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z.B. 15/06/2021
31.03.2021

Die Hunde-Auffangstation SREMSKA MITROVICA benötigt Unterstützung!

Mitrovica liegt in Serbien, in der Provinz Vojvodina, ca. 70 km westlich von Belgrad. Wir leiten diesen Hilfsaufruf dieses großen Hundeheims hiermit weiter:

„In Serbien herrschen bekanntlich höchst unwürdige Zustände betreffend Tierschutz, wo arme Straßenhunde ihr Leben fristen und absolut lebensbedrohlich dahin vegetieren. Aus diesen Gründen entschloß sich 2017 Frau Marta Gornik, gemeinsam mit dem IBT (Bund der Tierversuchsgegner), ein Tierheim zu errichten.

Dafür wurde ein adäquater Platz, nämlich eine aufgelassene Hundezuchtstätte, ausfindig gemacht, die vom IBT erworben werden konnte und heute bis zu 360 gerettete Hunde beherbergt! Der Ausbruch der Corona-Krise hat nun die Situation nochmals erheblich erschwert, weil auch weniger Hunde ins Ausland vermittelt werden können. Auch ist dzt. die Fahrt ins Tierheim von Österreich aus kaum möglich.

Die Vermittlung dieser armen Geschöpfe nach Österreich, Deutschland und der Schweiz, kostet viel Geld, weshalb wir um Ihre dringliche Unterstützung bitten. Unsere monatlichen Kosten – u.a. für Futter, Tierarzt, Mitarbeiter und Reparaturen - belaufen sich auf ca. 10.000,- €!"

Weitere Infos unter gornik.m6@gmail.com

Spenden erbeten an Raiffeisenbank Staß-Spielfeld
IBAN: AT093842000005038302, BIC RZSTAT2G420
Marta Gornik, „Hilfe für das Tierheim Sremska Mitrovica“


24.03.2021

Illegales Schächten in Nordrhein-Westfalen

Nicht nur in Laaben, NÖ, wird wöchentlich illegal geschächtet, wie ANIMAL SPIRIT bereits vor 7 Monaten aufgedeckt hat (und bislang von den zuständigen Behörden offenbar ungeahndet geblieben ist), sondern auch in Deutschland, wie folgender Bericht zeigt:

tagesschau.de: In einem Betrieb in Nordrhein-Westfalen sollen Hunderte Tiere ohne Betäubung geschlachtet worden sein. Dies geht aus Aufnahmen von Tierschützern hervor.

In einem Schlachthof in Nordrhein-Westfalen sollen Mitarbeiter Tiere illegal geschächtet haben. Aufgrund dieses Verdachts haben die Behörden eine Razzia durchgeführt und den Betrieb in Selm am Donnerstag geschlossen. Die Vorgänge in dem Schlachthof sind durch Videos und Bilder dokumentiert. Die Aufnahmen aus den vergangenen drei Wochen wurden dem Verein "Soko Tierschutz" zugespielt. Der hat Strafanzeige gestellt und das Material an die zuständigen Behörden weitergegeben.

Dem ARD-Magazin FAKT liegen die Aufnahmen exklusiv vor. Darauf ist etwa zu sehen, wie ein Rind aus der Betäubungsbox kommt - ohne betäubt zu sein. Es folgt ein minutenlanger Todeskampf. "Totale Panik, totale Angst und das Tier wird langsam von der Seilwinde hochgezogen", beschreibt der Chef der Soko Tierschutz, Friedrich Mülln die Szene. "Man sieht, es ist bei vollem Bewußtsein. Es atmet, es strampelt." Dann wird das Tier von den Schlachtern noch einmal fixiert. Diese Vorgänge hätten die Tierschützer knapp 200 Mal in den vergangenen Wochen gesehen. Es seien fast 200 Schlachtungen dokumentiert worden.

"Die Tiere werden bei vollem Bewußtsein abgestochen. Das Tier brüllt. Die Schlachter tun dies mit einer absoluten Routine", sagt Mülln. So geschehe es jeden Tag mit zehn bis 20 Schafen und drei bis vier Kühen. Es seien Zustände, die so in Deutschland bislang noch nicht dokumentiert worden seien.

Schächten nur mit Ausnahme-Genehmigung erlaubt

Schächten ist das Töten von Tieren ohne Betäubung. Das ist in Deutschland grundsätzlich verboten. Für Ausnahme-Genehmigungen aus religiösen Gründen müssen Antragsteller hohe Hürden überwinden. Das Vorgehen in diesem Betrieb ist "komplett illegal", sagt Amtsveterinär Kai Braunmiller. Er habe sich kundig gemacht und herausgefunden, daß der Schlachthof keine Genehmigung dafür hat. "Das ist an Dreistigkeit nicht zu übertreffen. Es wäre an der Zeit, das juristisch entsprechend zu ahnden, und daß die Verantwortlichen dafür ins Gefängnis gehen."

Hätte es den Behörden auffallen müssen?

Es ist ein Vorgehen, das laut den Tierschützern zumindest den Behörden hätte auffallen müssen. "Katastrophale Bedingungen und irgendwie scheint es keiner zu bemerken", schimpft Friedrich Mülln. Bei den Rindern haben die Schlachter nach der Schächtung den Tieren noch einen Bolzenschuß verpaßt - offenbar zur Verschleierung. Doch es hat auch Tierkörper ohne Schuß gegeben. "Auf den ganzen Bildern ist kein einziger Veterinär zu sehen. Niemand, der die Betäubung kontrolliert, niemand der sich fragt, warum die Tiere da hängen und kein Loch im Kopf haben."

Tierschützer widersprechen Ministerium

Die Tierschützer widersprechen den Aussagen des Ministeriums und erklären, daß im Schlachthof in den vergangenen drei Wochen 189 Tiere getötet worden seien - davon nur vier mit Betäubung. Der Rest sei geschächtet worden. Die Behörden sollen nun auch aufklären, ob es das Hauptgeschäft des Betriebes gewesen ist.

Lesen Sie den ganzen Artikel HIER

Siehe auch ots.at: Systematisches Schächten aufgedeckt - Deutscher Schlachthof quält Tiere zu Tode / NRW-Behörden versagen beim Tierschutz


24.03.2021

Meeresfisch als Fischfutter für Zuchtfisch

Bericht: Zuchtfisch im Supermarkt kurbelt Überfischung der Meere an.

Absurd: jeder 6. im Meer gefangene Fisch endet als Fischfutter

OTS.at: Das Problem “Überfischung der Meere” ist heutzutage vielen KonsumentInnen bereits ein Begriff. Daß jedoch auch der Konsum von Zuchtfisch zu dieser Überfischung der Ozeane beiträgt, ist wohl so gut wie unbekannt. Österreichs Supermärkte tragen zum Verschleiern dieser Tatsache bei. Das ist das Ergebnis eines soeben veröffentlichten Berichts der Stiftung Changing Markets und des AK Konsumentenschutzes OÖ.

