 Unterstützer gefunden hat. In seinem Petitionstext schreibt er: „Es muß Aufgabe der Vereinten Nationen (UN) im 21. Jahrhundert sein, unsere Welt zu befrieden und Sadismus in jedweder Form – auch gegenüber Tieren - zu ächten.“

Die Kernforderungen sind in der Petition wie folgt formuliert:

1. Ächtung von Tierfolterungen, da es hierzu keinen vernünftigen Grund geben kann.

2. Intervention bei allen Staaten, die kein Tierschutzgesetz aufweisen, ein solches unverzüglich zu erlassen.

3. Einrichtung eines UN-Ressorts für interkulturelle Ethik und deren Entwicklung gemäß wissenschaftlicher Erkenntnisse.

4. Gründung einer UN-Organisation für Tierschutz und Tierrechte.

5. Proklamation, daß auch Nichtmenschen Bewohner dieses Planeten sind und ein naturgewolltes Anrecht auf Leben, Schutz und artgemäßen Lebensraum aufweisen, das von der Menschheit grundsätzlich zu respektieren und zu wahren ist.

Diese fünf Forderungen wirken zunächst sehr groß und sperrig, aber letztendlich sind diese nicht mehr als eine Minimalforderung für ein ethisches Selbstverständnis, das in einer zivilisierten Welt selbstverständlich sein sollte. Eine beschämende Tatsache!

Unterstützen Sie bitte die Petition von Peter Arras und verbreiten Sie die Aufforderung!

Hier geht es zu der Petition!


27.11.2017

Noch zwei Petitionen (für Kühe):

1. PETA.de: H&M sagt, kein Tier solle im Namen der Mode leiden. Trotzdem verkauft das Unternehmen Leder – ein Produkt, das häufig von Kühen aus aller Welt stammt, die unter extrem beengten Bedingungen gefangen gehalten wurden, krank waren und auf Transporten weder Nahrung noch Wasser erhielten. Die Tiere werden gebrandmarkt, ihre Schwänze und Hörner werden gekürzt und sie werden kastriert. Bitte helfen Sie diesen Tieren und fordern Sie H&M jetzt auf, kein Leder mehr zu verkaufen. Alle oben beschriebenen Operationen werden üblicherweise ohne Gabe

Umweltzerstörung durch Farmen und Gerbereien: H&M gibt vor, den Umweltschutz ernst zu nehmen. Dennoch verkauft das Unternehmen weiterhin Leder – wohlwissend, daß die landwirtschaftliche Tierhaltung mit Waldrodungen für Weiden und Futterflächen sowie dem Methan und der Gülle von Kühen zu den weltweit größten Einzelverursachern von Treibhausgasen gehört. Tierhäute müssen mit viel Chemie gegerbt werden, um die Häute haltbar zu machen. Zum Einsatz kommen umwelt- und gesundheitsschädliche Substanzen, wie z.B. Mineralsalze, Formaldehyd, Steinkohleteer sowie verschiedene Öle, Farben und Lacke. Die Gerbereiarbeiter und -anwohner haben häufiger mit Krebs, Hautkrankheiten und Lungenerkrankungen zu kämpfen. Kunden in Deutschland leiden später an schweren chronischen Hautausschlägen, die durch Chrom VI entstehen.

HIER gehts zur Petition

2. CIWF.org.uk (auf englisch): für verpflichtende Weidehaltung von Milchkühen für die Käseerzeugung.


27.11.2017

Erstaunliches Video: Niemand kann diese Katze austricksen

Diese Katze kennt alle Taschenspielertricks und sollte jedenfalls am Weihnachtsmarkt beim Besuch eines Hütchenspielers mit dabei sein...

 


20.11.2017

Regenwald.org: Wir müssen den Lebensraum der Koalas schützen

Australiens Koalas brauchen unsere Hilfe. Ihr Lebensraum wird in bedrohlicher Geschwindigkeit zerstört. Schuld daran ist die Lockerung von Gesetzen: Für viele Rodungen ist im Bundesstaat Queensland keinerlei Genehmigung nötig. Die Abholzungen müssen sofort beendet werden.  Zugleich gehen die Wälder und Savannen verloren, wo Kasuaren – große, flugunfähige Laufvögel - und fast 100 bedrohte Tierarten leben.

Die Zahl der Koalas ist innerhalb von 5 Jahren von 100.000 auf 40.000 Tiere eingebrochen. Mitschuld daran sind lasche Gesetze: Für Rodungen ist im Bundesstaat Queensland oft keinerlei Genehmigung nötig. Landbesitzer können einfach zur Motorsäge greifen und müssen lediglich die Behörden informieren. Wirkungsvoller Naturschutz wird fast unmöglich.

Am 25. November wird in Queensland gewählt. Wenn wir jetzt internationalen Druck aufbauen, können wir - gemeinsam mit australischen Naturschützern - etwas bewegen. Queensland muß die Abholzungen sofort beenden!

Zur Petition


13.11.2017

„Tierschutz im Unterricht“ in Rohrbach, Mühlviertel

Letzte Woche war ANIMAL SPIRIT auf Initiative der drei Schülerinnen Marie-Theres, Jana und Julia im Rahmen unseres Projektes „Tierschutz im Unterricht“ auf der Berufsbildenden Schule (BBS) Rohrbach im oberösterr. Mühlviertel eingeladen. Die drei jungen Damen hatten sich zuvor unseren Gnadenhof in Esternberg angesehen und waren so begeistert, daß sie nicht nur diese doppelte Unterrichtseinheit für die gesamte (!) Schule organisierten, sondern auch noch 700,- € an Spenden für uns gesammelt haben. Ganz herzlichen Dank dafür!

So lauschten die ca. 260 Schülerinnen und Schüler den Vorträgen und Videopräsentationen unseres langjährigen Tierschutzlehrers Dr. Friedrich Landa und von AS-Obmann Dr. Franz-Joseph Plank. Letzterer erzählte v.a. über die Entstehung des Vereins, der mittlerweile drei Gnadenhöfe betreibt, und wie wir es bis jetzt geschafft haben, das alles mit den fast 500 zu betreuenden Tieren in den letzten 15 Jahre ganz ohne staatliche Förderung, also ausschließlich durch Spendengelder, Patenschaften und Erbschaften, zu finanzieren. Zum Schluß kam dann auch noch die Frage, wie lange schon und v.a. wie wir es geschafft haben, Vegetarier zu werden – eine Ernährungsform, die sich am Land auch bei der Jugend noch nicht allzu sehr durchgesetzt zu haben scheint…

Insgesamt aber ein sehr lohnender Ausflug in das schöne obere Mühlviertel und wir hoffen, damit einige „Anstöße“ für die Zukunft, für die mögliche Berufswahl der Jugendlichen und auch für deren Bewußtseinsbildung gegeben zu haben. Vielen Dank nochmals an die drei engagierten Organisatorinnen! Wer sich für das Projekt „Tierschutz im Unterricht“ an seiner Schule interessiert (Schwerpunkt OÖ, Salzburg und NÖ) kann sich direkt an Dr. Landa wenden: landa@tierschutz.cc oder 0664-3434366.


13.11.2017

Pro-jure-animalis.de: Anmerkungen zur Weltklimakonferenz

in Bonn findet zur Zeit (noch bis Freitag) die UN-Weltklimakonferenz statt. Es ist seit 1995 die 23. Auflage  dieses Illusionstheaters, das Aktivität und Handlungswillen der aktuell verantwortlichen Politiker in den Staaten der Welt demonstrieren und verkünden soll.
Schaut man etwas genauer hin, bekommt das Ganze einen gewissen Beigeschmack, scheint doch ein wunderbarer, staatlich steuerfinanzierter weltweiter Konferenztourismus dieses Machwerk anzutreiben; oder ist tatsächlich irgend jemand der Auffassung, daß bei ca. 25.000 Teilnehmern, wie dieser Tage in Bonn, was der Bevölkerungszahl einer mittleren Kleinstadt entspricht, von Effizienz und Zielstringenz gesprochen werden kann? Es ist lediglich eine Fortsetzung vorausgegangener Schauveranstaltungen, um das Weltgewissen bis zur nächsten Inszenierung zu sedieren. Der nächste Kongreß wird dann wieder mit den markigen Worten eingeläutet werden, daß “man jetzt etwas tun müsse, denn es sei bereits fünf vor zwölf“. Diesen Satz ergänzt dann der nächststehende kluge Kopf, daß „es bereits fünf nach zwölf sei“. Unsinn, Wortblasen und Floskeln ad infinitum!

Tatsache ist vielmehr, daß sich seit Anlaufen dieser Konferenzmaschinerie nichts, aber auch gar nichts geändert hat. Die Gletscher schmelzen weiter, der Ozean versauert weiter, die Wälder verschwinden weiter usw., usw. Eine endlose Kette von Versäumnissen, von ökologischen Notfällen, die sich immer schneller zu einer Metakrise auswachsen und die Lebensbedingungen auf unserm Planeten drastisch verschlechtern.

Und warum ändert sich, von lokalen Minierfolgen abgesehen, nichts, zumindest nichts Entscheidendes, nichts Nachhaltiges, nichts global Wirksames?

Die Lösung liegt auf der Hand. Wir haben mehr als 190 Staaten auf dieser Erde. Glaubt irgend jemand allen Ernstes, daß sich diese Staaten, auch wenn es gelingt, ein gemeinsames Ziel zu definieren, an dieses Ziel halten werden? Selbst wenn man den heute handelnden Politikern guten Willen unterstellt, wie sieht es mit der nächsten Regierung aus, wie sieht es mit geänderten ökonomischen Rahmenbedingungen aus, wie sieht es in Krisen- und Kriegsfällen aus? Das Klimaziel wird dann derart unwichtig, uninteressant und Nebensache, daß mal wieder jede Zielvorgabe verfehlt wird; gewöhnlich tritt sogar eine weitere Verschlechterung ein. An Begründungen und Entschuldigungen zur fehlenden Zielerreichung herrscht kein Mangel, Ausreden sind das einzige, was im Überfluß vorhanden ist.

Die Organisationstheorie, die Psychologie menschlichen Verhaltens und jegliche Gesetzgebung lehren uns, daß Zielvorgaben, die freiwillig getroffen werden und – was das Wichtigste ist – deren Einhaltung nicht durchgesetzt oder gar sanktioniert werden kann, das Papier nicht wert ist, auf welche man die Vorgaben schreibt. Aber solche Papiere täuschen Aktivität vor, helfen über die nächste Wahl, helfen Spenden zu akquirieren, helfen die Gutgläubigen bei Laune und Zuversicht zu halten und helfen am meisten, den Stab der Unfähigkeit, der Ignoranz und der Vergeblichkeit dieser Komödie an den Nachfolger unbeschadet zu übergeben.