Die niederländische Stiftung Changing Markets hat in dieser Studie aufgezeigt, daß bereits jeder sechste im Meer gefangene Fisch als Futtermittel für Fischzuchten verwendet wird. Gemeinsam mit dem AK Konsumentenschutz OÖ wurde Österreichs Einzel- und Großhandel befragt und festgestellt, daß dieser kaum Bewußtsein oder Willen zur Verbesserung dieser Situation zeigt. Keiner der evaluierten Supermärkte erfüllte auch nur die Hälfte der untersuchten Kriterien für eine nachhaltige Lieferkette bei den Produkten aus Aquakulturen.

Österreichs Supermärkte sind diesbezüglich im Schnitt sogar schlechter als deutsche oder britische Handelsketten. Am besten schneidet noch Lidl ab, der mit nur 33 Prozent (bzw. 8 von 24 Punkten) aber weniger Punkte erzielt als Lidl in Deutschland. Absolutes Schlußlicht bildet Metro mit nur 2 von 24 Punkten. Das vollständige Ranking der österreichischen Supermarktketten findet sich im heute veröffentlichten Bericht “Erwischt: Wildfisch als Fischfutter für Aquakulturen” https://www.fishingthefeed.com/de/supermarkt-scorecard/

"Ob die ÖsterreicherInnen Zuchtlachs aus Schottland oder österreichische Forellen kaufen – überall steckt die Überfischung der Meere mit drin. Kommerzielles Fischfutter für heimische Forellen beispielsweise besteht zu rund 45% aus Fischmehl und -öl. Das Image der Fischzucht als “nachhaltig” beweist sich einmal mehr als nicht gerechtfertigt”, sagt Nicolas Entrup, Co-Direktor für internationale Zusammenarbeit bei der Meeresschutzorganisation OceanCare.

OceanCare, Changing Markets und der Konsumentenschutz der AK OÖ fordern den österreichischen Lebensmittelhandel auf, ab sofort in ihrer Einkaufspolitik auf Nachhaltigkeit beim Erwerb von Fisch und Fischprodukten zu achten. “Viele Fischfarmen sind durchaus mit den tierquälerischen Mastbetrieben anderer Nutztiere zu vergleichen. Um möglichst viele Fische in möglichst kurzer Zeit zu züchten, werden Tierquälerei, ökologische Katastrophen und Umweltverschmutzung in Kauf genommen. Der Handel ist in der Verantwortung, den Konsumenten keine Produkte aus Tierquälerei und Naturzerstörung zu verkaufen und durch ein bewußteres Produktangebot zum Schutz der Ozeane beizutragen,” sagt Entrup.


24.03.2021

Petition: Eisbären-Qual in Zoos beenden!

peta.de: Letzte Woche jährte sich der Todestag von Eisbär Knut zum 10. Mal. Knut wurde im Berliner Zoo geboren, von Hand aufgezogen und löste weltweit einen regelrechten Hype aus – täglich strömten Tausende Besucher in den Zoo, um das Eisbärenbaby in öffentlichen Präsentationen zu sehen. Knut bescherte dem Zoo Gewinne in Rekordhöhe, doch sein kurzes Leben war von Leid geprägt und ist Sinnbild für die in zoologischen Einrichtungen übliche Ausbeutung von Tierbabys zu Werbezwecken.

In Gefangenschaft lebende Eisbären sind von hoher Jungtiersterblichkeit betroffen – auch Knuts Zwilling verstarb bereits wenige Tage nach der Geburt. Obgleich Eisbären als Einzelgänger gelten, mußte Knut mit drei Eisbären-Damen zusammen im gleichen Gehege leben. Ein solches Zoogehege entspricht durchschnittlich nur etwa einem Millionstel des Reviers von Eisbären in der freien Natur. 2011 verstarb Knut plötzlich im Alter von nur vier Jahren. Er drehte sich lange an der gleichen Stelle im Kreis, zuckte, fiel ins Wasser und ertrank. Später wurde bekannt gegeben, daß er an einer durch eine Infektion ausgelösten Hirnentzündung litt und durch einen epileptischen Anfall gestürzt war.

Kaum eine Tierart leidet so offensichtlich unter der Haltung in Gefangenschaft wie Eisbären. In seiner arktischen Heimat ist das größte Landraubtier der Welt es gewohnt, durch riesige Gebiete zu streifen und dabei Hunderte von Kilometern zurückzulegen. Können Eisbären sich nicht artgemäß bewegen, entwickeln sie auffällige Verhaltensstereotypien, erkennbar an sich ständig wiederholenden Bewegungsabläufen. Die Tiere laufen dann endlose Runden im Kreis oder schwingen mit ihrem Kopf und Körper in immer gleichen Abläufen.

Helfen Sie Eisbären wie Knut: Fordern Sie das zuständige Bundeslandwirtschaftsministerium gemeinsam mit uns auf, die Nachzucht und den Import von Eisbären zu verbieten. Denn nur so kann das Leid der Tiere in Zoos mittelfristig beendet werden!

Obwohl die gravierenden Folgen der viel zu kleinen Gehege in Zoos bekannt sind, züchten Zoos und Tierparks weiterhin Tiere in einer Umgebung, in der ihr Leid vorprogrammiert ist. Jeder Zoo, der an der Zucht von Eisbären festhält, handelt verantwortungslos. Zudem leistet die Haltung von Eisbären in Gefangenschaft keinen Beitrag zum Artenschutz, da im Zoo geborene Tiere grundsätzlich nicht ausgewildert werden können. Es ist längst an der Zeit, diese Tierquälerei aus kommerziellen Beweggründen zu beenden!


16.03.2021

Steirer geht mit Jagd-Praktiken hart ins Gericht

krone.at: Seit fast 50 Jahren ist ein Steirer schon Jäger, jetzt gibt er die Karte aus Protest ab, stellt die Flinte ins Eck - hat aber „scharfe Munition“: Gewisse Praktiken seien antiquiert und weit jenseits von Tierschutz oder Empathie, wie das Abschießen von Tauben und Füchsen, oder „Spieße“ im Wald.

Jüngst wurde ein Jäger verurteilt, weil er seinen Hund hinter dem Auto nachgeschleift hatte - diese Tat brachte das Faß für einen „Kollegen“ zum Überlaufen. „Hinter verschlossenen Türen ist die Jagdhundeausbildung leider noch immer teilweise brutal “, sagt er empört.