Aber all die angeführten Punkte, die beliebig noch ergänzt und erweitert werden können, sind lediglich ein Herumdoktern an Symptomen. Die Ursache der Symptome, die eigentliche tödliche Krankheit des Weltkörpers –Auslöser fast aller umweltschädigenden Faktoren! – wird ausgeblendet, ignoriert, tabuisiert und verschwiegen. Die Kausalität von Ursache und Wirkung fällt der Ignoranz staatlich kastrierten Denkens anheim. Religiöse Vorstellungen und Gebräuche frühantiker Wüstenvölker, konzentriert in den monotheistischen Vorstellungen, vollenden die Lähmung der Vernunft.  Es ist das exponentielle Wachstum der Weltbevölkerung, das für alle Komponenten von Umweltzerstörung - von der Verkarstung der Landschaften, der Vermüllung und Vergiftung der Böden und Meere, von der Versiegelung der Landschaften, vom Rückgang der Artenvielfalt und, und, und … - verantwortlich ist.

Man mache es sich klar, daß die Erdbevölkerung jährlich um ca. 80 Millionen Menschen netto anwächst, also täglich um ca. 200.000 Köpfe, die Größenordnung einer aufstrebenden Großstadt! Jeden Tag, Monat für Monat, Jahr für Jahr!

Man will es nicht hören, will es nicht wissen, daß dies die Ursache nahezu aller Umweltprobleme ist. Und dann treten verantwortungslose Politiker - um nicht zu sagen bösartig-dumme Politiker - auf, nicht nur in Deutschland, sondern weltweit und fordern höhere Geburtenzahlen.

Hat man sich denn schon mal gefragt, was hinter einer derartig abstrusen Forderung steckt? Die Lösung heißt unter anderem: Die einen (z. B. in Deutschland) wollen ihre falsch konstruierten und ineffektiven Sozialsysteme, die anderen (z.B. USA) ihr Wirtschaftssystem, das nur bei Wachstum funktioniert und die dritten (z.B. Türkei) wollen ihre politische Macht und nicht zuletzt auch ihren religiösen Einfluß (z.B. auch der Vatikan) erhalten. Motive zu Hauf, Motive in jedem Land der Erde, Motive der unredlichsten, kurzsichtigsten, der egoistischsten Art!

Dabei ist der Zusammenhang so einfach. Unsere Erde ist ein begrenztes System, ein System von dem jedes Lebewesen seine Lebensressourcen bezieht, ein System, auf dessen Funktionieren das Leben in seiner Gesamtheit basiert. Ist es wirklich so schwer zu verstehen, daß man – um in einem Bilde zu bleiben – in eine Badewanne nicht beliebig viel Wasser einfüllen kann, daß die Aufnahmefähigkeit, die Tragfähigkeit der Erde begrenzt ist und es einen Überlaufpunkt gibt? Oder kann jemand mit einem Gemüseanbau im kleinen Vorgarten seines Einfamilienhauses den Gemüsebedarf aller Bewohner eines Hochhauses stillen?

Dies ist die Ursache fast aller Probleme, von denen ein, und wirklich nur ein einziges der Klimawandel ist. Nahezu alle Probleme wären bei einer Erdbevölkerung von 800 Millionen beherrschbar, zumindest aber beherrschbarer, als bei einer Erdbevölkerung von demnächst 8 Milliarden Menschen. Und selbst dann ist ein Ende des Irrsinns noch lange nicht in Sicht!

Aber es ist die Tragik des Menschen – und an dieser Tragik gehen die meisten anderen Lebewesen unschuldig durch Menschenschuld mit zugrunde – daß er nur das macht und machen will, was ihm heute für seine unmittelbare Existenz richtig und wichtig zu sein scheint. Vorausschauendes Denken, antizipatives Denken für Natur, Tierwelt und Menschheit ist ein seltenes Gut und somit den wenigsten der Spezies homo sapiens gegeben.


13.11.2017

TV-Doku-Ankündigung „Geheimsache Tiertransporte“, ZDF, 21.11.2017 um 22:15 Uhr in der Reportage Reihe 37°: Millionen Tiere werden jedes Jahr durch Europa transportiert, bis nach Nordafrika. Rinder und Schafe sind oft tage- oder wochenlang eingepfercht auf Lastwagen und Schiffen unterwegs.

Siehe auch ORF-Vorarlberg: Kälber: Veterinär rät zu gesextem Sperma: Um die Produktion der für die Landwirtschaft wertlosen männlichen Kälber zu drosseln, rät er zur Verwendung von sogenanntem gesextem Sperma.

„Es gibt Talschaften, wo die gar nicht behandelt werden, wenn sie erkranken, weil das Tier keinen Wert mehr hat“, sagt Rabitsch. Der Veterinär Alexander Rabitsch war von 1998 bis 2013 Tiertransport-Inspektor des Landes Kärnten. Zudem behandelt er als Sachverständiger für Veterinärmedizin beim Oberlandesgericht Graz oftmals Fragen des Tierschutzes. Rabitsch ist zudem fachlicher Mitarbeiter bei der NGO Animal´s Angels und hat Publikationen zum Thema Tiertransporte veröffentlicht.

Weite Transporte als „europäisches Problem“

Diese praktisch wertlosen Kälber werden jedes Jahr zu Tausenden von Vorarlberg meist zunächst nach Südtirol und von dort in andere Regionen Italiens oder nach Spanien gebracht. Dort werden die Tiere dann in darauf spezialisierten Großbetrieben mit tausenden Kälbern einige Monate lang unter deutlich niedrigeren Haltungsstandards als in Österreich gemästet. In Österreich gilt eine Mast dieser Tiere aufgrund der hier geltenden Haltungsstandards als nicht wirtschaftlich.

Das Leid für die Jungkälber scheint vorprogrammiert, sagt der Veterinär Rabitsch: „Das ist ein grundsätzliches europäisches Problem, daß nicht entwöhnte Jungtiere von einem Staat in den nächsten transportiert werden. Und vielfach geht es über weite Strecken - zum Beispiel aus den Baltischen Staaten nach Spanien.“ Es gebe eine europäische Richtlinie, die Mindestanforderungen beschreibe - die werde aber oft nicht eingehalten, so daß die Tiere im Alter von acht Wochen in Einzelboxen und auf Vollspaltenböden gehalten und nicht wie vorgeschrieben gefüttert würden, wie Rabitsch beschreibt.


13.11.2017

Ein Syrer soll im Kinderzoo des Görlitzer Parks ein Pony vergewaltigt haben. Schockierte Spaziergänger beobachteten ihn dabei.

Der „Vorfall“ soll sich am vergangenen Freitag am hellichten Tag gegen 15 Uhr ereignet haben, das bestätigte jetzt eine Mitarbeiterin des Kinderbauernhofs gegenüber der Berliner Morgenpost.

Eine Babysitterin mußte mitansehen, wie der 23-Jährige Syrer das Pony mißbrauchte. Der Anblick sei „traumatisierend“ gewesen, doch sie habe geistesgegenwärtig ein Foto gemacht und sofort die Mitarbeiter des Streichelzoos verständigt. Der Syrer flüchtete zunächst, als er merkte, daß er beobachtet wurde. Er konnte jedoch auf Grund des Fotos gefunden und der Polizei übergeben werden, die seine Personalien aufnahm und ihn auf freien Fuß setzte. Er wurde wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz angezeigt und bekam Hausverbot in dem Kreuzberger Kinderzoo.


13.11.2017

Sea Shepherd: Jagd auf Wale färbt das Meer blutig rot

Hunderte Wale und Delphine werden jedes Jahr bei der traditionellen "Grindadráp" auf den Färöer-Inseln gejagt und getötet. Die Bilder davon schockieren die Welt.

Jedes Jahr ziehen bis zu 1000 Grindwale durch die engen Fjorde der zu Dänemark gehördenden Färöer-Inseln. In dem Protektorat der dänischen Krone hat die Jagd auf die Meeressäuger wieder begonnen. Sie wird "Grindadráp" genannt und hat eine lange Tradition. Die internationale Tierschutzorganisation Sea Shepherd hat direkt vor Ort Undercover-Agenten eingeschleust, die diese grausame Jagd dokumentieren sollten – Operation Bloody Fjords war geboren. Die Fotos, die die Aktivisten im Anschluß veröffentlichten (siehe Bilder), sind nichts für schwache Nerven. Bei neun verschiedenen Jagdfahrten sollen Informanten der Tierschützer dabei gewesen sein. Die Tiere werden zu Dutzenden von Fischerbooten mit spezieller Grind-Ausrüstung (Fanghaken, Taue und Grindwal-Messer) zu bestimmten Stränden getrieben.

1691 Grindwale und Delphine getötet

Weil keine Schußwaffen verwendet werden dürfen, müssen die Fischer mit jedem einzelnen Tier im eiskalten Wasser kämpfen. Erst wird der Fanghaken in das Blasloch des Wals eingeführt und dieser damit an Land gezogen, wo er mit dem "Grindaknívur" getötet wird. Dieses Grindwal-Messer hat eine Klingenlänge von bis zu 20 Zentimeter und dient dazu, das Rückenmark zu durchtrennen. Mit diesem werden die Wale anschließend auch zerlegt. Das Meer färbt sich dabei an den Stränden blutig rot.

Doch nicht nur Grindwale werden auf den Färöer gejagt. Auch hunderte Weißseitendelphine wurden von den Fischern auf ähnliche Weise erlegt. Nach Angaben von Sea Shepherd wurden bei der "Grindadráp" dieses Jahr insgesamt 1691 Grindwale und Delphine getötet. Die Organisation fordert das Aus dieser "barbarischen Tradition" und hat diesbezüglich eine offizielle Anfrage an die EU-Kommission gestellt. Für die Einwohner der Färöer-Inseln hat der Walfang allerdings nicht nur Tradition, sondern ist auch eine günstige und wichtige Nahrungsquelle – das Fleisch wird nicht verkauft, sondern auf alle Bewohner der Inselgruppe nach einem bestimmten Schlüssel aufgeteilt.


06.11.2017

Zum WAZ-Artikel vom 4.11.2017 (Jäger und Kirche verteidigen Hubertusmesse vor Tierschützern):

OFFENES SCHREIBEN von Ulrich Dittmann an Pfarrer Alfons Demand (Heiligenhaus, Deutschland):

Ihr Verhalten – insbesondere für einen Pfarrer – ist beschämend. Sie sind wahrlich ein “Musterexemplar” der menschlichen Spezies – im negativen Sinne. Schämen Sie sich, schämen Sie sich ganz gewaltig.