Jagdhund-Ausbildung: „Sowas ist nicht normal!“
Der Steirer kritisiert auch andere Praktiken: „Es ist gängige Praxis, Enten flugunfähig zu machen und Hunde „zur Ausbildung“ auf sie zu hetzen. Sowas ist doch nicht normal!“ Seine Kritik geht munter weiter: „Bei den Tauben werden Elterntiere abgeschossen - die Jungen schreien im Nest nach ihnen, verhungern grauslich. Das gleiche bei Füchsen. Das ist unmoralisch.“

Aber es gibt ja Schonzeiten? „Nicht für Füchse! Es ist zwar Vorgabe, „Elterntiere, die zur Aufzucht benötigt werden, zu schonen“ - aber woran will man an einem Tier erkennen, daß es ein Elternteil ist?“

Scharfe Gitter verletzen Tiere
Auch die sogenannten „Strahler“ sind für ihn ein Drama: „Das sind messerscharfe Gitter, die zum Schutz von Bäumen aufgestellt werden. Die Jägerschaft finanziert die sogar mit. Ich mußte schon schwer verletzte Tiere erlösen, die sich den Bauch damit aufgerissen haben.“ Er kritisiert vieles seit Jahren. „Und ich kann’s offenbar nicht ändern. Aber ich will sicher kein Teil mehr davon sein.“

Siehe dazu auch web.de/magazine: Zwei Menschen bei Jagdunfall verletzt - Ein Jäger und seine Begleiterin sind in der Oberpfalz verletzt worden, als sich aus dem Gewehr des 28-Jährigen ein Schuß löste.


16.03.2021

Deutscher Staat unterstützt Tierwirtschaft mit 13 Milliarden Euro – Jahr für Jahr

spiegel.de: Wieviel Geld bekommen Schweinezüchter, Geflügelfarmen oder Rinderhalter an Subventionen oder in anderer Form? Das Bündnis „Gemeinsam gegen die Tierindustrie“ hat ausgerechnet, welche Summe allein in die Tierwirtschaft fließt.

In dieser Woche wird wieder einmal über Landwirtschaft diskutiert, und darüber, wieviel Geld Bauern und ihre Betriebe brauchen. Am Dienstag stellte Agrarministerin Julia Klöckner eine Machbarkeitsstudie zu den Empfehlungen der von ihr eingesetztes Borchert-Kommission für die Verbesserung des "Tierwohls" in deutschen Ställen vor. Um die Tierhalter dafür mit ausreichend Geld auszustatten, empfiehlt das Gremium als eine Möglichkeit, die Mehrwertsteuer auf tierische Produkte von 7 auf 19 Prozent zu erhöhen. Am Freitag wird nun eine Studie offiziell vorgestellt, die zeigen will, daß die Tierwirtschaft ohnehin schon üppig aus öffentlichen Töpfen finanziert wird – und die zum ersten Mal eine Gesamtsumme nennt.

Es ist auch diese Zahl, die für Aufmerksamkeit sorgen wird: „Mehr als 13,2 Milliarden Euro fließen jedes Jahr auf direktem oder indirektem Weg in die Tierwirtschaft“ – so steht es am Anfang der Studie mit dem programmatischen Titel „Milliarden für die Tierindustrie. Wie der Staat öffentliche Gelder in eine zerstörerische Branche leitet“. Dem SPIEGEL lag die Untersuchung des Bündnis „Gemeinsam Gegen Die Tierindustrie“ vorab vor, hier kann man sie jetzt ansehen.

[...] Zur öffentlichen Förderung zählt die Untersuchung „direkte Subventionen, Steuererleichterungen, staatliche Dienstleistungen wie Beratungsleistungen, staatliche Sozialleistungen und weitere“. Es sind Daten, die nirgendwo gesammelt abzufragen sind, manche werden nicht erhoben. Insgesamt, klagen die AutorInnen, mangele es an Transparenz.

Einblick in die vielen verschiedenen Töpfe und Wege, Institutionen und Mittel

[...] Nach Ansicht mehrerer vom SPIEGEL befragter Agrarökonomen ist das eine realistische Größenordnung. Ein Verdienst der Studie, neben der reinen Zusammenzählung, ist der Einblick in die vielen verschiedenen Töpfe und Wege, Institutionen und Mittel, mit denen die öffentliche Hand der Branche unter die Arme greift. Zu den 13,2 Milliarden Euro zählen die AutorInnen allerdings nur folgende Bereiche:

Agrarsozialpolitik: Die Gesamtheit der Maßnahmen, die soziale Absicherung und Einkommen von Landwirten verbessern. Die Untersuchung beziffert die Summe mit 2,73 Milliarden Euro pro Jahr.

EU-Agrarförderung: Durch die flächengebundenen Direktzahlungen der ersten Säule wird die Tierwirtschaft demnach mit 2,85 Milliarden Euro gefördert, »insbesondere für die Erzeugung von Futtermitteln«. Die sogenannte zweite Säule, die von Bund, Ländern und Kommunen kofinanziert wird, steuert demnach 878 Millionen Euro bei.

Die von den Bundesländern finanzierten Landwirtschaftskammern oder Institute und Landesanstalten, die landwirtschaftliche Betriebe beraten, kosten demnach 207,71 Millionen Euro.

Rentenbank: Durch Förderzuschüsse auf Darlehen profitieren Unternehmen der Landwirtschaft sowie der Agrar- und Ernährungswirtschaft zusätzlich zu günstigen Zinskonditionen. Auf die Tierwirtschaft entfallen demnach 28,73 Millionen Euro.

Fiskal- und Wirtschaftsförderungspolitik: Die Tierwirtschaft profitiert von der reduzierten Mehrwertsteuer auf tierbasierte Produkte sowie anteilig von der Steuervergünstigung von Agrardiesel, der Befreiung landwirtschaftlicher Fahrzeuge von der Kraftfahrzeugsteuer sowie von Einsparungen bei der EEG-Umlage, insgesamt sind das demnach 5,86 Milliarden Euro.

Förderungen aus dem Haushalt des BMEL: Mehrere aktuelle Programme leiten Geld in die Tierwirtschaft: Investitionshilfen für Gülletechnik, Stallbauförderung, Aufwendungen für das Tierwohllabel und das Bundesprogramm Nutztierhaltung. Insgesamt 640,27 Millionen Euro.

Lesen Sie den ganzen Artikel HIER


16.03.2021

Petition: Kein Öl aus Afrikas Schatzkammer!

Regenwald.org: Namibias Natur und Tierwelt werden durch eine furchterregende Gier nach Erdöl bedroht. Die kanadische Firma ReconAfrica hat die Lizenz erhalten, im ökologisch sensiblen Kavango Becken nach Öl zu suchen. Bitte unterstützen Sie den Widerstand gegen die Förderung fossiler Energie, die die Klimakatastrophe verschlimmert.

„Das Erdöl muß im Boden bleiben“, fordert Ina Shikongo. Die Aktivistin in Namibias Hauptstadt Windhoek kämpft gegen das Projekt, im Nordosten des Landes bisher unentdeckte Erdöl-Vorkommen auszubeuten. “Die Ölförderung wäre nicht nur eine Katastrophe für das Weltklima, das Wasser und die Tierwelt, sondern darüber hinaus für die örtliche Bevölkerung.“

Das Projekt, das Ina, weitere Aktivisten und Frack free Namibia so vehement bekämpfen, wird von der kanadischen Firma ReconAfrica vorangetrieben. Das Unternehmen behauptet, ein immenses, tiefes Sediment-Becken entdeckt zu haben – womöglich gefüllt mit Erdöl und Gas. ReconAfrica hat eine Erkundungslizenz im Kavango Basin ergattert.

Sollten Erkundungsbohrungen erfolgreich sein, will die Firma 2 Milliarden Barrel Erdöl fördern – bevor sie in tiefere Schichten vordringt. Umweltschützer fürchten, daß die Firma eigenen Beschwichtigungen zum Trotz auf Fracking setzt, weil sie in Marketing-Material von “unkonventionellen Methoden” spricht – ein beschönigender Ausdruck für Fracking.

Jetzt hat ReconAfrica die erste Test-Bohrung beendet! Sie schlägt eine Schneise durch den Busch, um den Bohrturm zur zweiten Erkundungsstelle zu schaffen.

Die ökologischen Folgen des Projekts können verheerend sein. Es gefährdet über die Gewässer in Namibias trockenen Savannen und das berühmte Okavango-Delta in Botswana, das wegen seines Artenreichtums ein Unesco Welterbe und Heimat von Elefanten, Flußpferden und Vögeln in großer Zahl ist. Der Tourismus und die Lebensgrundlage der Einheimischen wie den San sind in Gefahr.

Um das Weltklima, die Artenvielfalt, die Gewässer und die Lebensgrundlage der örtlichen Bevölkerung zu bewahren, muß das Projekt von ReconAfrica gestoppt werden.

Bitte unterstützen Sie diese Forderung mit Ihrer Unterschrift.

 


10.03.2021

Eselprojekt „Bluemoon“ in Hurghada, Ägypten braucht wieder Unterstützung!

So wie viele Tierschutzprojekte weltweit, hat auch das von ANIMAL SPIRIT seit mehr als 10 Jahren unterstützte Esel- und Streunerprojekt „Bluemoon“ in der Wüste, neben der Urlaubsstadt Hurghada in Ägypten schwer durch die „Corona-Krise“ zu kämpfen. Touristen, HelferInnen und Spenden bleiben mehr und mehr aus, und zudem werden viele Hunde und Katzen von abgereisten Europäern einfach auf der Straße ausgesetzt. Und zu allem Übel hat jetzt auch noch eine europäische Stiftung, die das Projekt seit Jahren maßgeblich unterstützt hat, ihre Hilfe per Ende Mai aufgekündigt…

So schrieb uns kürzlich die dortige Schweizer Leiterin Monique Carrera: „Vielen Dank für eure treue Unterstützung, die uns sehr viel hilft! Wir sind nun aber auf der Suche nach neuen Sponsoren, die jeden Monat etwas beisteuern, damit wir unsere so wichtige Arbeit für die armen Tiere hier fortsetzen können. Wir haben zwar etliche Leute, die uns unterstützen mit kleineren Beträgen von 5,-/ 10,- oder auch 20,- €, aber das reicht noch lange nicht aus. Wir benötigen nämlich insgesamt um die 10.000,- € monatlich, das können wir alleine nicht stemmen.

Wir werden ein neues Patenschafts-Programm aufstellen, doch das muß erst anlaufen. Wir haben heuer sogar schon Leute entlassen müssen und ab Januar die Löhne gekürzt. In der Stadt-Klinik haben wir die Anzahl der stationären Tiere auf 25 hinuntergesetzt, mehr geht im Moment einfach nicht, auch wenn viel mehr Tiere Hilfe benötigen würden. Und so gibt es oft große Dramen, weil wir nichts mehr aufnehmen können. Immerhin sind inzwischen viele Menschen bereit, ihre Tiere zu Hause weiter zu pflegen und kommen dann halt regelmäßig zum Kontroll-Check vorbei.

Im Wüsten-Gnadenhof außerhalb der Stadt bauen wir derzeit auch die neue Quarantäne-Station weiter aus und so können wir Langzeit-Patienten aus der Klinik hinaus auf den Gnadenhof bringen.

Alles in allem ist es ein Kraftakt ohne Gleichen. Zu allem Übel wurden wir auch noch von böswilligen Menschen ausspioniert und unser PC-System gehackt und schwer geschädigt. So haben wir sämtliche Daten von Oktober bis Mitte Januar verloren und können uns daher bei irgendwelchen Anschuldigungen leider nicht mit Fakten verteidigen. Aber zum Glück habe ich einen harten und ehrlichen Kern von Mitarbeitern am Gnadenhof und in der Klinik, die voll zu mir stehen und alle geben sich große Mühe, daß wir das gemeinsam durchstehen.“

Wer das tolle Projekt „Bluemoon“ in Ägypten direkt unterstützen will, kann das über die Schweizer Kontonummer IBAN: CH35 8085 6000 0043 3006 4 gerne tun. Vielen Dank!


10.03.2021

In unserem letzten Newsletter haben wir über die barbarischen monatelangen Tiertransporte Tausender Rinder – u.a. auch aus Österreich - auf hoher See für unseren exzessiven Fleisch- und Milchkonsum berichtet. Nun wurde ein Teil von ihnen „not-geschlachtet“ und teuer „entsorgt“, ein weiterer – größerer – Teil irrt aber noch immer im Mittelmeer herum:

900 Rinder nach monatelanger Irrfahrt notgeschlachtet

web.de/magazine: Eine qualvolle Odyssee auf hoher See endet in Spanien für 900 Rinder mit der Notschlachtung.

Die Tiere sollten von Spanien in die Türkei exportiert werden, konnten aber wegen des Verdachts auf Blauzungenkrankheit nicht entladen werden.

Mehr als 900 Rinder, die seit rund zweieinhalb Monaten auf einem Frachter auf dem Mittelmeer eingepfercht waren, werden nun in Spanien notgeschlachtet. Ursprünglich sollten die Tiere im Dezember von Spanien in die Türkei exportiert werden, wo sie jedoch wegen des Verdachts auf die Blauzungenkrankheit nicht entladen werden durften. Nach vielem Hin und Her kehrte der Frachter "Karim Allah" nun zum Hafen von Cartagena in Südspanien zurück. Dort begann am Samstag die Entladung der Tiere, wie der staatliche TV-Sender RTVE berichtete. Sie sollten direkt in einem Zelt an der Mole getötet und die Kadaver entsorgt werden, berichteten spanische Medien. Während der Monate auf See seien bereits 22 Rinder verendet.

Ein Verkauf der Tiere in Spanien sei nicht möglich, weil die Einfuhr lebender Rinder von außerhalb der EU verboten sei. Ein weiterer Transport in ein Drittland sei den Tieren aber nicht mehr zuzumuten, hatten die Sanitärbehörden nach einer Inspektion in Cartagena mitgeteilt, wie die Zeitung "El País" berichtete. Ein Gericht in Madrid genehmigte daraufhin am Freitag die Notschlachtung. Der Eigentümer habe das verhindern wollen und versucht, doch noch einen Käufer in einem anderen Land zu finden.