Kann man sich einen jagenden Jesus mit einem Gewehr vorstellen, der mit vor Schießgier zittriger Hand, Hasen, Rehe (oder auch böse Jagdkonkurrenz – „Raubzeug“, wie Nachbars Katze oder Hund) und anderes Getier „anschweißt“, d.h. anschießt, verletzt, verkrüppelt? Denn viele Tiere bleiben nicht sofort tot „im Feuer“ liegen, sondern krepieren erst elend nach Tagen oder Wochen unter furchtbaren Qualen.
Jesus würde - wie einst die Händler aus dem Tempel -, heute die Jäger mit der Peitsche aus Wald und Wiese – und Kirche jagen! Oder ist ein Jesus vorstellbar, wie er mit viel Brimborium pharisäerhaft Hubertusmessen abhält?

„Himmelschreiende Ruchlosigkeit, mit welcher der christliche Pöbel gegen Tiere verfährt, sie lachend tötet, verstümmelt oder martert“ – mit so deutlichen Worten formulierte schon im 19. Jahrhundert Arthur Schopenhauer die moralische Verwerflichkeit des Menschen im Verhalten gegenüber seinen älteren Verwandten, den Tieren.

Wahrlich, für Tiere hat der Teufel keinen Klumpfuß und keine Hörner, sondern eine Menschenfratze. Zu ergänzen wäre dazu lediglich: Und die „Kronjuwelen der Schöpfung“, die Pfaffen im schwarzen Gewand, segnen all das unchristliche Wüten der „Dornenkrone Mensch“ per hoheitsvoll zelebrierten anthropozentrischen Kanzelreden willfährig ab – denn bekanntlich gibt es für den Homo sapiens keine größere Lust und Freude, als eine öffentliche, hochpriesterliche Würdigung des eigenen Tuns und Bestätigung seines vermeintlich einzigartigen Wertes.

Das unchristliche, schlicht gotteslästerliche Denken und Handeln unserer Amts-Kirchenvertreter ist absurd, absolut unverständlich. Analog der etablierten Politikerkaste, unseren sogenannten „Volksvertretern“, werden Bürger und Gläubige von den Amtskirchen mit heuchlerischen Kanzelreden abgespeist. Auch hier nur sophistisches Geschwätz, in dem Bestreben ja nirgends allzusehr anzuecken. Man verneigt sich frömmelnd nach allen Seiten, vor Jägern, Tierexperimentatoren, sonstigen Tierschindern – und natürlich auch ein bißchen vor den Tierschützern. Und stößt dabei zwangläufig überall mit dem Hintern an. Heißt es nicht in der Bibel irgendwo, „Eure Rede sei Ja, oder Nein – alles andere ist von Übel“?

Wer, wenn nicht die Amtskirchen, die auf ihren angehäuften weltlichen Schätzen brütenden Vertreter des Christentums, wären mehr prädestiniert, sich unmißverständlich und engagiert für die von Gott geschaffene Welt mit all seinen Geschöpfen – Menschen wie Tieren und Pflanzen – einzusetzen ? Jesus wäre gewiß an ihrer Seite!

Die Kirche braucht sich nicht zu wundern, wenn immer mehr ehrliche, ernsthafte (!) Christen fluchtartig die „Großsekte“ Amtskirche verlassen und sich „Kleinsekten“ wie Freikirchen, zuwenden, wo – im Gegensatz zu erstgenannten – noch christlicher Glaube im Sinne der Urchristen gelebt wird, mit „Ehrfurcht vor allem Leben“, wie es Albert Schweitzer schon so trefflich artikuliert hat.

Mit pharisäerhaftem „Möchte-gut-sein-wollen“, dann aber doch nur entsetzlich feigem Herumeiern der Amtskirchenvertreter in Sachen Mitgeschöpflichkeit, verspielt die Kirche jegliche Glaubwürdigkeit. Nur der Weise reist vom Irrtum zur Einsicht. Wann wird Gottes unwürdiges Dienstpersonal hier auf Erden endlich aufwachen?

Siehe dazu auch: Österr. Höchstgericht stellt klar: Waldbesitzer müssen Jäger dulden


06.11.2017

„Vom Leben der Gänse“

Aufklärender Artikel zum bevorstehenden Martini-Fest (11. November) mit flächendeckendem „Ganserl-Essen“ der deutschen Albert-Schweitzer-Stiftung:

Gänse sind gesellige Vögel. Sie kommunizieren mithilfe zahlreicher Laute und Bewegungen miteinander und erkennen sich individuell. Die Vögel lernen schnell und verfügen über ein gutes Gedächtnis. Wildgänse gehören zu den Zugvögeln und sind imstande, weite Strecken zurückzulegen. Domestizierte Hausgänse sind dagegen Weidetiere und flugunfähig, können aber dank ihrer kräftigen Beine täglich viele Kilometer laufen. Haus- wie Wildgänse haben darüber hinaus Schwimmhäute zwischen den Zehen und sind in der Lage zu schwimmen.

Hausgänse leben, während sie ihre Nachkommen ausbrüten und aufziehen, in kleinen Familiengruppen zusammen. Diese bestehen aus einem Ganter (männliche Gans) sowie mehreren weiblichen Gänsen und ihren Jungtieren, auch „Gössel“ genannt. Unter natürlichen Bedingungen können Gänse ein Alter von mehreren Jahrzehnten erreichen; Mast- oder Zuchtgänse werden dagegen schon nach wenigen Monaten oder Jahren getötet.