Türkische Behörden verhinderten die Entladung der Rinder

Der Frachter mit den Rindern hatte Cartagena am 18. Dezember verlassen. Am Ziel im türkischen Mittelmeerhafen von Iskenderun wurden die Rinder von den türkischen Behörden jedoch wegen des Krankheitsverdachts zurückgewiesen. Bei der Blauzungenkrankheit handelt es sich um eine von Insekten übertragene Viruserkrankung, an der vor allem Schafe, aber auch Rinder und Ziegen erkranken.

Der Viehfrachter lief den Berichten zufolge danach Libyen in der Hoffnung an, die Tiere dort verkaufen zu können. Aber auch die dortigen Behörden verboten das. Auf der Suche nach Futter für die Tiere fuhr die "Karim Allah" Richtung Tunesien, wo das Schiff jedoch abgewiesen wurde. Erst im Hafen von Augusta in Sizilien konnte Futter Bord geholt werden, die drei Tage lang nur noch Wasser bekommen hätten, hieß es bei "El País". Danach kehrte der unter libanesischer Flagge fahrende Frachter nach Cartagena zurück. (dpa/fra)

Siehe auch ots.at: Erneute Tragödie bei Schiffstransport: 1.776 Rinder seit drei Monaten eingesperrt - Auch aus Österreich Tierexporte in EU-Drittstaaten


10.03.2021

Petition: Tierquälerische „Anbindehaltung“ darf kein UNESCO-Weltkulturerbe werden!

ariwa.org: Der Landkreis Garmisch-Partenkirchen plant, die dortige Kulturlandschaft als UNESCO-Weltkulturerbe schützen zu lassen. In diesem Zuge soll ausdrücklich auch die „Kombinationshaltung“ von Rindern als schützenswertes Kulturgut eingestuft werden. „Kombinationshaltung“ bedeutet dabei nichts anderes als „Anbindehaltung“ mit gelegentlichem bzw. saisonalem Freilauf. In der „Anbinde-“ oder „Kombinationshaltung“ sind die betroffenen Tiere mit einer kurzen Kette, einem Strick oder Eisengestänge am Hals fixiert. Der verbleibende Bewegungsspielraum reicht gerade einmal dafür aus, daß sich die Kühe hinlegen und wieder aufstehen können. Monatelang stehen sie so praktisch bewegungslos auf einer Stelle – ohne die geringste Abwechslung. Diese Bewegungslosigkeit macht nicht nur ein natürliches Bewegungs- und Sozialverhalten der Tiere unmöglich, sie werden zudem krankheitsanfällig und verwahrlosen sehr oft auch äußerlich. Wir sehen darin einen Versuch, den Titel „Weltkulturerbe“ für die Legitimierung überkommener Tierquälerei zu mißbrauchen. Bitte unterstützen Sie unsere Petition, um dieses Vorhaben zu verhindern.

Die Unterschriften werden Anfang Juni 2021 an die deutsche Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner und die Kultusministerkonferenz übergeben, die auf nationaler Ebene für die Prüfung der „Welterbe“-Bewerbung zuständig sind. Danke für Ihre Unterstützung der Petition!


03.03.2021

Nach Monaten auf See: Rinder-Irrfahrt endet mit Schlachtung

ORF.at: Seit Wochen sind anhand der Irrfahrten zweier Frachtschiffe die Auswüchse internationaler Tiertransporte zu beobachten: Auf den Frachtern befinden sich insgesamt fast 2.600 Rinder, die nirgendwo an Land gelassen werden – und das seit Dezember. Nun sollen auf einem der Schiffe die Tiere getötet werden. Für einen Weitertransport sollen sie nicht mehr geeignet sein.

Glückliche Kühe auf der grünen Weide – allzu oft haben KonsumentInnen ein trügerisches Bild vom Vorleben ihrer fleischlichen Kost. Jedenfalls erging es etwa rund 2.600 Rindern, die von der EU aus ihre Reise Richtung Türkei antraten, in den vergangenen zweieinhalb Monaten ganz anders. Die „Elbeik“, ein Frachtschiff Baujahr 1967 unter der Flagge des Togo, und die „Karim Allah“ von 1965, unter libanesischer Flagge fahrend, verließen beide die spanische Küste am 18. Dezember. Das eine Schiff hat knapp 1.800 Tiere an Bord, das andere startete mit 895 Tieren. Doch niemand wollte die Schiffe landen lassen, weil auf beiden Schiffen die Blauzungenkrankheit vermutet wurde.

Während das Schicksal der Rinder auf der „Elbeik“ weiterhin ungewiß ist, dürfte sich das jener rund 900 männlichen Kälber auf der „Karim Allah“ entschieden haben. Nach ihrer monatelangen Odyssee, die sie vom spanischen Cartagena aus zum türkischen Hafen Iskenderun, Tripoli in Libyen, Augusta in Italien und schließlich wieder nach Spanien führte, sollen die etwa sieben Monate alten Bullen in Spanien getötet werden, berichtete Reuters.

Tierschützer empört

Die Tierärztin Maria Boada Sana von der Tierschutzorganisation Animal Welfare Foundation, sagte der Zeitung, es sei unwahrscheinlich, daß die Tiere nach so langer Zeit noch gesund seien, auch wenn sie nicht die Blauzungenkrankheit hätten. Auch sei die Tötung die bessere Alternative für die Tiere, als weitere Versuche, sie zu transportieren und zu verkaufen. „Normalerweise dauern solche Transporte eine Woche, und das bedeutet bereits, daß die Tiere in einem schlechten Zustand ankommen. Stellen Sie sich also zwei Monate vor.“ Die NGO Eurogroup for Animals forderte die Europäische Kommission auf, „eine gründliche Untersuchung dieser Tiertransporte einzuleiten“.

Vier Pfoten forderte ein Verbot von Schiffstransporten von Tieren in der EU und ein generelles Verbot von Tiertransporten in Drittländer. Die EU habe zu wenig Kontrolle darüber, was mit den Tieren in Ländern passiert, deren Tierschutzstandards viel niedriger seien. „Es ist eine Tragödie und eine unglaubliche Schande, wie mit diesen Tieren umgegangen wird“, so Vier Pfoten in einer Aussendung. Tierschutz Austria nahm unter anderem den Fall zum Anlaß, eine „Strategie gegen die Explosion von Tierseuchen“ zu verlangen.

Lesen Sie den ganzen Bericht HIER

Siehe auch auf www.sueddeutsche.de: Fast 900 Rinder aus Spanien vegetieren wochenlang auf einem Transportschiff, das eigentlich nur für wenige Tage ausgelegt ist. Die Besatzung findet einfach keinen Hafen. Der Grund: Seuchenangst.

Und OTS der Tierärztekammer: Qualvolle Rindertransporte müssen endlich aufhören - die aktuell desaströse Situation ist inakzeptabel


03.03.2021

Jäger wollen Rückkehr des Wolfes rückgängig machen!

www.animal-public.de: Seit 14 Jahren leben in Niedersachsen (Nord-Deutschland) wieder Wölfe. Mittlerweile sind es 35 Rudel und zwei Wolfspaare. Eine Gefahr für den Menschen stellen diese Tiere nicht dar. Wölfe sind von Natur aus eher vorsichtig und haben eine natürliche Scheu vor dem Menschen. So auch nachzulesen auf der Internetseite des niedersächsischen Umweltministeriums.

Trotzdem will Niedersachsen Regierung aus SPD und CDU den Wolf zum Abschuß freigeben. Ein entsprechender Entschließungsantrag, der unter anderem die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht vorsieht, wurde jetzt vom Landtag angenommen, obwohl das Bundesumweltministerium zuvor gewarnt hatte, daß dies verfassungsrechtlich bedenklich sei.

Zudem soll das niedersächsische Umweltministerium aktuell die Tötung von fünf Wölfen genehmigt haben. Bestätigen oder dementieren will das Ministerium dies nicht und verhindert damit eine gerichtliche Überprüfung. Nicht ohne Grund! Erst vor 14 Tagen meldete Niedersachsen Umweltminister denn Vollzug einer erteilten Abschußgenehmigung für einen Wolfsrüden, dem aufgrund genetischer Untersuchungen verschiedene Nutztierrisse zugeordnet wurden. Erschossen wurde allerdings eine Fähe, von der nicht bekannt ist, ob sie jemals ein Nutztier gerissen hat. Auf Distanz und in dunkler Nacht ist eine solche Verwechslung kaum zu vermeiden. Vermeidbar gewesen wären hingegen die meisten Nutztierrisse in Niedersachsen, denn in fast 90% der Fälle gab es keine geeigneten Herdenschutzmaßnahmen.

animal public fordert eine Wolfspolitik, deren Ziel ein Leben mit dem Wolf und nicht seine Dezimierung ist. Dazu gehört die Förderung des Herdenschutzes ebenso wie eine Einbeziehung von Tierschützern, Naturschützern und Tierhaltern.

Mehr Infos unter www.animal-public.de


24.02.2021

Mastschwein, Affe, Elefant: Was wäre, wenn auch Tiere Grundrechte hätten?

www.nzz.ch: Schon lange wird diskutiert, ob Tiere – wie wir Menschen – das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit haben sollen. Im Kanton Basel-Stadt könnte dies bald Realität werden. Die Juristin Dr. Charlotte Blattner von der Universität Bern erklärt, warum:

Zoos, Tierversuche, Massentierhaltung. Aus ethischer Sicht durchaus problematisch. Auch Juristen beschäftigen sich immer mehr mit der Frage: Was wäre, wenn wir Tiere wie Personen behandeln würden?

Die Juristin, Dr. Charlotte Blattner, sagt: "Es ist an der Zeit, daß wir als Gesellschaft darüber diskutieren, was wir Tieren wirklich schulden."

Als Menschen sind wir verletzlich und empfinden Gefühle. Darum haben wir Grundrechte, wie etwa das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit und das Recht auf Freiheit.

„Dasselbe muß natürlich für nichtmenschliche Tiere gelten, die empfindungsfähig sind. Die also die Fähigkeit haben, Schmerzen, Leiden, Ängste zu empfinden, aber auch Vergnügen oder Freude“, sagt Blattner.

Elefanten etwa gelten als soziale und besonders emotionale Tiere. Sie betrauern tote Herdenmitglieder, helfen sich gegenseitig in Not und erkennen sogar ihr eigenes Spiegelbild.

Schauen Sie das Video und lesen Sie das ganze Interview HIER


24.02.2021

Petition: Regenwälder nicht dem Freihandel opfern!

regenwald.org: Die EU-Kommission will ein Freihandelsabkommen mit Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay durchdrücken. Doch steigende Importe von Agrarprodukten aus den südamerikanischen Mercosur-Ländern in die EU drohen die Abholzung der Regenwälder zu beschleunigen.

In Brasilien werden Regenwälder in erschreckendem Tempo zerstört. Staatspräsident Jair Bolsonaro lädt Bergbaufirmen, Holzfäller, Sojafarmer, Viehzüchter und die Zuckerrohrindustrie ein, selbst die Regenwaldgebiete der indigenen Völker zu plündern. Wegen Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit hat der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag deshalb Vorermittlungen aufgenommen.

Trotzdem steht die EU kurz davor, einen Handelsdeal mit Brasilien und den übrigen Mercosur-Staaten abzuschließen. Die EU-Kommission hat den Vertrag bereits unterschrieben – allerdings steht die Zustimmung der EU-Mitgliedsstaaten und des EU-Parlaments noch aus.

Jetzt haben wir die Möglichkeit, unsere Kritik direkt ins Herz der europäischen Demokratie zu tragen – ins EU-Parlament. Am Mittwoch (heute, 24.2.) werden wir unsere Argumente im Petitionsausschuß persönlich vorstellen. Das werden wir für eine unmißverständliche Botschaft nutzen:

Die 363.581 Unterschriften, die wir bereits gesammelt haben, werden die Politiker beeindrucken. Bitte unterschrieben auch Sie, damit unsere Argumente noch mehr Gewicht bekommen.


24.02.2021

„Fastenzeit“

Wollen Sie überflüssige Kilos vom Fasching oder monatelangen Corona-lockdown loswerden?

Die beiden süßen Retriever-Hunde machen es vor wie´s geht….:

Kurzvideo

 


17.02.2021

Steeg im Lechtal: „Tiere sollen im Gatter erschossen werden“

Krone.at: Der Aufschrei nach dem blutigen Massaker im Vorjahr im Tiroler Kaisers (wir berichteten) war groß. Das Land wollte die Gatterjagd verbieten - doch Fehlanzeige! Nun zeichnen sich ähnliche Szenen in der Nachbargemeinde Steeg ab. Das Land Tirol verweist auf die gültige Verordnung und betont, das Gatter sei inaktiv. Eine Tötung wird dementiert, man spricht hingegen von „jagdlicher Unterstützung“.

Versprechen von LH-Stv. Josef Geisler (ÖVP)
In Tirol werde es „keine derartigen Gatterabschüsse mehr geben“, versprach LH-Stv. Josef Geisler (ÖVP). Im Juni zweifelte die FPÖ am Versprechen von Geisler – wegen folgendem Satz in der Abänderung ihres Antrages vonseiten der Regierung: „Konzentrierte Abschüsse in Wildgattern sollen jedenfalls vermieden werden.“ FP-Landesparteichef Markus Abwerzger betonte: „Dieser Satz heißt nichts anderes, als daß sich die Landesregierung die Möglichkeit des Tötungsgatters auch weiterhin offen lassen will.“

28 Hektar großes Gatter in Steeg
Und mit dieser Kritik hatten die Freiheitlichen womöglich recht. Denn Bewohner im Lechtal berichten, daß es nach wie vor ein Gatter gibt – es steht in Steeg, ist 28 Hektar groß und wird seit 2018 vom Land Tirol betrieben sowie mit Steuergeld bezahlt. „Das Gatter wurde 2011 vom Bundesheer aufgestellt. Innerhalb der Absperrung sind zwei kleine Tötungsgatter. Im Zuge der TBC-Vorbeugung wurden dort von Beginn an Tötungsaktionen abgehalten – bis heute“, sagen die Bewohner.