Leben in der Massentierhaltung

Gänse werden für die Erzeugung von Fleisch, Schmalz, Federn oder Fettlebern gehalten. In Deutschland konzentriert sich die Gänsehaltung vor allem in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bayern und Sachsen. 2016 schlüpften hierzulande etwa eine Million Gänseküken.

In Deutschland produzieren die Gänsehalter nur etwa 14 % des hier konsumierten Gänsefleisches. Der Großteil wird importiert: Im Jahr 2013 bezog Deutschland rund 24.500 Tonnen Gänsefleisch aus europäischen Ländern. Der größte europäische Gänseproduzent ist Ungarn; das Land exportiert vor allem Stopfleberprodukte. Polen liegt auf dem zweiten Platz und hat seine Erzeugung innerhalb der letzten Jahre enorm gesteigert. Weltweit ist China führend: das Land produziert knapp 95 % des weltweit erzeugten Gänsefleisches.

Haltungsbedingungen

In Deutschland (und Österreich) gilt die Europarats-Empfehlung zur Haltung von Hausgänsen aus dem Jahr 1999. Die darin enthaltenen Vorgaben sind zwar verbindlich, die Empfehlung als solche ist jedoch sehr allgemein formuliert. In Deutschland ist die Weidehaltung üblich, wenn auch fast immer ohne Zugang zu Bademöglichkeiten.

In Ungarn, Polen und Frankreich überwiegt hingegen die intensive Gänsehaltung. Große Tiergruppen von tausend Tieren und mehr leben dort in geschlossenen Ställen ohne Rückzugs- oder Ausweichmöglichkeiten. Zuweilen sind sogar Einzel- oder Gruppenkäfige üblich. Das häufig schlechte Stallklima führt zu Entzündungen der Atmungsorgane. Auch Spalten- oder Drahtgitterböden kommen zum Einsatz. Diese führen zu Befiederungsstörungen, Verletzungen und Beinschäden.

Mastverfahren

Es gibt drei übliche Mastverfahren, die sich vor allem in der Mastdauer unterscheiden. Allen Verfahren gemeinsam ist eine Phase der intensiven Fütterung. Die Schnellmast ist in Deutschland eher unüblich, es überwiegen die Intensiv- und die Weidemast.

Schnellmast

Die Schnellmast erfolgt innerhalb von acht bis zehn Wochen mit hochkonzentriertem Futter. Dieses Verfahren nutzt das intensive Wachstumspotenzial der Küken aus. Die verkürzte Mastdauer soll Futterkosten sparen. Die Tiere sind dabei meist in geschlossenen Ställen ohne Auslauf, Weidezugang oder Bademöglichkeiten untergebracht.

Die höchstens zweieinhalb Monate alten Junggänse aus der Schnellmast dienen der Erzeugung von Gänsebraten. Die Schlachtung erfolgt noch vor ihrem ersten Federwechsel (auch Mauser genannt) und damit vor dem frühestmöglichen Zeitpunkt der Federgewinnung. Federn fallen bei diesem Mastverfahren also nur als Nebenprodukt nach der Schlachtung an.

Intensivmast

Bei der 16-wöchigen Intensivmast nehmen die Gänse anfangs etwas langsamer zu; auf lange Sicht sollen die Tiere möglichst viel Brustfleisch ansetzen. Außerdem werden hier Federn bzw. Daunen gewonnen (siehe unten). Die Tiere leben entweder durchgehend in Ställen oder auf der Weide und werden dann abendlich zugefüttert. In den letzten vier Wochen vor der Schlachtung sind auch die Tiere aus der Weidehaltung in Stallungen untergebracht; dort haben sie aufgrund ihrer Größe häufig nur wenig Platz zur Verfügung.

Weidemast

Die Gänse leben in diesem Mastverfahren 30 bis 32 Wochen. Nach einer mehrwöchigen Aufzuchtphase im Stall ohne Auslauf werden die Jungtiere schrittweise an die Freilandhaltung auf der Weide gewöhnt.

In den letzten Wochen vor der Schlachtung erfolgt auch hier eine intensivere Mast. Die Gänse sollen ein Schlachtgewicht von etwa 7 kg erreichen und nehmen dafür insgesamt ca. 140 kg Grünfutter und etwa 28 kg Kraftfutter zu sich. Diese Mast dient vor allem der Erzeugung der sogenannten Weihnachtsgänse. Körperteile, die sich in Deutschland schlecht vermarkten lassen – etwa Füße, Flügel und Hälse – werden nach Asien exportiert.

Zucht und Vermehrung

Bei der Zucht von Gänsen steht wie bei allen wirtschaftlich genutzten Tieren die stetige Leistungssteigerung im Vordergrund. Der Fokus liegt auf hohen Zucht- und Mastleistungen sowie einer Federproduktion von 200 bis 300 g pro Tier und Jahr. Die Mastdauer läßt sich bei Gänsen allerdings kaum noch weiter verkürzen, da ihr Brustmuskelwachstum relativ spät einsetzt. Deswegen steht bei der Zucht eine immer effizientere Futterverwertung im Vordergrund. Seit einigen Jahren soll außerdem (den Wünschen der Konsumenten folgend) der Anteil der Bein- und Brustmuskulatur steigen.

Hybridzucht

Für die intensive Daunen- und Fleischproduktion verwendet man spezielle Zuchtlinien, also genetisch besonders ähnliche Tiere mit bestimmten Eigenschaften, wie die häufig eingesetzte „White Koluda“. Allerdings finden mittlerweile insbesondere Masthybride zunehmend Eingang in die internationale Gänseproduktion. Das sind Kreuzungen aus verschiedenen Hausgänsen und wilden Kanada- oder Graugänsen. Bei diesen Gänsehybriden unterscheidet man zwischen „Fleischtypen“ für die Mast und „Lebertypen“ für die Stopfleberproduktion.