Vor allem der letzte Satz läßt aufhorchen, da ja im Vorjahr das Land – das zu diesem Zeitpunkt bereits die Jagd in Steeg betrieben hat – versprochen hatte, derartige Aktionen zu unterbinden. Warum also hat man das Gatter in Kaisers abgebaut, jenes in Steeg jedoch nicht?

„Die Abschußerfüllung ist hier sehr schlecht“
Laut den Bewohnern liege das nicht nur an der TBC-Eindämmung, sondern auch an der Abschußerfüllung: „Seit das Land Tirol mit seinem Veterinär und Amtstierarzt diese Jagd betreibt, gibt es dort die schlechteste Abschußerfüllung von allen Jagden. 2018 hatten sie kein Tier erlegt, 2020 haben sie in der offiziellen Jagdzeit bis 31. Dezember von sechs Stück, die auf dem Abschußplan sind, nur eines erlegt. Das macht kein gutes Bild. Aus diesem Grund wollen sie nun die übrigen fünf Tiere, die teilweise sogar hochtragend sind, vernichten.“ Und hier kommt wiederum die Gatterjagd ins Spiel: „Man will die Tiere bei der Futterstelle erschießen, die innerhalb des Gatters ist“, heißt es weiter.

Der dort stationierte Jäger weigere sich jedoch, das auszuführen. „Daher hat man ihm angedroht, daß – wie im Vorjahr in Kaisers – wieder auswärtige Jäger kommen und die Sache erledigen würden, wenn er diese Abschüsse nicht erfülle. Wo bleibt hier die Moral?“, fragen sich die Bewohner entsetzt. Die Deadline sei Mitte Februar – also jetzt.

Dokument zeigt, wie viel Geld Tötungsteam erhält
Im Zuge der Kaisers-Ermittlungen sind interessante Details zum Gatter in Steeg ans Licht gekommen. So hat es 2011 und 2012 insgesamt 246.277 Euro gekostet – Steuergeld wohlgemerkt. Zudem beweisen die Auflistungen, daß jährlich ein Tötungskommando angeheuert wurde – dieses habe in den Jahren 2011 und 2012 insgesamt 56.617 Euro gekostet.

Prinzipiell wundern sich die Bewohner über die brisante Angelegenheit: „Hat das Land Tirol in Zeiten wie diesen, in denen die Corona-Pandemie ohnehin Unmengen von Geld verschlingt, tatsächlich noch das Geld für derartige Sachen?“

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17.02.2021

Haustier-Boom in Corona-Pandemie: Immer mehr Hunde werden gestohlen

deine-tierwelt.de: Die Corona-Pandemie führt zu einer enorm gestiegenen Nachfrage nach Hunden – auch in Großbritannien. Dort ruft der Hunde-Boom inzwischen auch Kriminelle auf den Plan: Die Zahl der Hundediebstähle ist Schätzungen zufolge um rund 250 Prozent gestiegen.  

Mit einem Hund durch die Lockdown-Einsamkeit – aus diesem Wunsch vieler Briten schlagen skrupellose Hunde-Diebe in England aktuell Profit. Denn immer mehr Hundehalter melden ihre Hunde als gestohlen. So stieg allein die Zahl der gemeldeten Hunde-Diebstähle bei der Organisation „DogLost“ von 172 in 2019 auf 465 in 2020 – ein Plus von 270 Prozent. „Ich arbeite hier seit 30 Jahren, aber das ist das schlimmste Jahr, das ich je erlebt habe“, sagt Wayne May von „DogLost“ gegenüber der „BBC“.

Die Nachfrage nach Hunden habe die Preise in die Höhe getrieben, und das wiederum habe einen Anstieg der Hunde-Diebstähle ausgelöst. Davon betroffen ist unter anderem Sarah Wood. Der Waliserin wurden Ende Dezember fünf Terrier und ein Spaniel gestohlen. Ein „absolut entsetzlicher Verlust“, erzählt das untröstliche Frauchen der „BBC“. „Die Horrorgeschichten zu hören, was gestohlene Hunde erleiden müssen, macht es noch schlimmer“, sagt sie.

Hunde gestohlen – und teuer verkauft

„Hunde-Diebstahl ist noch immer ein sehr seltenes Verbrechen, aber es ist leider etwas, das wir in letzter Zeit häufiger sehen“, sagt Amanda Blakeman, Stellvertretende Polizeipräsidentin des National Police Chiefs‘ Council, gegenüber dem britischen „Express“. Grund dafür dürfte die gestiegene Nachfrage nach Hunden sein, die auch England während der Pandemie verzeichnet. Die Preise für Welpen schnellen entsprechend in die Höhe: Welpen, für die man vor Corona noch 500 Pfund (rund 570 Euro) zahlte, kosten mittlerweile locker das Vierfache.

„Die Preise für einen Welpen sind im vergangenen Jahr beachtlich gestiegen, das macht den Markt für organisierte Kriminelle lukrativ“, so Amanda Blakeman. „Während der Coronavirus-Pandemie haben Kriminelle ihre Aktivitäten angepaßt und profitieren von der großen Nachfrage nach Haustieren in der Lockdown-Zeit.“ Für die Familien sei der Diebstahl eines geliebten Haustiers natürlich „niederschmetternd“ und könne erheblichen Kummer auslösen.


17.02.2021

Petition: Die EU braucht eine Positivliste

animal-public.de: In Europa werden über 200 Millionen Haustiere gehalten. Darunter Millionen Wildtiere, denn in Deutschland und fast allen anderen europäischen Ländern ist es vollkommen legal, Klammeraffen, einen Serval oder gar ein Krokodil zuhause zu halten. Dabei ist eine artgerechte Haltung dieser Tiere im heimischen Hobbykeller schlichtweg nicht möglich. Gemeinsam mit vielen anderen Tierschutzorganisationen fordern wir daher die Einführung einer europäischen Positivliste, die regelt, welche Tiere in Privathaushalten gehalten werden dürfen.

Gefahren des Wildtierhandels

Leidtragende des boomenden Wildtierhandels sind nicht nur die Tiere, er stellt auch eine ernstzunehmende Gefahr für die Artenvielfalt und den Menschen dar. Denn, je seltener eine Tierart ist, desto beliebter ist sie bei den privaten Haltern und desto mehr Geld läßt sich mit ihr verdienen. Skrupellos wird daher die Natur geplündert, selbst in den entlegensten Regionen der Welt. Immer mehr Arten sind unmittelbar vom Aussterben bedroht. Gleichzeitig birgt der nahezu unkontrollierte Wildtierhandel die Gefahr weiterer Zoonosen, die sich in kürzester Zeit weltweit verbreiten können.

Was ist eine Positivliste?

Eine Positivliste ist eine Liste der Tierarten, deren Haltung in Privathand noch erlaubt ist. Das sind jene Tierarten, die artgerecht gehalten werden können und von deren Haltung keine Gefahr für den Artenschutz, die Umwelt oder die Gesundheit ausgeht. Die Haltung aller anderen Tierarten ist damit automatisch verboten. Die Positivliste ist im Gegensatz zu anderen Regularien leicht verständlich, nachvollziehbar und gut umsetzbar und sie ist geeignet, viel Tierleid zu verhindern.

Angesichts des zunehmenden Wildtierhandels und des kaum noch überschaubaren Artenspektrums hat Belgien im Jahr 2002 als erstes Land in der EU eine Positivliste für die Haltung von Säugetieren in Privathaushalten eingeführt. Im Jahr 2008 entschied der Europäische Gerichtshof, daß diese Positivliste rechtmäßig ist und nicht gegen die Grundsätze der EU verstößt. Seither bereiten auch andere europäische Länder die Einführung einer Positivliste vor. Das sind wichtige Schritte, doch es braucht eine europäische Lösung. Daher fordert animal public gemeinsam mit zahlreichen anderen Tierschutzorganisationen die Einführung einer europäischen Positivliste.

Unsere Kollegen von AAP (Animal Advocacy and Protection) in den Niederlanden sind tagtäglich mit den Folgen des Wildtierhandels konfrontiert. Sie betreiben die wohl größte Auffangstation für exotische Säugetiere in Europa. Sie pflegen Affen, Kleinbären, aber auch Großkatzen, die zuvor unter artwidrigen Bedingungen von Privatpersonen gehalten wurden. Und von Jahr zu Jahr wird die Zahl der Tiere größer, die ihre Hilfe brauchen.

Das muß ein Ende haben! Daher hat AAP bei der EU eine Petition zur Einführung einer Positivliste eingereicht.  Wenn die Petition 2000 Unterschriften erhält, wird sich das Europäische Parlament mit ihr beschäftigen. Bitte helfen Sie uns, den Tieren eine Stimme zu geben.


10.02.2021

Absurdes System Tiertransporte: Österreich importiert und exportiert jeweils über 20 Millionen lebende Nutztiere

VIER PFOTEN: EU für 80 Prozent der weltweiten Lebendtiertransporte verantwortlich

OTS: Lebende Tiere als Ware: Auch 2019 ist die Anzahl der Tiertransporte aus und nach Österreich erschreckend hoch, wie VIER PFOTEN einer parlamentarischen Anfrage aus dem Sommer 2020 entnommen hat. Absurdes Detail: Etwa so viele Tiere, wie unser Land exportiert, werden demnach auch importiert. Die Einfuhren werden in der Beantwortung der Anfrage durch das zuständige Ministerium Anschober mit 20.537.403, die Ausfuhren mit 20.210.887 Nutztieren beziffert. Unter letzteren sind auch 20.310 Tiere, die in Drittstaaten exportiert wurden, wobei allerdings kein Geflügel mitgerechnet wurde. Die Anzahl der Geflügelexporte in Drittstaaten lag in den vergangenen Jahren immer über einer Million Tiere. ...

Laut EU-Verordnung dürfen Rinder insgesamt 29 Stunden transportiert werden, wobei eine Stunde Pause eingehalten werden muß. Bei Schweinen beträgt die zulässige Transportdauer ohne Pause 24 Stunden. Nach einer Pause von 24 Stunden darf die Maximaldauer aber beliebig oft wiederholt werden. Auch nicht-entwöhnte, also noch säugende Jungtiere dürfen transportiert werden. „Wenn wir von Drittstaaten sprechen, dann bedeutet das Länder wie die Türkei, Aserbaidschan oder Usbekistan. Abgesehen davon, daß die Haltungs- als auch die Schlachtungsbedingungen dort wesentlich niedriger sind, haben wir keine Kontrollmöglichkeit darüber, was mit den Tieren vor Ort geschieht. Das ist insbesondere beim lukrativen Export von Zuchtrindern problematisch: Immer wieder enden für die Zucht ausgeführte Tiere vor Ort erst recht als Schlachtvieh“, erklärt Eva Rosenberg.

Lust auf Billigfleisch läßt Tiertransporte explodieren

Die Motivation für dieses Hin- und Hergeschiebe von lebenden und fühlenden Tieren ist in der Regel die Produktion unter möglichst billigen Bedingungen und die Umgehung von Tierschutzstandards. Ein gutes Beispiel dafür sind die oft kritisierten Kälbertransporte: Im Ausland ist die Mast oft billiger, und die Kälber dürfen ausschließlich mit einer Mischung aus Wasser, Milchpulver und Palmöl gefüttert werden, um das Fleisch möglichst weiß zu halten. Diese tierquälerische Mast ohne eisenhaltiges Rauhfutter wäre in Österreich nicht erlaubt. Also werden österreichische Kälber in andere Länder zur Mast geschickt, das billige Fleisch wird dann wieder eingeführt. Österreichische Konsumentinnen und Konsumenten bekommen im Großteil der Fälle in der Gastronomie dieses weiße, importierte Tierqual-Kalbfleisch vorgesetzt, meistens ohne es zu wissen.

Ein entscheidender Schritt, um Tiertransporte langfristig einzudämmen, ist für VIER PFOTEN eine lückenlose Kennzeichnung aller tierischen Produkte nach Herkunft und Haltung, auch in verarbeiteten Produkten und in der Gastronomie. „Es ist völlig unverständlich, wieso diese logische Forderung, die seit langem von vielen Seiten geäußert wird, immer noch nicht Realität ist”, so Eva Rosenberg. Außerdem fordert VIER PFOTEN neben einem Stopp von Lebendtiertransporten in Drittstaaten und einer Begrenzung der Transportzeit auf maximal acht Stunden auch ein Verbot des Transports von nicht-entwöhnten Jungtieren.

„Monster EU“: 80 Prozent der weltweiten Lebendtiertransporte

Erschreckende Zahlen kamen vor kurzem auch von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO). Demnach gehen auf das Konto der EU 80 Prozent der weltweiten Lebendtiertransporte. Insgesamt sind 2019 laut FAO 1,8 Millionen Geflügel, Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen innerhalb der EU über eine nationale Grenze verbracht worden. „Die EU hat hier unter dem alles rechtfertigenden Deckmantel des freien Warenverkehrs ein Monster kreiert“, kritisiert Eva Rosenberg. „Nach wie vor gilt außerdem: Die gesetzlichen Vorschriften und Kontrollen innerhalb der EU sind völlig unzulänglich. Zudem werden Übertretungen kaum sanktioniert.“

Hier gehts zur Petition