Zunehmende Spezialisierung in der Produktion

Ebenso wie bei Hühnern und Puten ist auch die Gänseproduktion auf verschiedene Produktionsrichtungen spezialisiert. Es gibt Zucht- und Vermehrungsbetriebe, Brütereien sowie Mastbetriebe. Neben der natürlichen Begattung spielt die künstliche Besamung eine immer größere Rolle bei der Zucht und Vermehrung. Während die künstliche Besamung zunächst bei Zuchttieren mit Penisnekrosen oder Kloakenentzündungen zum Einsatz kam, nimmt ihre Bedeutung seit Jahren auch bei gesunden Tieren zu.

Spermagewinnung und künstliche Besamung

Für die Spermagewinnung ist eine sexuelle Stimulierung der Ganter mittels kräftiger Massage nötig. Um die Leistungsfähigkeit aufrechtzuerhalten, werden die männlichen Tiere regelmäßig fachsprachlich „gemolken“. Das Sperma kann einige Stunden bis zur Besamung der weiblichen Tiere gelagert werden. Bei der Besamung wird die Gans an Flügeln Kopf und Hals fixiert. Der sogenannte „Inseminator“ führt das Besamungswerkzeug entlang seines Fingers in die Kloake ein, um das Sperma in den Geschlechtsapparat zu befördern.

Bei einer anderen Technik wird die Gans auf den Rücken gedreht. Dieses Verfahren belastet die Gänse noch erheblicher; sie zeigen während dieser Besamungstechnik außerdem einen häufigeren Kotabsatz, was das Risiko für Infektionen erhöht.

Eierproduktion

2016 wurden in Deutschland 1,5 Millionen Gänsebruteier produziert. Die Zuchtgänse legen die Eier zwar in Nester, dürfen sie aber nicht ausbrüten: das übernehmen vollautomatisierte Brutautomaten.

Die Zeit der Fortpflanzung bei Hausgänsen ist ebenso wie bei Wildgänsen saisonal, dauert jedoch deutlich länger. Um mehr Bruteier zu erhalten, verdunkeln einige Gänsezuchtbetriebe die Ställe für 20 bis 40 Tage. So versuchen sie, eine zusätzliche Legeperiode zu stimulieren. Da Gänse aber auf ihren ausgeprägten Sehsinn angewiesen sind, beeinträchtigt dieses Vorgehen deren Wohlbefinden stark. Davon abgesehen ist wissenschaftlich nicht bestätigt, daß sich lange Dunkelphasen tatsächlich auf die Fruchtbarkeit auswirken.

Stopfleberproduktion

Gänse haben die Fähigkeit, überschüssige Nahrung durch die Einlagerung von Fett in die Leber als Reserve zu speichern. Diese anatomische Besonderheit von Wasservögeln nutzt man zur Produktion von Stopfleber („foie gras“).

Für die Verfettung der Leber werden große Mengen Nahrungsbrei in die Mägen der Tiere gepumpt. Diese Prozedur müssen die Gänse etwa 16 bis 22 Tage lang zwei- bis dreimal täglich über sich ergehen lassen. Sie ist in Deutschland zwar verboten, die auf diese Weise hergestellten Produkte dürfen aber aus anderen EU-Ländern wie Frankreich oder Ungarn importiert werden. 2016 hat Deutschland knapp 64 Tonnen Stopfleber aus diesen Ländern importiert.

Feder- und Daunenproduktion

Die Federindustrie gibt an, daß ein Großteil der weltweit produzierten Federn und Daunen ein Nebenprodukt sei, das bei der Schlachtung von Mastgänsen anfalle. Es ist jedoch gängige Praxis, Federn und Daunen auch lebenden Gänsen zu entnehmen: Angaben der Federindustrie zufolge stammen beispielsweise 10 % der in Ungarn gewonnenen Federn von lebenden Gänsen.

Mastgänse können (außer in der Schnellmast) zwei bis vier Mal vor der Schlachtung der Federgewinnung dienen. Gänse in der Stopfleberproduktion werden meist vor Beginn der Zwangsfütterungsphase und Zuchtgänse insgesamt sogar bis zu 15 Mal in ihrem Leben zu diesem Zweck genutzt.

Mauser

Da Gänse zu den Entenvögeln gehören, mausern sie sich einmal jährlich und erneuern so ihr Federkleid. Jungtiere wechseln ihr Gefieder erstmals mit zehn Wochen und anschließend alle sechs Wochen.

Im Zuge der Mauser wird die Feder nicht mehr mit Blut und Nährstoffen versorgt. Sie ist nicht mehr fest in der Haut verankert und fällt aus, da sie von der nachwachsenden Feder verdrängt wird. Komplexe Hormonsysteme regulieren diesen Federwechsel und führen dazu, daß die Gänse in dieser Zeit streßanfälliger und empfindlicher sind.

Lebendfedergewinnung

Das Herauskämmen der reifen Federn während der Mauser, das sogenannte „Raufen“, ist in der EU erlaubt. Es wird behauptet, daß dieser Vorgang schmerzlos für die Tiere sei. Allerdings kann man dabei nur einen Teil des Gefieders ohne Schmerzen entnehmen, da die verschiedenen Federn zu unterschiedlichen Zeitpunkten in der Mauser reif werden. Zudem mausern sich die Vögel einer Herde nicht exakt zur selben Zeit. Werden den Vögeln dementsprechend unreife, noch durchblutete Federn aus der Haut gerissen, entstehen blutige Verletzungen der Haut und somit Schmerzen. Ein weiteres Problem ist der Zeitdruck beim Umgang mit den Tieren: In Großställen mit mehreren tausend Gänsen bleiben nicht mehr als sechs bis zwölf Minuten pro Gans. Somit kann bei der heute üblichen Vorgehensweise von einer leidfreien Feder- und Daunenproduktion keine Rede sein.

„Lebendrupf“

Noch problematischer als das „Raufen“ ist der sogenannte „Lebendrupf“: Das Rupfen (teils mittels Maschinen) geschieht unabhängig vom Zeitpunkt der Mauser und führt zu Hautverletzungen, blutenden Federscheiden und Schmerzen. Das Ausrupfen der Rückenfedern ist besonders schmerzhaft, denn dafür ist ein größerer Kraftaufwand nötig. Größere Wunden werden meist ohne tierärztliche Kontrolle und Schmerzmittel grob genäht. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) stuft das „Lebendrupfen“ als tierschutzrelevant ein, es ist in der EU eigentlich verboten. Dennoch ist diese Praktik in manchen europäischen Ländern wie Ungarn und Polen immer noch üblich.

Umgang mit den Tieren

Am Abend vor der Federgewinnung erhalten die Gänse kein Futter. Das soll verhindern, dass die Tiere aufgrund der belastenden Prozedur unkontrolliert Kot absetzen oder Nahrungsbrei erbrechen und das Gefieder verschmutzen.

Allein das Fangen und Festhalten ist eine erhebliche Streßsituation für die Tiere. Hinzu kommen immer wieder Mißhandlungen vor, indem etwa verbotenerweise die Vögel an Hals oder Flügel gepackt und getragen werden. Das kann zu schmerzhaften Fehlstellungen wie herunterhängenden Flügeln führen.

Wehren sich die Gänse aus Angst und schlagen panisch mit den Flügeln, biegt man ihnen den Kopf unter den Körper. So sind die Tiere wehrlos. Allein dieser Umgang mit den Gänsen führt schon vor dem Rupfen oder Raufen zu Angst, Streß, Verletzungen und Knochenbrüchen.

Beim Lebendrupf – aber auch beim Raufen – kann man davon ausgehen, daß die Gänse mit jeder Federgewinnung empfindlicher werden. Diese ansteigende Empfindlichkeit nennt sich „Wind-up-Phänomen“: Es kommt zu einem gesteigerten Schmerzempfinden, obwohl sich der Reiz, der die Schmerzen verursacht, nicht verstärkt.

Das Leid und die Schmerzen der Gänse beim lebendigen Rupfen und Raufen werden aus rein wirtschaftlichen Gründen in Kauf genommen. Die Tiere stehen so öfter zur Federgewinnung zur Verfügung und die Federn sind weniger verschmutzt.

Federgewinnung von toten Tieren

Die Federn, die nach der Schlachtung vom toten Tier gewonnen werden, gelten als qualitativ minderwertiger. Sie sind maschinell aus den Körpern gerupft, oft nicht reif und durch das Blut der getöteten Vögel verschmutzt, sodaß sie noch kostenintensiv zu reinigen sind.


06.11.2017

Paul McCartney fordert dazu auf, weniger Fleisch zu essen

In einem neuen Kurzfilm macht Paul McCartney Werbung für den Verzicht auf Fleisch.

Paul McCartney ist seit 1975 Vegetarier und macht sich auch regelmäßig als Aktivist stark für den Tierschutz. Nun hat er gemeinsam mit „Meat Free Monday“ den Kurzfilm „One Day A Week“ veröffentlicht und sich dabei Hilfe von vielen Stars geholt.

Gemeinsam mit seinen Töchtern Stella und Mary sowie Woody Harrelson und Emma Stone, klärt Paul McCartney über die verheerenden Folgen tierischer Landwirtschaft auf. Außerdem fordert er alle Menschen dazu auf, weniger Fleisch zu essen. Der Titel des Films verrät bereits, wie oft man verzichten soll: Einen Tag in der Woche. Dazu Paul McCartney:

„Es gibt einen einfachen aber sehr bedeutenden Weg, mit dem man die Erde und all ihre Einwohner schützen kann. Alles beginnt mit einem Tag in der Woche. Wenn man nur einen Tag pro Woche keine tierischen Produkte ißt, hat das bereits einen großen Einfluß auf das empfindliche Gleichgewicht, das uns alle umgibt.“

Paul McCartney führt durch den knapp fünf Minuten langen Film und erklärt, daß die Schönheit unseres Planeten nur durch ein Gleichgewicht aus verschiedenen Klima-Konditionen besteht. Dieses Gleichgewicht wird jedoch durch das übermäßige Verlangen nach tierischen Produkten gestört. Im Film wird Musik von Paul McCartney gespielt. Stücke aus seinem 1977 veröffentlichten Album „Standing Stone“ sowie ein bisher unveröffentlichter Song namens „Botswana“.

Die Kampagne „Meat Free Monday“ wurde 2009 ins Leben gerufen und auf der Website gibt es weitere Informationen für Interessierte.

Kurzfilm: „One Day A Week“ (auf englisch)